vor einer woche sind meine mandeln angeschwollen, waren eitrig und es war schmerzhaft beim schlucken.
seit 2 tagen merk ich davon nichts mehr. nur schmerzt nun die eine nasennebenhöhle und die stirn beim nase putzen, husten, und wenn ich den kopf nach unten beuge.
sollte ich unbedingt zum arzt gehen oder reichen die hausmittel ( salbeitee, inhalieren, heisse kartoffeln am hals…)aus?
möchte ja auch keine weiteren schlimmeren folgen haben.
da ich das ärztliche vertrauen verloren hab und meine ärzte immer nur antibiotika verschreiben bin ich etwas ratlos.
hoffe jemand kann mir hier weiterhelfen
möchte ja auch keine weiteren schlimmeren folgen haben.
da ich das ärztliche vertrauen verloren hab und meine ärzte
immer nur antibiotika verschreiben bin ich etwas ratlos.
Und was genau stört dich an Antibiotika?
Ich meine… Liebe zu anderen Lebewesen ist ja schön und gut, aber pathogene Krankheitserreger dürfen meiner Meinung nach schon zugrunde gehen.
Scheinbar hast du eine bessere Idee, wie die adäquate Therapie auszusehen hat. Vielleicht magst du sie uns verraten.
Grüße
Liete
danke für die schnelle antwort.
mich stört an antibiotika das diese die darmschleimhaut/wand beschädigen. und somit die immunabwehr. ich hab zusätzlich seit ca. 3-4 jahren ein reizdarmsyndrom und ich denke das dieses auch durch antibiotika entstanden sein könnte.
also du meinst ohne antibiotika werd ich meine entzündung nicht los?
mich stört an antibiotika das diese die darmschleimhaut/wand
beschädigen. und somit die immunabwehr.
Und das ist Unfug. Bei einer eitrigen Mandelentzündung müssen Antibiotika verschrieben werden.
Andernfalls könnten Sie plötzlich einen netten kleinen Herzklappenfehler kriegen, der früher oder später tötet.
Neugierige Frage: Was hat denn nun die Darmschleimhaut und ein Antibiotikum mit der Immunabwehr zu tun?
Und übrigens: Laut Forumsregeln beachten wir hier die Groß- und Kleinschreibung.
du bist hier mit einer alternativen einstellung ganz sicherlich am falschen ort und ich frage mich, ob deine immunabwehr stark genug ist dich dem während einer solchen erkrankung auszusetzen.
und ob du dich mit ärzten beschäftigen willst, die nichts wichtigeres zu tun haben, als dich zu belehren (die zeit haben sie vielleicht, weil sie sich um antibiotikaversorgte patienten nicht weiter kümmern müssen).
das mainstreamdenken eben mit den üblichen denkprogrammen, mehr nicht.
du hast die wahl.
selbst die herkömmliche wissenschaft weiss umdas darmassoziierte immunsystem in den peyerschen plaques, des malt=mucosa associated lymphoid tissue,der m-zellen in der darmschleimhaut.
müssen wir gar nicht diskutieren.
da ich auch keine freundin von abgehobener medizin bin, die alle wissenschaftlichen erkenntnisse abspalten muss, die ignoranz und zunehmende hilflosigkeit der schulmedizin aber auch nicht mehr ernst nehmen kann, habe ich mich auf die suche gemacht und sehr gute erfahrungen mit der anthroposophischen medizin gemacht.
das gute daran finde ich, dass das allesamt ärzte sind, mit der üblichen ausbildung.
niedergelassene ärzte, haben das meist nicht mal auf dem schild stehen.(fragen an die gesellschaft anthroposophischer ärzte:
http://www.anthroposophischeaerzte.de/
es gibt sie wirklich überall.)
die können sich gar nicht leisten, dass jemand in folge einer angina ein rheumatisches fieber bekommt, geben auch antibiotika wo es wirklich nötig ist.
meine ganze familie hat in den letzten 15 jahren niemals antibiotika nehmen müssen, weder bei scharlach, noch bei eitrigen sinusitiden, nicht einmal bei einer bakteriellen lymphangitis.
da hatte sich der arzt aber die mühe gemacht, das engmaschig zu überwachen.
und eben dies ist die vorraussetzung für einen zeitlich begrenzten therapieversuch.
das mittel der wahl wäre in deinem falle, wenn die angina tatsächlich eitrig ist „apis belladonna cum mercurio“ von wala.mehrmals täglich 10 globuli.
wie viele male hab ich es schon miterlebt, dass das alles innerhalb von 2 tagen unter diesem mittel besser wurde.
da theoretisch das risiko eins akuten rheumatischen fiebers als folge einer infektion mit einer ganz bestimmten art von streptokokken (da gehörte sowieso zuallererst ein rachenabstrich mitberregerbestimmung gemacht vor einer antibiose!!!) besteht, sollte das ein arzt mittragen.
darum mein rat, einen anthroposophischen arzt aufzusuchen.
du würdest dich wundern, mit wie wenig herkömmlichen medikamenten du bei so einem arzt auskommst…
gute besserung!
zahira
Hallo,
mich stört an antibiotika das diese die darmschleimhaut/wand
beschädigen. und somit die immunabwehr.
Ich finde diesen Gedankengang im Zusammenhang mit deiner eitrigen Mandelentzündung irgendwie unausgegoren unlogisch. Ganz offensichtlich IST dein Immunsystem lahmgelegt. Wäre es auf der Höhe gewesen, als die Infektion dich anflog, hätte es diese wahrscheinlich bekämpft und du wärst nicht krank geworden. Aber nun hat sich die Infektion aus den Halslymphknoten hoch in die Nebenhöhlen bewegt (jedenfalls klingt deine Beschreibung so). Es wird also schlimmer statt besser. Anstatt einmal gezielt mit einem wirksamen Antibiotikum stramm nach Anleitung des Arztes zu schiessen, nach wenigen Tagen die Infektion los zu sein und danach das Immunsystem aufzupäppeln, laborierst du lieber wochenlang mit wahrscheinlich infektiösen und auf Dauer für dich lebensgefährlichen (siehe Priamos’ Beitrag) Keimen rum.
Ich gehe in sofern mit der konform, dass Antibiotika unsachgemäß angewandt mehr Schaden als Nutzen anrichten. Auch sollte man genau abwägen, wann Antibiotika wirklich nötig sind, und wenn ja, welche. Aber man kann es auch übertreiben. Unbehandelte eitrige Infektionen (wie bei dir) sind definitiv gefährlicher für den Patienten und oft auch seine Umwelt als eine gründliche Antibiose mit einem Antibiotikum trotz der von dir genannten bekannten Nebenwirkungen.
Tut mir leid, ich verstehe dich nicht.
Gute Besserung
Barbara
ich war nun beim HNO Arzt, der hat mich gründlich untersucht und mir keine antibiotika verschrieben.
er meinte wenn man kein fieber und keine angina hat muss nicht antibiotika verschrieben werden.
er sagte bei sowas am besten mit Gargarisma gurgeln, das würde den schleim lösen und die bakterien abtöten.
danke für all die antworten
Hallo,
grundsätzlich gilt:
Ist die Mandelentzündung bakteriell verursacht (erkennbar am Eiter auf den Mandeln), sollte sie schnellstmöglich mit Antibiotikum therapiert werden.
Wird auf eine Selbstheilung gesetzt, kann das zwar gut gehen und würde sich im Nachgang sicherlich als besseres Mittel der Wahl herausstellen, aber da bei einem Bakterienbefall grundsätzlich das Risiko lebensbedrohlicher Infektionen über das Blut nicht ausgeschlossen werden kann, ist dringend zu Antibiotikum zu raten.
Und noch einmal: Es geht nicht darum, wie stark die Mandelentzündung ist und ob du sie auch anders in den Griff bekommst, sondern es geht darum, dass bei einem nachgewiesenen Bakterienbefall eine akute Infektionsgefahr über das Blut besteht, die dich dein Leben kosten kann und deshalb müssen die Bakterien schnellstmöglich getötet werden - das geht nur mit Antibiotikum!
Schöne Grüße
Martin
Hallo,
Du hast vollkommen Recht!
An alle Feinde der Antibiotikatherapie:
Hier habt vollkommen Recht, es geht auch ohne. Entweder man überlebt das vollkommen ohne Schade, was durchaus möglich ist. Oder man bekommt eben einen kleinen Schaden, aber die moderne Herzklappenchirurgie ist ja mittlerweile recht gut. Das Risko bleibt leider, aber es steht in keinerlei Verhältnis. Glück hat man noch, wenn man nicht so jung mehr ist, weil dann kann man eine Bioprothese nehmen…
Jeder kann man defekten Bremsen in den Urlaub fahren. Wenn man die Bremsen nicht braucht, hat man Glück…
Liebe Grüsse
Anja