Mandeln raus?!

Hallo,

folgende Frage: Wann ist es wirklich sinnvoll, sich die Mandeln entfernen zu lassen? Ich kann mich noch gut erinnern, alle meine KIndergartenfreunde bekamen sie fast schon routinemässig raus, das war so Angang/Mitte der 70er Jahre. Ich hab sie noch, und jetzt hab ich das Problem, dass ich eine Mandelvereiterung habe. Meine HNO-Ärztin will die Mandeln rausnehmen, weil sie „schlecht“ sind. Wohlgemerkt hatte ich noch nie in meinem Leben eine Mandelvereiterung, zuletzt erkältet war ich 1999, und zum letzten mal Antibiothikum hab ich genommen … vor 12 Jahren. Das dumme ist nur,dass die Erreger, die mir derzeit zu schaffen machen, zwar auf Penicillin ansprachen, aber 4 Tage nach Absetzen des Antibiotikums (10 Tage lang genommen) wieder da sind. Muss ich mir jetzt wirklich die Mandeln rausnehmeen lassen?

Grüsse
Anna

Hallo Münchnerin,
Bei meiner letzten Mandelvereiterung vor fast 10 Jahren gab mir ein HNO-Arzt einen Termin zum Mandeln entfernen. 3 Tage vor dem Termin klärte mich ein Heilpraktiker so auf: Mandeln seien sehr leicht zu therapieren und sollen nicht einfach rausgeschnitten werden, nur damit ein HNO-Arzt ein Bett im Krankenhaus „vermietet“ hat. Er gab mir ein Medikament und seit fast 10 Jahren geht es mir und meinen Mandeln gut. (Ich hatte fast 30 Jahre jährlich wiederkehrende Probleme.)

Viele Grüsse
grey

Hi, Anna
ich kann grey nur zustimmen, heute ist man üblicherweise mit dem Mandelrausnehmen nicht mehr so schnell wie damals. Die Mandeln sind ein natürlicher Schutz gegen Erkältungen, weil sie schon viele Erreger abfangen - hat mir mal jemand erklärt. Wenn du regelmäßig mehrmals im Jahr Probleme mit den Mandeln hast, dann solltest du überlegen, ob du sie rausnehmen lässt. Jetzt würde ich erstmal weiterbehandeln, vielleicht sogar zum Heilpraktiker gehen statt zum Arzt, damit hab ich auch gute Erfahrungen gemacht. Musst du halt selbst zahlen.

Gruß, die - leider mandellose - Elbin

hallo anna,

ich muß meinen vorrednern auch zustimmen:

nach langwieriger quälerei mit entzündeten mandeln, die immer mit penicillin behandelt wurden - ich hatte die gleichen „rückfälle“ wie du und schließlich bei jedem luftzug eine neue mandelentzündung (oder die alte flackerte auf - was weiß ich?) - geriet ich durch zufall an einen allgemeinmediziner, der auch in homöopathie machte. einen tag nachdem ich zum 1. mal die medizin (der ich seeeeehr skeptisch gegenüberstand. hatten doch „richtige“ medikamente bisher nix gebracht - und jetzt sowas?) eingenommen habe, klang die entzündung ab. noch einen tag später war sie verschwunden - und ist bisher noch nicht wieder gekommen. das war vor 15 jahren.

gruß
ann

Hallo Münchnerin,

ich würde mir an deiner Stelle die meinung eines 2. Artes holen.
Ich habe mir erst mit 28 die Mandeln entfernen lassen (hatte ständig Entzündungen) udn kann Folgendes berichten:

  1. Die Operation ist für Erwachsene sehr schmerzhaft (ich beziehe mich nicht auf die Operation an sich, sondern auf das „danach“), ich konnte drei Wochen lang nur Wasser oder Tee schlucken.

  2. Ich bin allerdings froh, dass ich die Operation gemacht habe. Seitdem ise es Ruhe, und ich bin auch nicht mehr so oft erkältet.

Aber wie gesagt: Hol dir noch eine Meinung, ob es tatsächlich nötig ist.

Viel Glück!

Ciao
Camilla

und wie heißt das Medikament???
Hallo
Ich habe ganz genau das gleiche Problem, kaum ist die Halsentzündung weg, so kommt die nächste gleich nach, hervorgerufen durch tatsächlich nur einen Lufthauch! Nun ist meine Frage, wie das Medikament heißt,das die wahren Wudner vollbringt! Denn mein Arzt hat auch gesagt, jetzt therapieren wir noch 30 tage mit Antibiotikum und wenn es danach nicht gut ist müssen sie raus, die Mandeln.Aber da ich jetzt schon die letzten vier Monate so gut wie durchgängig Antibiotika schlucke, weiß ich nicht ob dieses noch anschlägt!
Danke und Gruß.

die medikamente heißen…
es waren 2, die ich gleichzeit verordnet bekam und seitdem auch immer im arzneischränkchen habe.

1.) lymphomyosot
Anwendungsgebiete: Zur Anregung der Selbstheilungstendenz zur Verbesserung der Bindegewebs-entschlackung und bei Neigung zur Überentwicklung der lymphatischen Organe und Neigung zur Ödembildung (Lymphatismus), insbesondere nach Operationen und Verletzungen, bei Abwehrschwäche, sonstige Drüsenschwellungen, Vergrößerung der Mandeln (Tonsillarhypertrophie) und bei chronischer Mandelentzündung (Tonsillitis).

2.) symbioflor 1
_Anwendungsgebiete: Mikrobiologische Therapie mit Symbioflor®-Präparaten bieten sich bei allen Krankheiten an, die mit einem gestörten Immunsystem einhergehen:

Akute und chronische Infektionen
Erkrankungen der oberen Luftwege (Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Rachenmandeln und Bronchitis)_

aber bitte vor einer selbstmedikamentation zu einem in der homöopathie kundigen arzt gehen.

gute besserung
ann

Hallo!

Ich kann sagen, dass es sich bei mir gelohnt hat. Ich war dauernd erkältet, hatte einen Mandelentzündung nach der anderen. War mindestens ein Jahr kaum mal gesund. Antibiotika halfen auch schon nicht mehr, von anderen Mitteln mal ganz zu schweigen. Seit die Mandeln raus sind, habe ich noch ca. eine Erkältung pro Jahr (und die ist auch längst nicht mehr so schlimm wie die vorher).

Es war zwar elendig, hat bei mir auch noch ein halbes Jahr später etwas geschmerzt, aber es hat sich gelohnt.

Viele Grüße, Vanessa

Hallo mal wieder,

entgegen aller Arztmeinungen, die mir immer angekündigt haben, dass sie wohl bald raus müssen, hab ich meine Mandeln immer noch.

Allerdings - und das muss ich einschränkend sagen - mal sehen wie lange noch.

Denn es gibt zwei Faktoren die man berücksichtigen muss: Hat man fast schon eine chronische Mandelenzündung? Dann sollte man sie wirklich raus machen lassen.

Ist’s nur hin und wieder mal: Dann müssen die nicht raus! im Gegenteil… da ist mir das alle mal noch lieber als dass die Verursacher gleich tiefer eindringen.

Gruß Ivo

Hallo Anna,

eigentlich haben die anderen das meiste schon gesagt:
Raus sollten die Mandeln wirklich nur, wenn’s gar nicht anders geht! Denn die sind ja nicht zur Verzierung da, sondern „filtern“ irgendwelche Krankheitserreger raus, bevor die sich sonstwo niederlassen :wink: Mein HNO hatte mir damals gesagt, daß man die nur dann rausmachen soll, wenn man mehr als 4mal im Jahr wegen der Mandeln krank ist. Bei mir waren die Mandeln aber leider so zerklüftet und vereitert, daß gar nix anderes übrig geblieben ist, als sie zu „opfern“.
Und glaub bloß nicht, daß Du danach kein Halsweh mehr hast! Ich hab keine Mandeln mehr und trotzdem noch Halsweh :wink:
Ansonsten war’s bei mir schon gut, die Teile rauszumachen, inwzischen ist Ruhe, es war halt doch ein ständiger Eiterherd im Hals…
Zur Operation selber: Meine Erfahrung ist die, daß die Leute mit steigendem Alter mehr drunter leiden! Sprich, die Kinder waren schon am Nachmittag nach der OP wieder am Rennen, die Väter haben nach ner Woche die ersten wackligen Schritte aus dem Zimmer raus gewagt und die noch älteren waren gleich mal für 2 Wochen außer Gefecht gesetzt. Bei mir ging’s eigentlich ganz gut ab, allerdings hatte ich mit dem Schlucken vom trockenen Brötchen am anderen Morgen so meine liebe Not *g* Von wegen Eis und so! *immernochbeleidigtbin*
Dann noch ne Sache (vielleicht ist die Euch allen hier selbstverständlich, ich hatte das nich gewußt): Wenn Du Dich von Deinen Mandeln unter Vollnarkose trennst, setz die Pille ab vorher :wink: Ich hab mir deswegen beinah die Seele aus dem Leib gek****, was natürlich bei ner Wunde im Rachen nochmal so ekelig ist *g*

Mandellose Grüße

Petzi

hallo anna,

es gibt hno-ärzt die befürworten eine mandelentfernung (tonsillectomie) und es gibt welche , die befürworten es nicht so schnell.
selbst wenn du keine beschwerden seitens deiner mandeln hast, können sie dir als sogenannter „krankheitsherd“ beschwerden ín form von harnwegsinfekten, herzmuskelentzündungen und auch gelenkbeschwerden bescheren.
was nütz es dir wenn du deine mandel noch hast aber ständig Antibiotikum nehmen mußt, weil du eine starke entzündung hast.
von diesen begleiterkrankungen die ich dir eben nannte, habe
ich schon einige selbst gesehen.
ich rate dir, lass dir die mandeln entfernen, auch wenn es eine wirklich unangenheme operation ist. (ich bin op-pfleger und war auch 2 jahre in einer hano-abteilung tätig)

ich kann auch die eltern nicht verstehen, die ihren kindern erst die polypen herausnehmen lassen und dann während einer 2. operation die mandeln, weil sie angeblich so wichtig sind.
aber ihrem kind eine 2.narkose mit all ihren risiken zuzumuten,
daüber machen sie sich keine gedanken.
meine beiden söhne haben beide keine mandeln und keine polypen mehr und denen geht es sehr gut.
mfg
bernd

vielen Dank, ich mach mich mal schlau
Gruß, katharsis

Hai, Anna,

mir wollten sie (die diversen Ärzte) auch dauernd die Mandeln rausnehmen, wegen häufiger Infektionen. Mit 18 hatte ich dann wieder mal 'ne Angina: zum Arzt gegeangen, 14 Tage Antibiotika, 14 Tage Ruhe, neue Angina, 14 Tage Antibiotika, 14 Tage Ruhe, neue Angina; und da hat mich mein Freund zu seinem Hausarzt geschleppt. Der hat mir dann Quaddeln ins Ohr gesetzt und Lutschbonbons gegeben und mir erklärt, daß die Mandeln wichtig sind und Antibiotika unserem Immunsystem Schwierigkeiten bereitet, weil sie zwar Bakterien niedermachen (so die nicht schon immun sind), jedoch das Gleichgewicht unseres Immunsystems stören. Tja, und während ich in Kindheit und Jugend zwischen 10 und 20 mal Angina pro Jahr hatte, hatte ich seit dem nur noch eine einzige und um 'ne OP bin ich auch rumgekommen. Anders sähe es, laut meinem Hausarzt bei einer chronischen Angina aus.

Gruß
Sibylle

Hallo,

chronische M-Entzündungen können langfristig Nierenversagen,
Herzkrankheiten oder rheumatischem Fiber hervorrufen.

Bei mir haben wegen dieser Dinger meine Nieren versagt.
Mit viel Glück, einen vierteljährigen Krankenhausaufenthalt und
insgesamt 2 Jahre Genesung konnte ich ohne weitere Schäden gerade noch geheilt werden.
Die Mandeln wurden entfernt!!

mfg; Josef

Danke für Eure Antworten
Hallo,

vielen herzlichen Dank für Eure zahlreichen Antworten.

Viele Grüsse
Anna