Management by Delegation <> objectives

Hallo,

Nachdem ich jetzt schon die x-te page via google angesurft habe wird mir immer noch nicht klar, wo der genaue unterschied zwischen diesen beiden formen liegt!

sowohl bei delegation als auch objectives gibt doch der Führende Ziele vor und die handlungsverantwortung an den MA weiter.
Ist denn etwa der einzige Unterschied, dass bei objectives der MA bei der Zielerstellung mitwirken kann?

Hallöchen,

Nachdem ich jetzt schon die x-te page via google angesurft habe wird mir immer noch nicht klar, wo der genaue unterschied zwischen diesen beiden formen liegt!

sowohl bei delegation als auch objectives gibt doch der Führende Ziele vor und die handlungsverantwortung an den MA weiter.

Nicht ganz.

2nd Generation Management, auch „Management by Delegation“ genannt, heißt:

Chef: So, am Montag morgen holst Du die Post ab. Danach sortierst Du den Werbemüll raus. Die restlichen machst Du auf. Wo „persönlich“ draufsteht, das mußt Du weiterleiten… dann am Dienstag gehst Du die Lagerbestände durch und prüfst, was abgelaufen ist

3rd Generation Management, „Management by objectives“ heißt:
Chef: Montags müssen alle Mitarbeiter ihre Post bekommen. Dienstags muß sichergestellt werden, dass das Lager aktuell ist.

Ist denn etwa der einzige Unterschied, dass bei objectives der
MA bei der Zielerstellung mitwirken kann?

Nein.
Bei Delegation kriegt der Mitarbeiter Tätigkeitsvorgaben.
Bei Objectives kriegt er die Ziele und darf sich selbst darum bemühen, wie er es denn nun macht.

Management by Objectives setzt sich oft falsch durch, wenn der MA nur für die Ziele, nicht jedoch für die Konsequenzen der Erfüllung verantwortlich ist: „Lagerbestände 20% reduzieren“ - "ok, Chef … www.ebay.de Restposten fast geschenkt!!!"
Durch falsche Kommunikation der Ziele oder fehlende Verantwortung kann ein Unternehmen sich übel reinreiten.
Wird es jedoch richtig gemacht, bedeutet es Befähigung der Mitarbeiter (d.h. man ist nicht nur Arbeitskraft sondern verantwortungsvoller Mitdenker) und Vereinfachung des Managements (da Ablaufpläne nicht mehr von der jeweiligen Mgt.-Ebene erstellt werden müssen sondern nach unten abgegeben werden)

Management by Delegation erfordert vom Management Sachkenntnis, versteift das Unternehmen (da oft Innovationspotential der MA unterdrückt wird). Im Falle von Delegation weiß der MA oftmals gar nicht, was die Ziele der Tätigkeit sind, und macht „ohne Sinn und Verstand wie befohlen“ - und am Schluß ist der Chef vom Chef sauer, weil der untere Chef was falsch verstanden hatte. Kennt der MA die Ziele, kann er da gegensteuern.

Wie sagt man so schön „Für jeden Typ Management gibt es Anwendungen. Bloß weil ein Unternehmen 4th Generation Management betreibt, ist ein Manager, der einem Angestellten mal was vorschreibt, noch lange nicht schlecht“

Die Kunst besteht am meisten darin, dass der Manager wissen muß, wann er dem Mitarbeiter Aufgaben geben muß, und wann es reicht, ihm Ziele zu setzen und den Rest abzuwarten.

Gruss,
Michael

Vielen Dank für deine anschauliche erklärung:wink: