Malbuch kontra Bilder/Lesebuch

Es geht um Eure Meinung:

Was ist mehr wert: ein Malbuch oder ein Bilder/Lesebuch.

Woran haben Kinder also mehr Freude, womit können sie am meisten anfangen. Können Malbücher auch Wissen vermitteln? Oder sind dazu Bilderbücher mit Wortgeschichten geeigneter?
Weiss von Euch jemand, ob es darüber auch eine Abhndlung / Untersuchung gibt?
Oder findet Ihr, daß es da überhaupt keinen Unterschied gibt?

Es geht hier um Kinder ab einem Alter von ca. 5 Jahren.

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Viele Grüsse
Brigitte

Hallo Brigitte!

Genauso wenig, wie Du Gulasch mit Sachertorte vergleichen kannst, kannst Du Bilderbücher mit Malbüchern vergleichen.

Die beiden haben eine unterschiedliche Zielsetzung:
Während ein gutes Bilderbuch Inhalte vermittelt (Sozialverhalten, Umweltschutz, …) dient ein Malbuch der Förderung der Feinmotorik.

Lass beides nicht zu kurz kommen! Wobei ich persönlich dem Bilderbuch den Vorzug geben würde - die Feinmotorik kannst Du mit Bastelarbeiten, Knete, Kettenfädeln etc. auch fördern.

Hanna

Huhu!

Was ist mehr wert: ein Malbuch oder ein Bilder/Lesebuch.

Kommt ganz drauf an :wink:

Woran haben Kinder also mehr Freude, womit können sie am
meisten anfangen.

Kommt ganz auf’s Kind an - manche ‚lesen‘ lieber, manche malen lieber aus.

Können Malbücher auch Wissen vermitteln?

Durchaus - oftmas sind ja Szenen aus dem realen Leben abgebildet. Wenn die
Kinder nicht mit dem Malbuch allein gelassen werden, sondern die Eltern (oder
wer auch immer) mit ihm über die Szenen sprechen ist der Lernefekt sicher
genauso wie bei einem Bilderbuch.
Ist ja im Grunde das gleiche, nur dass das Kind beim Ausmalen noch seine
Feinmotorik üben kann.

Oder sind dazu Bilderbücher mit Wortgeschichten geeigneter?

Kommt drauf an :wink:
Auf die Erwachsenen, mit denen das Kind die Bücher ansieht. Ist kein Text
vorhanden, muss der Erwachsene quasi selber kreativ werden und mit dem kind das
Buch besprechen und erzählen was dort passiert. Zumindest am Anfang - später
können Kinder das schon selber.
Das ist schön, wobei Kinder aber auch gleiche Geschichten lieben - siehe
Rituale, die immer ganau gleich sein müssen.

Bye, Vanessa

Hallo Brigitte

Was ist mehr wert: ein Malbuch oder ein Bilder/Lesebuch.

Eindeutig das Bilder/Lesebuch
Malbücher fand ich selbst schon als Kind langweilig und ich kenne nicht ein einziges Kind das ein vollständig ausgemaltes Malbuch vorweisen könnte.
Besser ist da mal ne Ausmalvorlage aus dem Internet auszudrucken.

Bilder/Lesebücher werden von den kleinen Zwergen wieder und wieder hervorgeholt und genau studiert und die haben echt Spass dabei.

Stefan

Hallo Brigitte,

es handelt sich also um mehrere Kinder. Sind auch Jungs dabei? Die mögen Malbücher oft nicht besonders, und auch nicht alle Mädchen.

Wenn du die Bücher nicht nur verschenken willst, sondern auch so Kontakt mit den Kindern hättest, könntest du ja bei einem Bilderbuch das nicht nur vorlesen, sondern auch anfangen, einzelne (einfache) Bilder daraus abzumalen. Höchstwahrscheinlich machen das dann die Kinder nach.

Du müsstest beim Abmalen die Bilder aber so vereinfachen, dass das auch kleinere Kinder malen könnten, also nur das Wichtigste, und kein komplettes Bild mit vielen Gegenständen, sondern nur einen Gegenstand usw. Die Kinder würden nämlich unter Umständen von dir und nicht vom Buch abmalen.

Viele Grüße
Thea

Hallo Stefan,

Du vertrittst meine Meinung und deshalb war mir gleich warm ums Herz bei Deiner Antwort.

Ich habe schon mitbekommen, dass es da unterschiedliche Meinungen gibt.

Ich selbst kann mich daran erinnern, dass ich sehr gerne gemalt hab, das aber auf weissem Papier und mit vielen Stiften. Ausgemalt hab ich nicht so gerne.
Aber auf das erste Buch hab ich mich gestürzt - und vor allem das Buch Brehms Tierleben hatte es mir schon als kleines Kind angetan. Vorerst die Bilder, dann hab ich meine Eltern genervt, mir daraus vorzulesen. Bis ich es dann selbst konnte.

In dem konkreten Fall jetzt geht es um die Diskussion, ob Malbücher zur Verkehrserziehung für Kinder sinnvoll sind - oder ob Bilderbücher mit Geschichten mehr leisten können. Und meine Meinung ist natürlich aus meinem eigenen kindlichen Verhalten geprägt.

Viele Grüsse
Brigitte

Hy Vanessa,

klar, haben Kinder unterschiedliche Neigungen. Malen sollen sie, das war als Kind für mich auch sehr wichtig. Nur, ich denke mal, daß Bilderbücher und Bilderbücher mit Wortgeschichten dabei einen längeren „Überlebenswert“ haben. Denn wenn Malbücher voll sind, was passiert damit?

Bei dem konkreten Fall geht es auch darum, ob Wissen an die Kinder besser und nachhaltigr vermittelt werden kann über ein Malbuch oder über ein Lesebuch mit Bildgeschichten und Wortgeschichten. Dabei soll das Wissen natürlich kindgerecht vermittelt werden, also auch nicht mit erhobenem Zeigefinger sondern spielerisch.

Viele Grüsse
Brigitte

Hallo Hanna,

genau. Ich hatte ja meine Anfrage erstmal allgemeingültig ausgerichtet.

Und wenn ich Dich richtig verstehe, dann sind Malbücher nicht dazu geeignet, Wissen zu vermitteln sondern dienen dazu, die motorischen Fähigkeiten und auch die farbliche Kreativität aufzubauen.

Nein, ich hab nix gegen Malbücher, wiewohl ich als Kind lieber auf Papier gemalt hab und meine eigenen „Kopf-Bilder“ damit umgesetzt hab oder auch versuchte, etwas abzumalen.

Viele Grüsse
Brigitte

Hallo Thea,

das mit dem Abmalen vom Bilderbuch find ich eine prima Idee - darauf bin ich auch noch nicht gekommen. Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit und auch zum Training für die Feinmotorik.

In dem konkreten Fall geht es darum, wie Wissen besser zu vermitteln ist. Mit einem Malbuch oder mit einem Bilderbuch, in dem auch Wortgeschichten enthalten sind - und am Ende auch ein Würfelspiel. Und natürlich, was bleibt länger „am Leben“: ein Malbuch oder ein Bilder/Lesebuch.

Viele Grüsse
Brigitte

Hallo Brigitte,

meiner Meinung nach kann man mit Malbüchern sehr schwer Wissen vermitteln. Da steht doch das ordentliche Ausmalen von Flächen im Vordergrund. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es möglich ist, ein Bild auszumalen, ohne nachher zu wissen, was man da eigentlich gemalt hat.

Viele Grüße
Thea

Hallo Brigitte,

da Du die Verkehrserzeihung ansprichst:

Woran haben Kinder also mehr Freude, womit können sie am
meisten anfangen. Können Malbücher auch Wissen vermitteln?
Oder sind dazu Bilderbücher mit Wortgeschichten geeigneter?
Weiss von Euch jemand, ob es darüber auch eine Abhndlung /
Untersuchung gibt?

Vielleicht ist hier auch eine Kombination interessant. Gerade dort, wo es um die „richtige Farbe“ geht (Ampel, soweit für die Kinder wichtig, Schilderarten) könnte ein Bilderbuch mit Wortgeschichten auch einen kleinen Ausmalteil haben.

Gruß, Karin

N angenehmen Vormittag, Brigitte!

Es geht um Eure Meinung:
Was ist mehr wert: ein Malbuch oder ein Bilder/Lesebuch.

Beides hat für mich seinen Wert, ich habe auch beides eingesetzt.

Woran haben Kinder also mehr Freude, womit können sie am
meisten anfangen.

Das ist meiner Erfahrung nach unterschiedlich, mal so, mal so. Kinder haben dann am meisten Freude, wenn sich der Erwachsene an ihrem Leben beteiligt. Das kann ein gemeinsam durchblättertes Bilderbuch ebenso sein wie ein gemeinsam bemaltes Malbuch.

Können Malbücher auch Wissen vermitteln?

Ja, durchaus.

Oder sind dazu Bilderbücher mit Wortgeschichten geeigneter?

Zur Wissensvermittlung? Wege zur Wissensvermittlung gibt es viele, manche gehen über Augen und Ohren, andere über Hände. Nutzen solltest Du beide.

Oder findet Ihr, daß es da überhaupt keinen Unterschied gibt?

Doch, die Art der Wissensaufnahme ist unterschiedlich, da die Wissen aufnehmenden Mechanismen unterschiedlich sind.

Es geht hier um Kinder ab einem Alter von ca. 5 Jahren.

Verstehe. Meine Jungs sind mittlerweile zwar deutlich älter, aber ich hab langjährige Erfahrung im Kinderbereich und zudem 2 ganz junge Kindergartenpädagoginnen in der Familie.

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Viele Grüsse

die Grüße erwidernd

Brigitte

Wolkenstein

Hallo Thea,

meiner Meinung nach kann man mit Malbüchern sehr schwer Wissen
vermitteln.

naja, es kommt auf das Malbuch an. Und es kommt auf die Art der Vermittlung an. Es gibt Malbücher, in denen Du Formen von Tieren, Pflanzen oder Dingen anmalen musst. Dabei lernen Kinder eine abstrakte Form oder äußere Gestalt, etwa eines Krokodils weils schnappi *g* grad aktuell ist.

Wenn dann noch der Erwachsene daneben sitzt und sich ein Gespräch über die zu verwenden Farben ergibt, lernt das Kind gleich auf mehreren Ebenen.

Da steht doch das ordentliche Ausmalen von Flächen
im Vordergrund.

Meist sind das aber keine Flächen ohne jede Form. Die Malbücher, die ich kenne, sind sehr gegenständlich gehalten.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass es möglich ist, ein Bild
auszumalen, ohne nachher zu wissen, was man da eigentlich gemalt hat.

Prinzipiell geht das schon, und zwar dann, wenn Du dem Kind ein leeres Blatt gibst. Meist befinden sich allerdings Formen in den Malbüchern, und selbst wenn Du Kinder Mandalas malen lässt, haben diese eine Form. Gut, abstrakt zwar, aber das ist das oben angeführte Krokodil auch.

Viele Grüße

liebe Grüße

Thea

Wolkenstein

Hallo!

Nur, ich
denke mal, daß Bilderbücher und Bilderbücher mit
Wortgeschichten dabei einen längeren „Überlebenswert“ haben.
Denn wenn Malbücher voll sind, was passiert damit?

Manche schmeißen sie weg, andere behalten sie als Bilderbücher.
Warum sollte man sie auch gleich wegschmeißen?

Bei dem konkreten Fall geht es auch darum, ob Wissen an die
Kinder besser und nachhaltigr vermittelt werden kann über ein
Malbuch oder über ein Lesebuch mit Bildgeschichten und
Wortgeschichten. Dabei soll das Wissen natürlich kindgerecht
vermittelt werden, also auch nicht mit erhobenem Zeigefinger
sondern spielerisch.

Ich finde, ein Malbuch unterschiedet sich im Grunde nicht sooo sehr von einem
Bilderbuch - in beidem sind Bilder drin, die eine Geschichte erzählen.
Vielleicht ist das Malbuch sogar noch interessanter, weil das Kind die Bilder
selbst ausgemalt und dabei natürlich genau betrachtet hat. Sich also intesiver
damit beschäftigt hat als es durch blosses Ansehen möglich ist.

Und was hat ein Kind im Alter von 5 Jahren von einem buch mit Text? Wenn es
alleine damit ist - nichts!
Und ich glaube, da liegt in jedem Fall der Knackpunkt. Die Eltern (die ich hier
stellvertretend für alle anderen Erwachsnen im Umfeld benenne) müssen sich
zusammen mit dem Kind mit dem Buch (mit jedem Buch) beschäftigen. Dann kann das
Kind von einem Malbuch soviel lernen wie von einem Lesebuch.
Ohne jetzt noch die Diskussion über Lernen aus zweiter Hand lostreten zu wollen
:wink:

Bye, Vanessa