Hallo!
Im Kaiserreich wurden die Leute völlig obrigkeitsgläubig erzogen. Das wurde gemixt mit einer feinen Prise Imperialismus. Ich habe mal von einem Historiker gehört, die Annexion von Elsass-Lothringen sei davon der Anfang gewesen. Im Kaisserreich va unter WilII wurde den Leuten dann eingebleut „Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen“ und viel Feindschaft gegen Frankreich geschürt. Auch die Briten wurden öffentlich wegen der Kolonien beneidet. Als dann aufgerüstet wurde und die Soldaten schließlich „zum Frühstück nach Paris“ fahren sollten, da kamen dann die Worte „jeder Stoß ein Franzos, jeder Tritt ein Britt, jeder Schuss ein Russ [oder umgekehrt]“ und vom Kaiser der Spruch „Gott strafe Engeland“.
Die Dolchstoßlegende fußt auch darauf, dass den Leuten eingebleut wurde, die Reichswehr sei so stark, dass sie gegen die anderen gewinnen müsse.
In der Weimarer Republik gab es also zu Anfang viele Menschen, die enttäuscht von dem fehlenden Siegfrieden waren und Versaille nicht fassen konnten. Als die Leute selbst bestimmen sollten, da haben sie immer nach oben geschaut: „Wann kommt denn der Befehl?“
Das ist erstmal ein Denkansatz 
VG, Stefan