Mammographieuntersuchung, aber von wem ?

Hallo,

wurde im August 50 Jahre. Dann ist ja eine Mammographie vorgesehen.Ich schrieb meine KK an und die sagte mir dann,ich bekomme eine Einladung…ok.
Am Montag war ich bei Frauenarzt und wir sprachen über die Mammographie und Ultraschall der Brust. Er hielt von den Untersuchungen der KK gar nix, weil zuviele Frauen, zuviel Arbeit, weil es dort nicht genau ist und über die Bilder nur rüber geschaut wird.
Seine Praxis ist darauf spezialisiert,er schaut genau auf die Bilder…läßt sich Zeit…aber das alles kostet 92 €…
Mir geht es nicht ums Geld, meine Gesundheit ist mir das schon wert, aber was jetzt tun,wer macht es besser,oder sind beide gut???
Kann mir jemand aus eigener Erfahrung was sagen…

danke

lisa

Hallo,

ich glaube, da kann man lange die Fürs und Widers diskutieren. Dass die Mammographie - Reihenuntersuchungen Massenabfertigungen sind, kann ich zumindest aus meiner Erfahrung bestätigen. Der Vorteil ist, dass die Ärzte, die die Röntgenbilder ausgewertet haben, Radiologen waren, denen ich ganz grundsätzlich einen geschulteren Blick auf Röntgenbilder zutrauen würde, als dem durchschnittlichen Frauenarzt.

Das muss aber nicht immer so sein. Was mich an den Reihenuntersuchungen gestört hat war, dass man erst mal eine Woche warten muss, bevor man das Ergebnis erfährt. Das Ganze dann per Brief. Ich habe mich inzwischen für einen Mittelweg entschieden: Ich gehe zum Radiologen, aber mit einem eigens vereinbarten Termin und der Garantie, unmittelbar danach ein Gespräch über den Befund zu haben.

„Auffangen“, wenn tatsächlich was gefunden wird, kann dich der Frauenarzt deines Vertrauens aber mit hoher Wahrscheinlichkeit besser.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo,

das hört sich sehr nach „Geldmacherei“ an bzw. vielleicht muss er erstmal noch sein Gerät abbezahlen?

Klar dass er die anderen alle schlechtmacht wenn er die selbe Leistung erbringt!

Beim sog. Mammographiescreening machen die Ärzte den ganzen Tag nichts anderes als Mammographiebilder auswerten -die haben mit Sicherheit mehr Erfahrung und sehen mehr als ein gewöhnlicher Frauenarzt der ein, zweimal die Woche ne Mammografie macht.

Ich würde also zum angebotenen Screening gehen.

Hallo,

ich möchte Dir an dieser Stelle eine kritische Sichtweise auf die Mammographie nahelegen - dazu das Buch mit dem richtigen Umgang von Wahrscheinlichkeiten von Gigerenzer.

Bis 40 geht die Gefahr für Brustkrebs eher vom Röntgen als von anderen Ursachen aus und ab ca. 60 ist es wahrscheinlicher wegen eines anderen Leidens (oder Altersschwäche) zu sterben als durch den diagnostizierten Brustkrebs. Der einzige Unterschied ist, dass man entspannter lebt ohne zu wissen, dass man den Krebs im Körper hat.

Du liegst mit den 50 Jahren nun gerade so „dazwischen“ - egal ob Du es machen lässt oder nicht - es lohnt sich die entsprechenden Kapitel im Buch mal durchzulesen. Keine Angst vor der Statistik, er schreibt sehr flüssig und verständlich.

Viele Grüße

Dieses Buch sollten eigentlich alle mal lesen, denn die vermeintlich so eindeutigen Prozentangaben sind ja oft nur allzu missverständlich.
Gruß florestino

Da bin ich aber froh, dass jemand anderes mal kritische Töne hineinbringt in diese Diskussion.
Die Nutzen/Risikoabwägung bei der Mammographie halte ich für einen unbedingten Bestandteil der persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Grüße von einer, die von der Sache alles andere als überzeugt ist…