Malaria

Hallo Liebe/-r Experte/-in,

mein Name ist Hardy Kloßek und ich bin 31 Jahre alt…Ich danke schon mal vorab für die Aufmerksamkeit…es geht aber nicht um mich, sondern um meine Freundin…sie geht Ende April nach Ghana, um dort Entwicklungshilfe zu leisten…sie wird 3 Monate dort helfen…sie ist 30 Jahre alt, normales Gewicht, gutes Imunsystem (da sie als Arzthelferin in einer Kinderarztpraxis arbeitet), gesund, keine Medikamente, keine Allergien…Ich möchte sie hier nicht anbieten…lach…ich denke, das sind Informationen, die ihr als Experten braucht…Wir haben schon ein wenig recherchiert wegen der Malaria-Prophylaxe…wir sind auf ein Medikament gestoßen namens Malarone…die Frage an euch ist, ob es das richtige Medikament ist…ein Problem ist, dass dieses Medikament nur 28 Tage genommen werden darf (soweit unsere Informationen)…ist das richtig? Was kann Sie in den verbleibenden Monaten machen? Habt ihr Tipps, Adressen, bzw. Informationen, die uns weiterhelfen könnten…WIE SIEHT EINE VERNÜNFTIGE PROPHYLAXE AUS?..Ich würde mich sehr über eine rasche Antwort freuen…vielen dank schon mal vorab…vielleicht kann ICH EUCH ja mal helfen…

Grüße

Hardy Kloßek

Hallo Hardy,

ich muss leider sagen, dass das nicht so ganz mein Fachgebiet ist. Mit einzelnen
Medikamenten und deren Anwendungen kenne ich mich nicht so gut aus.
Malarone kenne ich auch nur als Kurzzeit-prophylaxe. Am besten kann diese
Fragen nur ein Tropenmediziner beantworten. Daher würde ich mich an eurer
Stelle an eine tropenmedizinische Reiseberatung wenden. Die können gezieltere
Beratung über die geeigneten Medikamente und die aktuelle Situation vor Ort
geben.
Beratungsstellen gibt es einige, z.b. das Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg,
Institut für Tropenmedizin Charite Berlin, Tropen-und Reisemedinische Beratung
Freiburg (www.tropenmedizin.de), in München (www.tropenberatung.de),…
Abgesehen von Medikamenten zur Prophylaxe, ist auch die Expositionsprophylaxe
wichtig. Also Mückenschutzmittel, lange Kleidung und vor allem Moskitonetze.
So, auch wenn das wahrscheinlich keine grosse Hilfe war…mehr fällt mir dazu
nicht ein.
Wünsche noch viel Erfolg,

Grüsse

MissFreckles

Lieber Hardy Kloßek,
Malarone: sackteuer, und das mit der 28tage-Begrenzung scheint zu stimmen.
Ja, es gibt Mittel, die sowohl zur Prophylaxe wie zur Behandlung von Malaria taugen, z.B.Mittel mit der Pflanze artemisia annua (= einjähriger Beifuss):

  • a) Pastillen, in der Schweiz rezeptfrei erhältlich in Apotheken und Drogerien (135 Stück zu Fr. 49.-). Der Erfinder der „artemisia-annua-comp.Pastillen“ heisst Werner Spitteler, seine Webseite (www.nusag.ch) ist nicht umwerfend gestaltet, aber immerhin lassen sich die Bezugsquellen etc. finden, auch kann man problemlos mit W. Spitteler oder der zentralen Apotheke in Einsiedeln (Paracelsus Apotheke, Albert Kälin) Kontakt aufnehmen. Es ist zwar kein absoluter Schutz gegen Malaria (den gibts nicht!), aber die Pastillen können eine grosse Hilfe sein, für Ihre Freundin und für ihre menschliche Umgebung in Ghana.
    b) www.anamed.org ist die Webseite einer Organisation in Süddeutschland, die sich u. a. ebenfalls dem Pflänzlein artemisia annua verschrieben hat, und dies mit gutem Grund. Die Webseite ist sehr gut gemacht, informativ, in vielen Sprachen, und der Ansatz bei der Organisation Aktion NAtürliche MEDizin (= anamed) ist weniger, den Menschen etwas zu verkaufen, als, ihnen zu vermitteln, wie sie selber aus den lokalen Resourcen eigene Heilmittel gewinnen können. Schwerpunkt ist also z.B. der selber gepflanzte Artemisia annua Tee zur Vorbeugung u/o Behandlung von Malaria. Bei anamed kann man auch sehr guten artemisia-annua-tee beziehen, er ist ausgezeichnet sowohl als Prophylaxe (täglich von dem Tee trinken) wie auch als Behandlungsmittel (dito). Zur Bestellung / Dosierung etc. siehe Webseite von anamed! - Gruss, vg