Hallo.
Ich habe echtes Ocker aus Roussillion geschenkt bekommen. Es ist pulverförmig. Womit rührt man das an, um damit zu malen? Ich dachte an irgendwas Öliges.
Kennt sich jemand damit aus und kann mir helfen?
Viele Grüße und danke
dwW
Hallo.
Ich habe echtes Ocker aus Roussillion geschenkt bekommen. Es ist pulverförmig. Womit rührt man das an, um damit zu malen? Ich dachte an irgendwas Öliges.
Kennt sich jemand damit aus und kann mir helfen?
Viele Grüße und danke
dwW
Hallo Der wilde Watz,
dein Pulver bezeichnet man in der Malerei als Pigment. Bei jeder Malfarbe gibt es zwei Hauptbestandteile: das Pigment und das Bindemittel -> http://de.wikipedia.org/wiki/Bindemittel
Da du dir was Öliges vorstellst, wirf zuerst mal einen Blick auf die verwendbaren Öle für die Ölfarbenmalerei:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lfarbe
Freundliche Grüße
rotmarder
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Roussillion
Hallo.
Ich habe echtes Ocker aus Roussillion geschenkt bekommen. Es
ist pulverförmig.
Roussillion?
Wo issen das ?
Grinst
Kosmokatze
Hallo Kosmokatze,
streng genommen schreibt es sich Roussillon und liegt in Südfrankreich. -> http://de.wikipedia.org/wiki/Roussillon
Das Ockerpigment ist ein „mineralischer“ Farbstoff, d.h. es sind Pigmente aus den dortigen gelblich-braunen Erdbodenschichten.
Freundliche Grüße
rotmarder
Roussillion?
Wo issen das ?
Grinst
Kosmokatze
Ockerpigment mit einem Dispersionsbinder anreiben
Hallo, Corel
Die Art des Bindemittels wird durch die Maltechnik, den Malgrund und die
gewünschten Oberflächeneigenschaften der Farbe bestimmt.
Für eine Grundierung bzw. den ersten Auftrag, würde ich das Ockerpigment mit einem
Dispersionsbinder auf einer Glasplatte anreiben. Das ergibt eine matte Oberfläche,
die dem Ocker entspricht. Mehr samtene Leuchtkraft erreichst du mit einer
Beimischung von ein wenig Weizenkleister oder Eiweiss.
Wenn der nächste Auftrag glänzender wirken soll, würde ich Leinöl (günstig) oder
ein feines Mohnöl zusetzen. Zum Verdünnen und Reinigen nimmst du Terpentinersatz.
Gruss
Adam
Servus,
unabhängig davon, dass Kosmokatze wohl über das zusätzliche „i“ am Grinsen war, hierzu:
sind Pigmente aus den dortigen gelblich-braunen
Erdbodenschichten.
noch das Krümelchen: Der in Roussillon anstehende Ocker hat nicht bloß gelbliche und bräunliche, sondern so gut wie alle Farbtöne, die man aus Metalloxiden machen kann (abgesehen von Zinkoxid vielleicht…).
Ich erinnere mich an einen Besuch dort, wo ich morgens noch sicher war, das Wetter würde vorläufig halten, und wenige Kilometer vor Roussillon sind wir dann in einen anhaltenden und ergiebigen Landregen geraten. Die in Roussillon über Straßen und Wege rinnenden Fluten waren nicht bloß gelb und braun, sondern auch violett, leuchtend rot, lila, selbst klar grüne Spuren gabs zu bewundern.
Der Besuch in den stillgelegten Ockergruben ist ein Bad in Farben, die man „in freier Natur“ nicht erwarten würde - wahrscheinlich gibts erst wieder in Nordafrika so eine leuchtende Palette von mineralischen Farbtönen.
Schöne Grüße
MM