Hallo Experten,
Meine Gaumenmandeln machen mal wieder Ärger, d.h. sind eitrig entzündet. Nun hatte ich dieses Problem den letzten Monaten immer wieder, und die Wald- und Wiesenärzte vor Ort (Neuseeland) haben mir dabei schon allerhand wenig wirksames verschrieben (z.B. Penicillin, Tetracyclin)
Nun würde ich gern wissen: welche Antibiotika helfen zuverlässig und sind womöglich auch hier, am Ende der Welt, erhältlich?
(vor etwa acht Wochen hatte ich bei gleichem Problem „Cefaclor“. Könnte ich das wieder einnehmen, oder ist der zeitl. Abstand zu kurz?)
Natürlich werde ich auch persönlich einen Arzt konsultieren. Aber die HNO’s haben hier gigantisch lange Wartezeiten, und die Allgemeinmediziner haben bzgl. wirksamer Therapie nicht immer so den Durchblick. Dem würde ich gern etwas nachhelfen.
Grüße, Simon
*bei dem eine Tonsillektomie ohnehin ansteht, aber erst im Frühjahr - und in D.*
Hallo Simon,
als Familienrekordhalter dieser Krankheit habe ich auch so ziemlich jedes Antibiotikum durch, was besonders gut hilft kann ich nicht sagen. Es dient ja vor allem dem Schutz anderer Organe.
Welches du auch immer bekommst. Unbedingt die Pakung bis zum Ende nehmen - auch wenn es dir besser geht - sonst züchtest du was resistentes.
Sollte die Entzündung häufiger ja chronisch auftreten, wäre über eine Entfernung der Mandeln nachzudenken. Ich selbst bin bisher um diesen Schritt, bzw. Schnitt
herumgekommen.
Außerdem wäre es interessant mal zu prüfen ob nicht statt einer Angina tonsillaris eine infektiöse Mononukleose vorliegt, bei der auch in 82% aller Fälle die Mandeln vereitern. (Hatte ich auch schon und nur ein sehr guter Arzt ist auf die Idee gekommen, dies zu prüfen um es auszuschließen.)
Gruß Ivo
Hallo Simon,
auch down under gelten für eitrige Mandeln die selben Regeln wie in „good old europe“:
Mittel der Wahl ist, abgesehen von Patienten, die auf Penicillin allergisch sind, Penicillin in genügend hoher Dosierung, z.B. 3x1.2 Mio Einheiten, unbedingt 10(!) Tage nehmen. Wie mein Vorredner schon richtig sagte, nicht so sehr wegen der Mandeln, sonder zum Schutz vor Herzklappenentzündungen und anderen schwerwiegenden Komplikationen.Bei mehr als 3 eitrigen Tonsillitiden (so der Fachausdruck) sollte eine Mandelentfernung erwogen werden (Tonsillektomie), da die Mandeln dann mehr schaden als nutzen.
Eine infektiöse Mononucleose kann durch eine Blutuntersuchung ausgeschlossen oder bestätigt werden, ist aber meist unnötig, wenn nicht noch andere Symptome darauf hindeuten. Ein Amoxicillin geht auch, hat ein etwas breiteres Spektrum. Andere Medikamente würde ich nur bei Versagen nehmen.
Viel Erfolg da unten
Gruß Synapse
Hallo Simon!
Ich habe auch des öfteren schon meine Mandeln „gespürt“ und anfangs Antibiotika geschluckt. Mein Heilpraktiker verschreibt mir mit Erfolg nur hochdosierte Enzyme. (2-3 Wochen einnehmen, noch einige Tage länger nach Besserung nehmen)
Wobenzym bzw. Phlogenzym Tabl. (anfangs 3xtgl.4-5 Tabl., nach 2-3 Tg. 3x3 Tabl. und bei Besserung 3x2 Tabl. ( sind gut,aber teuer)
Die „Dinger“ sind unschädlich, auch so gesund für den ganzen Körper und helfen Dir bestimmt auch bei vereiterten Mandeln.
Viel Erfolg!
Gruß Rosa
Hallo Experten,
Meine Gaumenmandeln machen mal wieder Ärger, d.h. sind eitrig
entzündet. Nun hatte ich dieses Problem den letzten Monaten
immer wieder, und die Wald- und Wiesenärzte vor Ort
(Neuseeland) haben mir dabei schon allerhand wenig wirksames
verschrieben (z.B. Penicillin, Tetracyclin)
Nun würde ich gern wissen: welche Antibiotika helfen
zuverlässig und sind womöglich auch hier, am Ende der Welt,
erhältlich?
(vor etwa acht Wochen hatte ich bei gleichem Problem
„Cefaclor“. Könnte ich das wieder einnehmen, oder ist der
zeitl. Abstand zu kurz?)
Natürlich werde ich auch persönlich einen Arzt konsultieren.
Aber die HNO’s haben hier gigantisch lange Wartezeiten, und
die Allgemeinmediziner haben bzgl. wirksamer Therapie nicht
immer so den Durchblick. Dem würde ich gern etwas nachhelfen.
Grüße, Simon
*bei dem eine Tonsillektomie ohnehin ansteht, aber erst im
Frühjahr - und in D.*
Hallo Ivo,
Unbedingt die Pakung bis zum Ende nehmen - auch wenn es
dir besser geht - sonst züchtest du was resistentes.
Klar, ich werd mich hüten mir meinen eigenen resistenten Keim zu entwickeln…
Sollte die Entzündung häufiger ja chronisch auftreten, wäre
über eine Entfernung der Mandeln nachzudenken.
hm, mein Termin zur Entfernung steht eigentlich schon fest (2004 hatte ich dieses Problem alle zwei, drei Monate). Aber bis dahin müssen die Mandeln halt noch aushalten.
Außerdem wäre es interessant mal zu prüfen ob nicht statt
einer Angina tonsillaris eine infektiöse Mononukleose
vorliegt
Fieber hatte ich in diesem Zusammenhang nie, was bei EBV-infektion als Symptom genannt wird.
Grüße an den Bodensee,
Simon
Hi,
zu den Antibiotika wurde ja schon was gesagt - ich hätte noch ein paar allgemeine Tipps.
Allgemein entzündungshemmend wirkt:
Gurgeln mit leichtem (also nicht so salzig dass man gleich ko****en muß) Salzwasser.
Ebenfalls kannst Du mit Salbeitee, Fencheltee oder Pfefferminztee gurgeln. Kamillentee ist in der letzten Zeit ein bischen in Verruf geraten weil er zwar entzündungshemmend aber gleichzeitig auch schleimhautreizend ist.
Wenn Du häufig schwere Entzündungen hast sind die Zinkspeicher in Deinem Körper wahrscheinlich leer. Zink ist wichtig für die Wundheilung. Normalerweise nimmt man davon auch genug über die Nahrung zu sich aber in Deinem Fall kann es sinnvoll sein Zinktabletten zu nehmen.
Gute Besserung !
Sue
Hi Simon,
bin z.Zt. auch wegen einer Angina tonsillaris krankgeschrieben und mein Doc verschrieb mir Penbeta 1,5 Mega (Penicillin 1.500.000 I.E). Wie schon meine Vorredner schrieben, meinte auch mein Doc, das Antibiotika bis Packungsende einzunehmen, auch wenn die Symptome längst schon abgeklungen sind, aber das ist wohl allgemein bekannt, glaub ich.
Schon am ersten Tag der Einnahme fühlte ich mich besser, heute am 3. Tag der Einnahme sind die Beschwerden der Tonsillitis auch abgeklungen, lediglich ein leichter Reizhusten nervt mich.
Gruss und gute Besserung
Sandra