habe inerhalb 11 Monaten sechs mal eine eitrige mandel entzundung gehabt. mein hno arzt hat mir zu einer mandelentfernung geraten. habe aber großen respekt davor es machen zu lassen da ich schon 39 jahre alt bin.
habe inerhalb 11 Monaten sechs mal eine eitrige mandel
entzundung gehabt. mein hno arzt hat mir zu einer
mandelentfernung geraten. habe aber großen respekt davor es
machen zu lassen da ich schon 39 jahre alt bin.
Was genau ist jetzt deine Frage?
Hallo ana0610,
also 1. hast du keinen respekt davor. Du hast verdammt noch mal Angst. Und das ist richtig! Angst ist ein Schutzmechanismus!
Und 2. Mach die OP. Dein Arzt will sie durchführen, ich wage mal, zu behaupten, dass der Kerl mehr von Medizin versteht, als du. Also vertraue auf sein Urteil.
MfG
Free Live
Generell bin ich immer dafür, dass man die Mandeln, den Appendix und sonstige Sachen drinnen lässt, wenn es nicht sein muss.
Wenn Sie aber gehäuft solche Entzündungen haben, wäre es vielleicht besser diese herauszunehmen.
Das Problem dabei ist, dass danach das Risiko für Bronchitis und Lungenentzündung etwas ansteigt, da die Mandeln sozusagen eine erste Passage für Keime sind (weil sie viele Abwehrzellen enthalten).
Ich finde diese OP nicht angenehm, soweit ich davon gehört habe, ich musste sie mir aber auch nie gefallen lassen.
Generell spricht nichts gegen die OP, ganz im Gegenteil.
Von Mandelop’s bei Kindern
Hallo,
die chronische Entzündung der Rachenmandeln (und nicht nur dieser) können zu einer - u. U. nicht ganz ungefährlichen - Herzmuskelentzündung führen und die auch schon im viel früheren Alter! Also, das akute Stadium abklingen lassen und dann… raus damit!
Gruß
rolli
Beinahe jeder Infekt kann zu einer Herzbeutelentzündung führen, auch zu Gehirnhautentzündungen, die Wahrscheinlichkeit ist aber relativ gering.
Wenn schon, dann am öftesten bekommt man von Infekten nachher eine Nasennebenhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung.
Hallo,
ich habe das auch schon durch, allerdings mit 21. Ich würde sie auf jeden Fall rausnehmen lassen. Es wird garantiert nicht von allein besser, wenn die Mandeln einmal vernarbt sind. Gemeinhin heißt es, je älter der Patient, umso schmerzhafter ist die Ektomie, also nicht noch mehr Jahre verstreichen lassen! Ich kann nur sagen: Seit meiner Mandelentfernung bin ich nicht mal mehr halb so oft erkältet gewesen und hatte lediglich einige Male eine Art leichte Seitenstrang-Angina, die aber ohne Antibiotika von selber wieder abgeklungen ist. Es ist eine völlig neue Lebensqualität.
Das Problem dabei ist, dass danach das Risiko für Bronchitis
und Lungenentzündung etwas ansteigt, da die Mandeln sozusagen
eine erste Passage für Keime sind (weil sie viele Abwehrzellen
enthalten).
Das ist meines Wissens falsch. Laut Aussage meines HNO-Arztes ist diese Funktion nur bis zu einem Alter von etwa 16 Jahren vorhanden. Danach kann man auf die Mandeln gut verzichten.
Ich finde diese OP nicht angenehm, soweit ich davon gehört
habe, ich musste sie mir aber auch nie gefallen lassen.
Die OP selbst ist kein Problem
. Aber die zwei Wochen hinterher sind echt Quälerei. Das muss man fairerweise zugeben. Mit den richtigen Schmerzmitteln (Das einzige, was bei mir half, war Diclofenac) ist es aber aushaltbar.
Von Mandelop’s bei Kindern
Hallo,
Beinahe jeder Infekt kann zu einer Herzbeutelentzündung
führen,
Nein, eine infektiöse Perikarditis hat in erster Linie eine virale Ursache. Da die meisten Infektionen aber bakterieller Genese sind, (die Tonsillitis auch) ist die Kausalität mit „beinahe jeder“ nicht zu halten. Somit sind Tonsillitis und Perikarditis (überwiegend) inkohärent!
Gruß
rolli
Mandel-OPs abgeraten, weil sie am Blut ersticken können.
Ältere Kinder und Erwachsene können sich eher aufrichten und
das Blut ausspucken.
Woher dieses Pseudowissen?
Eine Nachblutung nach einer Tonsillektomie betriefft grundsätzlich alle Altersgruppen, mit dem geleichen Gefahrenpotential, ist aber ein sehr seltenes Ereignis.
Zudem werden Kinder nach der OP noch intensiver überwacht als Erwachsene.
Bei allen findet zudem eine stabile Seitenlagerung statt, die ein abfliessen des Blutes nach vorn durch den Mund und nur zum geringen Teil nach hinten durch die Speiseröhre gewährleistet.
ramses90
Bei allen findet zudem eine stabile Seitenlagerung statt, die
ein abfliessen des Blutes nach vorn durch den Mund und nur zum
geringen Teil nach hinten durch die Speiseröhre gewährleistet.
Das halte ich auch wieder für Halbwissen. Wann soll das denn so sein? Während der OP? Also was ich so an Videos von TEs bisher gesehen hab, lagen die Patienten immer auf dem Rücken. Sonst käme ja wohl auch kaum ein Operatuer vernünftig ran.
Und nach der OP liegt man auch auf dem Rücken, so habe ich mich jedenfalls im Aufwachraum vorgefunden. Und was man dann ab Wiedererlangung des vollen Bewusstseins mit seiner Liegehaltung macht, kontrolliert sowieso niemand mehr.
MfG,
Marius
Hallo
Tut mir Leid, ich habe Herzmuskelentzündung gemeint, habe aber Herzbeutelenztündung hingeschrieben. Aber das macht auch nicht szu Sache. Es kommt darauf an, wo sich die Keime einnisten bzw. ihren Weg bahnen.
Virale Infektionen sind nicht eitrig, bakterielle schon. Ich habe es zwar nicht gemeint, aber auch bei Herzbeutelentzündungen kann in diesen Eiter gebildet werden, der das Herz bei seiner Arbeit behindert.
Eine Sepsis trifft aber eher zu als eine Herzmuskelentzündung durch die Mandeln, trotzdem ist das Risiko sehr gering.
Ich habe nicht gesagt, dass das nur bei Kindern vorkommt.
Von sowas war keine Rede.
Die Kleinkinder - ab einem gewissen Alter - können sich selbst aufrichten (das gilt natürlich auch für Erwachsene) und das Blut abspucken als kleinere und Babies.
Diese postoperativen Blutungen bei Mangel-OPs sind nicht so eine Seltenheit, das kommt sogar relativ häufig vor, da diese relativ vaskularisiert sind. Einige Kliniken vollziehen diese OPs daher erst bei Kindern eines bestimmten Alters.
Hallo
Das Blidndarm-Würmchen wird auch herausgenommen, wenn es entzündet ist und trotzdem streiten sich die Ärzte und Forscher darüber, ob oder ob es keine Funktionen mehr hat.
Das ist leichter gesagt als getan. Für einen Erwachsenen ist es kein Problem, für ein Baby sieht es aber ganz anders aus.
Ich war in meiner Studienzeit als Wahlfachausbildung bei einem Oberarzt in der Pädiatrie und er hat gesagt, dass er diese OPs bei Kleinkindern genau aus dem Grund nicht durchführt.
Diclofenac kann vor allem bei frischen (nicht mehr blutenden) OP-Wunden außerdem zu Wiederbluten führen.
Diclofenac kann vor allem bei frischen (nicht mehr blutenden)
OP-Wunden außerdem zu Wiederbluten führen.
Das wusste der verordnende Arzt dann wohl nicht. Aber mir war es in dem Momend recht, ein solches Zusatzrisiko auf mich zu nehmen, wenn die Schmerzen gelindert werden.
Bei allen findet zudem eine stabile Seitenlagerung statt, die
ein abfliessen des Blutes nach vorn durch den Mund und nur zum
geringen Teil nach hinten durch die Speiseröhre gewährleistet.Das halte ich auch wieder für Halbwissen. Wann soll das denn
so sein? Während der OP? Also was ich so an Videos von TEs
bisher gesehen hab, lagen die Patienten immer auf dem Rücken.
Sonst käme ja wohl auch kaum ein Operatuer vernünftig ran.
Dass die OP in Rückenlage gemacht wird, erklärt sich ja wohl von selbst!
Hier ging es um die aufgestellte Behauptung des Nichtausspuckenkönnens von Blut nach der OP und da werden Kinder wie Erwachsene, wenn es in dem Klinikum vorschriftsmäßig gehandhabt wird, vom OP Tisch in Seitenlagerung ins Bett gebracht.
Und nach der OP liegt man auch auf dem Rücken, so habe ich
mich jedenfalls im Aufwachraum vorgefunden.
Na und? Das gibt Dir nun das Wissen darum, dass das bei allen Patienten so ist und Du kannst Dir sicherlich auch überhaupt nicht vorstellen, dass Kinder bedeutend öfter und länger vom Personal überwacht werden als Erwachsene?
Toll, Hauptsache man hat die Erfahrungen als Patient, dann kann man vollumfänglich über interne Klinikabläufe sein Urteil abgeben!
ramses90
MfG,
Marius
Hallo,
nachdem ich in jüngeren Jahren regelmäßig 2-3 Mandelentzündungen jährlich durchmachte habe ich mich auf Anraten meines HNO-Arztes 1995 (allerdings mit 26) dazu entschlossen, meine Rachen- und Gaumenmandeln entfernen zu lassen.
Ich will hier nicht verschweigen, dass die ersten paar Tage nach der OP alles andere als angenehm waren (wirklich starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden usw…) Da ich im Krankenhaus allerdings gut mit Schmerzmitteln versorgt wurde (Diclophenac 200, weiß ich heute noch…), waren diese ersten Tage letztendlich dann doch ganz passabel…
Was ich sagen will: Seit diesem Herbst 1995 hatte ich bis zum heutigen Tag keine einzige Mandelentzündung mehr. Die OP war im Nachhinein eine der besten Entscheidungen meines Lebens…
Alles Gute,
ame …
Hallo Anna,
die Mandelentfernung mit 39 Jahren ist absolut unproblematisch. Wenn du so viele Mandelentzündungen innerhalb eines Jahres hattest und diese jedesmal antibiotikumpflichtig sind, ist die Empfehlung die Tonsillektomie = Mandelentfernung. Die Behauptung, dass man danach anfälliger ist für Infekte kann ich nicht nachvollziehen, da der Körper ausreichend lymphatisches Gewebe neben den „Mandeln“ besitzt um gegen einen Infekt zu „kämpfen“, sofern man immunkompent („gesund“) ist.
Du solltest aber gut über den Eingriff aufgeklärt werden und der Eingriff ist wie jeder andere Eingriff auch mit Komplikationen und Risiken behaftet. Das Nachblutungsrisiko liegt bei ca. 5%, weswegen dieser Eingriff zwingend stationär sein sollte. In sehr sehr sehr seltenen Fällen ist die Blutung so massiv, dass diese zum Tod führt.
Gruß
TT