Mandeln raus - hat jemand Erfahrung?

Hallo zusammen!
Bei mir steht die Überlegung im Raum, die Mandeln entfernen zu lassen, da ich sechs bis acht mal im Jahr eitrige Entzündung habe und verflixt viel Antibiotika schlucken muß. Bevor ich dann demnächst zum HNO gehe und mich von ihm beraten lasse, wollte ich mal hier fragen, ob jemand schon Erfahrungen hat- wird so was ambulant oder stationär gemacht, ist es wirklich eine Erleichterung gewesen, oder greifen jetzt die Erreger öfter auf die Lunge zu, und was habt Ihr ganz allgemein so für Erfahrungen?

Danke schön und gute Gesundheit!

Hallo,
bei Entzündungen kann man auch alternativ Enzyme ausprobieren, wie (Wobenzym Drg. oder Phlogenzym Tab.) und z.B. noch mit Mallebrin Lös. gurgeln. Der Wirkungseintritt dauert nur etwas länger.

Nach einem Antibiotikum ist es wichtig, z.B. mit Omniflora-N Kaps. eine Darmsanierung zu betreiben. Ich schlucke immer zur Sicherheit 50 Stück.

Bei einem Erkältungsanflug gönne ich mir sofort eine 200 ml Fl. Zitronensaft mit Tee. Oft kann ich sie dann abbiegen oder verkürzen.
Probier es aus, bevor Du Dich für eine OP entscheidest. Schließlich hat jedes Organ eine Funktion.
Mandeln dienen dem Lymphsystem zur Entgiftung. Bei einer Entfernung bleibt Dir dann nur noch der dann überlastete Blinddarm. Mit etwas Pech meldet er sich nach einigen Jahren. Entscheide nun selbst, aber das ist meine Meinung dazu.

Gruß Rosa

Hi,

wenn du die Mandeln entfernt hast, heißt das nicht, dass dir nie wieder eitrige Entzündungen im Hals-/Rachenbereich blühen. Viele, die eine Tonsillektomie hatten, neigen in der Folge zur Seitenstrangangina. Das weiß man dann erst im Nachhinein.

Dass der Appendix nach der OP überfordert ist, ist - gelinde gesagt - grober Unfug. Der Waldeyersche Rachenring, die Gesamtheit aller Mandeln, besteht aus vielen Mandeln, die die oberen Atemwege vor Keimen schützen sollen; also nicht nur die zwei Gaumenmandeln, von denen wir in deinem Fall reden.

Die „Darmsanierung“… naja, ich lebe ziemlich gut ohne.

Wegen der Dauer des Aufenthalts in der Klinik solltest du mit deinem Arzt Rücksprache halten, da das von den Kliniken mitunter sehr unterschiedlich gehandhabt wird.

Wenn dir die Mandeln so viel Ärger machen, wäre der operative Eingriff für mich sehr attraktiv. Du kannst natürlich, wenn du Hoffnungen in so etwas setzt, mit alternativer Medizin herumspielen. Vielleicht hilft es ja.

Grüße
Liete

Hallo Gale,

ich hatte das auch mit 18 so schlimm wie du,habe mir dann beim
nächsten entzündungsfreien Zeitpunkt die Mandeln mit örtlicher
Betäubung rausnehmen lassen.Ist jetzt 30 jahre her,bin seitdem
selten krank und habe alle 5 Jahre mal etwas halsschmerzen,also
kann ich nur empfehlen…

Gruss Michael

Hallo,

ich (jetzt 45) habe meine Mandeln mit 4 Jahren herausbekommen. Ich hatte dauernde Entzündungen und nach Ablinkgen sind die Mandeln immer etwas dicker geblieben als vorher. Nach der 4. Angina meinte der Arzt wohl, beim nächsten Mal könnte ich im schlimmsten Fall ersticken, wenn sie ganz zuschwellen. Also kamen sie raus. Seitdem war ich wesentlich weniger krank als vorher - Seitenstrangangina o.ä. habe ich nie gehabt.

Interesant ist, dass es bei meinem Sohn (heute 18) genauso war - auch mit 4.

Also - raus damit.

Alles Gute,
Maren

Hi,

ich hatte das auch mit 18 so schlimm wie du,habe mir dann beim
nächsten entzündungsfreien Zeitpunkt die Mandeln mit örtlicher
Betäubung rausnehmen lassen.Ist jetzt 30 jahre her,bin seitdem
selten krank und habe alle 5 Jahre mal etwas
halsschmerzen,also
kann ich nur empfehlen…

Hier schließe ich mich mal an. Auch bei mir wurden mit 19 die Tonsillen entfernt. (Vor nunmehr 21 Jahren). Hatte danach nur 1 mal eine Seitenstrangangina, kaum mal Halsschmerzen.

Was ich noch zufügen möchte:

  • Ich habe mir auch nur eine lokale Betäubung geben lassen, dies muß aber nicht sein. Die Narkosen heutzutage sind so sanft, da kann man sich ruhig mal ein paar Minuten schlafen legen lassen.

  • Ich würde es (auch wenn ambulant Angeboten) stationär machen lassen.

  • Je älter man wird umso heftiger sind hinterher die Schmerzen.

  • Die Kinder damals auf der Station rannten schon am 2.-3. Tag wieder auf dem Gang rum, während wir Erwachsenen fast 1 Woche mit Schmerzen im Bett lagen.

Gruß Motorradmieze

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bei Entzündungen kann man auch alternativ Enzyme ausprobieren,
wie (Wobenzym Drg. oder Phlogenzym Tab.) und z.B. noch mit
Mallebrin Lös. gurgeln. Der Wirkungseintritt dauert nur etwas
länger.

Stimmt, nur so ein paar Wochen länger.

Nach einem Antibiotikum ist es wichtig, z.B. mit Omniflora-N
Kaps. eine Darmsanierung zu betreiben. Ich schlucke immer zur
Sicherheit 50 Stück.

Wir wollen der Herstellerfirma was zu verdienen geben, Darmanierung nach Antibiotika - ach, wenn die Gebrüder Grimm nur etwas davon gewußt hätten!

Bei einem Erkältungsanflug gönne ich mir sofort eine 200 ml
Fl. Zitronensaft mit Tee. Oft kann ich sie dann abbiegen oder
verkürzen.
Probier es aus, bevor Du Dich für eine OP entscheidest.
Schließlich hat jedes Organ eine Funktion.
Mandeln dienen dem Lymphsystem zur Entgiftung.

Was wird denn da entgiftet?

Bei einer
Entfernung bleibt Dir dann nur noch der dann überlastete
Blinddarm.

Was hat denn nun der arme Blinddarm damit zu tun? Ach ich weiß: Da wachsen die Shirota oder Actimel-Bakterien.

Mit etwas Pech meldet er sich nach einigen Jahren.
Entscheide nun selbst, aber das ist meine Meinung dazu.

Und wenn in diesem Posting nur eine Spur von medizinischem Wissen wäre - das wär’ Klasse!

Aber dennoch

Viele Grüße

Priamos, recht amüsiert.

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Hi,

habe meine Mandeln mit 36 rausbekommen. Ich hatte als Jugendlicher regelmäßig eitrige Entzündungen, bis mir mein HNO gesagt hat, beim nächsten Mal kommen sie raus. Ab da war Ruhe bis eben vor 5 Jahren. Da war es nach einem Tauchurlaub mit Mittelohr- und eitriger Mandelentzündung so weit. Der HNO sagte mir wörtlich: „Da spritzt der Eiter schon wenn Sie den Mund aufmachen“. Lecker …
Da meine Mandeln völlig vernarbt und riesig waren haben wir dann kurzen Prozess gemacht. Schön war es nicht, aber krank bin ich seit dem genau so oft wie vorher, nämlich so gut wie nie.

Ich habe ungefähr eine Woche stationär gelegen/gelaufen. M.M. nach ist die Zeit hauptsächlich dafür da um fachkundiges Personal für den Fall von Nachblutungen bereit zu haben. Ich habe meinen Bruder im Alter von 7 Jahren in einer ziemlich wiederlichen Blutlache gefunden des Nachts als seine Mandelwunde wieder aufgebrochen ist.

Gruß
C.