Maler und Fußbodenleger: 7mm breite Ritzen?

Hallo!

Bei uns waren Vertreter dieser beiden Gewerke zugange.
Ich möchte jetzt von Euch wissen, ob ich mit deren Leistung zufrieden sein muss/sollte oder nicht, kann ja sein ich bin gar zu pingelich, kann aber sein, es handelt sich um keine Qualitätsarbeit.
Die Arbeit erfolgte in einem Zimmer unseres hundert Jahre alten Hauses, d.h. Wand und Dielung waren relativ uneben. Ziel war die Renovierung – Decke malern, tapezieren, Fußbodendielung in „Sichtparkett“ verwandeln. Dabei wurden die Wand gespachtelt und der Fußboden abgeschliffen. Die anschließend angebrachten hölzernen Scheuerleisten weisen nun halbzentimeter breite Spalten auf, sowohl zur Wand, als auch zum Fußboden, womit ich unzufrieden bin und mich frage, ob das dem „Stand der Technik“ oder den „Regeln des Handwerks“ oder so entspricht.
Als Werkzeugmacher weiss ich, dass bei der Metallbearbeitung die Toleranzen ziemlich genau festgelegt sind, beispielsweise abhängig von der Länge des bearbeiteten Werkstücks. Und hier?

Danke für Eure Meinung und Euer Wissen.

Tschuess, Sven.

P.S.: Zugabe:

http://www.handrick-net.de\maler\Spalt_zu_Wand.jpg

Wenn du „Wand neu verputzen“ bezahlt hast, ist das nicht in Ordnung. Bei „Spachteln“ läßt sich an solchen Wellen in der Wand absolut nichts ändern.

http://www.handrick-net.de\maler\Spalt_zu_Boden.jpg

Ebenso hier: Wenn man von Boden so viel abschleifen soll, daß er topfeben ist, ist man an einigen Stellen schon durch. Solche Sachen verschwinden durch abschleifen eben nicht.

http://www.handrick-net.de\maler\Farbklumpchen.jpg

???

http://www.handrick-net.de\maler\Delle.jpg

Zieh im dafür 3 Euro von der Rechnung ab.

Ich hoffe, Leute wie dich nur ganz selten als Kunden zu haben. Auch wenn ich weder Maler noch Fußbodenleger bin.

Pop

Hi
mal abgesehn davon dass für nen Maurer/Putzer 1 cm kein Mass ist…
mach es selber. Ich mach meine wände selber Plan, denn ich weiss, Handwerker haben nicht die Zeit für das Geld vernünftig zu arbeiten. willst du ne perfekt senkrechte und gerade Wand, dann lege aluprofile mit Lot und Wasserwage ein, und dann zie über die Leisten den (Gips)-Mörtel ab. Das ist aber so aufwendig, dass du keine Lust mehr drauf haben wirst wenn du’s bezahlen musst. ach, und wenn du es mal selbst gemacht hättest, wüsstest du warum gerade unten an der Fussleiste die Wand nicht so Plan ist wie vielleicht in Brusthöhe :smile: Mit ein Bisserl Übung brauche ich mit vorbereiten 1 Tag/Wand. Mich würden anstatt der Delle in deiner Profilleiste viel eher die Risse in der scheinbar mit Acryl zugezogenen Fuge stören das zu früh überstrichen wurde.
HH

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Hi Sven,

Als Werkzeugmacher weiss ich, dass bei der Metallbearbeitung
die Toleranzen ziemlich genau festgelegt sind, beispielsweise
abhängig von der Länge des bearbeiteten Werkstücks. Und hier?

ja ja die Metaller :wink:

Mein Bruder ist auch so einer, aber Spaß beiseite

Der Putz ist schon arg wellig, da würde ich auch motzen.

Hier muß ich die Macher in Schutz nehmen. Einen alten Holzboden völlig planzu kriegen ist kaum möglich. In einem Raum hab ichs versucht und fast alles ruiniert. So wie es gemacht wurde ist es zwar nicht perfekt, aber tolerabel.

Das ist zwar auch nicht perfekt, kann aber vorkommen.

War die vielleicht schon vorher da?!

Alles in allem:
Soooooo sehr zum Motzen ist es nicht, allerdings würde ich mir die Leute nicht mehr ins haus holen.

Gandalf

Hallo

Es gibt eine ganze Menge Tricks, diese Unebenheiten auszugleichen. Vor die hölzerne Leiste könnte man einen Viertelstab setzen, der dünn genug ist, um die Unebenheiten aufzufangen. Optisch ist dies nicht die schönste Lösung, aber mögliches Putzwasser kann so auch nicht unter die Leiste laufen und dort vor sich hingammeln. Bei den Vorsprüngen an der Wand sollte man versuchen, durch zusätzliche Befestigungen die Leiste an die Wand zu ziehen. Wenn es nötig sein sollte, sogar zwei in kurzem Abstand nebeneinander. Leider bist du über diese eindeutigen Mängel auf die Suche nach weiteren gegangen und hast noch welche entdeckt, die dir bei zufriedenstellender Arbeit im unteren Bereich nicht so aufgefallen wären.
Eine ganz andere Alternative zur sehr aufwendigen Nachbesserung, mit optisch diskutierbarem Endergebnis (Viertelstab ?) wäre eine Kunststoffleiste. Material steht ausser Frage, aber: sie lässt sich bei solchen Unebenheiten sozusagen in alle Himmelrichtungen ziehen, so dass sie weitgehenst bündig an allen Seiten anliegen kann.
Ich muss zugeben, dass beide Varianten bestimmt nicht optimal sind, aber meiner Meinung nach immer noch besser als die vorhandene.

Einen Handwerker, der eine solche Arbeit hinterlässt, sollte sein Geld nach !! getaener Arbeit erhalten. Das , was ich dort gesehen habe, war halb fertig. Über evtl. Mehrkosten kann man sich unterhalten, aber der Vorschlag zur sauberen Arbeit sollte vom Handwerker kommen und nicht auf dem Beschwerdeweg. Bei der 0815 Ausrede der Handwerker : das machen wir immer so , fliegt derjenige gleich raus mit meiner Antwort : Das mache ich immer so.

Viel Glück

Christian