Malariamedikamente in Indien

Hallo,

wer hat Erfahrung mit Malariamedikamenten in Indien?
Ich möchte nach Südindien reisen und mir vor Ort ein Prophylaxemedikament besorgen. Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar!

Ute

Hallo !

Laß die Finger von indischen Medikamenten!!!

Warum nicht aus Deutschland mitnehmen? Malariatabletten sind doch nicht teuer!
In Indien bekommst Du zu 50% Mehltabletten oder Tabletten mit zuviel oder zuwenig Wirkstoff oder auch Gift.

Ich bin oft beruflich dort gewesen und die Firma wäre nie auf die Idee gekommen, dort Medikamente zu kaufen.

Nur ein Beispiel über das „sittliche Niveau“ der dortigen „Medizin“ :
Unsere Choleraimpfung war ausgerechnet dort abgelaufen und mußte erneuert werden. Das heißt Impfung und Eintragung in den Impfpaß. Nachdem wir die Gebühren bezahlt hatten und der Stempel die Impfung bestätigte, verließen wir Bombay. – Aber ohne Impfung!!!
Einen Hafen später wurde unser Funker geimpft. Ich weiß nicht mehr gegen was, aber zwei Tage danach schwoll der Arm an. Er wurde in ärztlicher Begleitung nach Deutschland zurückgeflogen. Heute fehlt er ihm, der Arm.

Das muß nicht immer so sein, in Indien, aber Medikamente sollte man dort nicht kaufen.

Gruß max

Malarie-Medikamente im Ausland
Auch Hallo!
Bei Indien kann ich nicht mitreden, aber ich weiss aus Erfahrung, dass die afrikanischen malaria-uebertragenden Muecken sich kaputtlachen ueber die Medikamente, die aus Deutschland mitgebracht wurden. Zumindest im suedlichen Afrika wuerde ich immer die dortigen Apotheken und ihr Sortiment vorziehen, weil es gerade bei Malaria recht unterschiedliche Arten gibt.

Tschuess,
Elke

Hallo !

Deutsche Monteure und Seeleute im Ausland werden von ihren Berufsgenossenschaften beraten. Sie bekommen Resochin.
Nur - man darf nicht im Flieger damit anfangen und die erste Tablette bei der Mahlzeit dort einnehmen. Man muß einige Wochen vor der Reise diese Tabletten schon einnehmen.

Ich bin seit 1960 zur See gefahren, also nahm ich diese Resochin über 30 Jahre und habe keine Malaria bekommen und in meiner gesamten Zeit dort, nicht einen Kollegen mit Malaria kennengelernt.

Resochin war zwingend vorgeschrieben für uns.

Ich denke nicht, dass die Mücken oder die Malaria sich totlacht über europäische Mittel. Auf den Flügen nach Indien habe ich mehrmals Ärzte kennengelernt, welche mit einem Koffer voll Resochin zu dortigen christlichen Missionsstationen flogen.

Gruß max

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Hallo Max!

Was einst wirksam war muß es heute schon lang nicht mehr sein. Die Biester werden resistent und über Resochin lacht heute wirklich die ganze Mückenwelt.

Ich stimme dir aber zu, wenn du sagst man soll von indischen Medikamenten die Finger lassen.

Ich persönlich würde Lariam empfehlen, aber nicht als Prophylaxe sondern erst im Ernstfall eingenommen.

Grüße
Dusan

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hi ute,

medikamente mitnehmen ist besser, schon wegen der prophylaxe
nimmst du sie ja schon vorher. max hat das ja ausgeführt.
ich würde dir aber raten, dich bestens zu informieren, ob du
dich überhaupt in malariagebieten aufhälst, denn diese
medikamente haben bei längerer einnahme heftige nebenwirkungen.

gruß,
frank

wer hat Erfahrung mit Malariamedikamenten in Indien?
Ich möchte nach Südindien reisen und mir vor Ort ein
Prophylaxemedikament besorgen. Bin für jeden Erfahrungsbericht
dankbar!

Ute

Hallo Frank !

Nach über 35 Jahren regelmäßiger Einnahme spüre ich keine Nebenwirkungen. Die Berufsgenossenschaft würde diese Tabletten nicht empfehlen, sogar vorschreiben, wenn sie so übel wären.

Was sind das für Nebenwirkungen??? Vielleicht habe ich sie und weiß es nicht!!!

Gruß max

hi max,

ist schon ne weile her, aber mir wurde für einen längeren
asien-aufenthalt vom tropeninstitut hamburg ebenfalls resochin
angeraten. allerdings wurde ich gewarnt wg. langfristiger
nebenwirkungen. näheres fand ich im beipackzettel, kann mich
aber nur noch dunkel an organschäden und schwere augenprobleme
erinnern, die proportional zur dauer der einnahme an
wahrscheinlichkeit zunehmen.
auch traf ich unterwegs leute, die nach mehrmonatiger einnahme
sich lieber die malaria gewünscht hätten.
ich kann mir aber vorstellen, daß sich die medikamente
inzwischen verbessert haben.
irreführend waren aber die informationen des instituts; dort
wurde ganz indien und das komplette himalaya-gebiet (!!) zur
„gefährlichen zone“ erklärt, was sich vor ort als großer witz
herausstellte. ich hab das zeug dann schnell abgesetzt.
wie gesagt, ist länger her, aber etwas skepsis ist immer
angebracht. nur wenn es wirklich nötig sein könnte, sollten
medikamente der härteren art genommen werden.

bist du seit 35 jahren in malaria-gebieten? wie ist es denn mit
resistenzen? vielleicht brauchst du nur noch ein wenig rum
anstelle der tabs…

gruß,
frank

Nach über 35 Jahren regelmäßiger Einnahme spüre ich keine
Nebenwirkungen. Die Berufsgenossenschaft würde diese Tabletten
nicht empfehlen, sogar vorschreiben, wenn sie so übel wären.

Was sind das für Nebenwirkungen??? Vielleicht habe ich sie und
weiß es nicht!!!

Gruß max

bist du seit 35 jahren in malaria-gebieten? wie ist es denn
mit
resistenzen? vielleicht brauchst du nur noch ein wenig rum
anstelle der tabs…

Nein, nicht ununterbrochen in Malariagebieten. Aber immer wieder. Deshalb haben wir die Tabletten sogar mit nach Haus genommen, um drin zu bleiben.
Niemals wurden wir vor Nachteilen gewarnt, niemand, so viel ich weiß, hat körperliche Nachteile davongetragen.

Ich denke, das sind alles Gerüchte und die Leute, die sich lieber eine Malaria wünschten, als die Nebenwirkungen der Resochin, woher wissen die denn, dass Resochin die Ursache war?. Der Deutsche Entwicklungsdienst empfiehlt seinen Mitarbeitern ebenfalls Resochin.

Gruß max

Hallo Max

Nein, nicht ununterbrochen in Malariagebieten. Aber immer
wieder. Deshalb haben wir die Tabletten sogar mit nach Haus
genommen, um drin zu bleiben.
Niemals wurden wir vor Nachteilen gewarnt, niemand, so viel
ich weiß, hat körperliche Nachteile davongetragen.

Man sollte dann aber ab und zu die Augen kontrollieren lassen, Resochin kann zu einer Retinopathie (Erkrankung der Netzhaut) führen.
Inzwischen gibt es ja neuere Mittel, das Tropeninstitut München hat eine gute Informationsseite:
http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/reiseziele…
Gruß
Rainer

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