Manisch/depressiv

Hallo,
auch wenns blöd klingt, aber ich muss einfach mal fragen:
Ich bin manisch/depressiv. War schon bei den verschiedensten Ärzten, aber außer den 5 € für jedes „Medikament“ hats nichts gebracht.
Wo kann ich selbst ansetzen? Bin heute gerade mal gut drauf, kann aber morgen früh, wenn ich mit meinem Hautarzt streite gleich wieder umklappen.
Mal zwei oder drei Tage oben und dann die gleiche Zeit wieder ganz tief unten. Ich weiß einfach nicht weiter.
Aber ich weiß einfach nicht, was die nächssten Tage bringen werden.
Ich bin selbstständig, müsste 26 Stunden am Tag arbeiten. Aber bei 14 klappt alles zu.
Hätte ich doch Hartz-4 nehmen sollen?
Oder hat jemand 'nen Superauftrag?
Ich weiß im Moment nicht weiter. Hatte heute zwei verdammt gute Telefonate, aber da können ja schon morgen die Absagen kommen.
*HEUL*
Zeulino

Hallo,
wurde denn diesbezüglich eine Diagnose gestellt? Wieviele Präparate hast Du probiert? Hast begleitend auch eine Therapie gemacht?
Trinkst Du Alkohol?
Sind Deine Eltern vom gleichen Verhaltenstyp? Manchmal ist es eben keine „Krankheit“, sondern eine Persönlichkeit, die man nur durch eine Psychotherapie etwas bändigen kann, aber nicht ganz ausschalten.

Viele Grüße

Hallo Zeulino,

ich finde die Frage nach Deiner Diagnose sehr wichtig. Wenn Du wirklich manisch-depressiv bist, dann gäbe es eine sehr wirksame medikamentöse Hilfe (während bei den meisten Gemütskrankheiten die Wirkung von Medikamenten oft unsicher, nicht ausreichend, oft von unerfreulichen Nebenwirkungen begleitet usw.ist). Leider werden diese Bezeichnungen oft auch im Alltag verwendet - „ich bin ja richtig manisch geworden, als …“ oder „ich schieb grade nen Depri …“
Aber eine solche Diagnose kann nur ein guter Fachmann stellen, am besten ein solider Psychiater. Der wüßte auch, welche Medikamente eingesetzt werden könnten / dürften/ sollten.

S.I.

Hallo!

Ich bin manisch/depressiv

Streng genommen ist die Diagnose einer Manie oder Hypomanie mit den gelieferten diagnostischen Angaben nicht erfüllt. Derartig schnelle Zyklenwechsel (=Rapid-Cycling) sind im Rahmen einer Bipolaren Störung äußerst selten.

Antworten auf folgende Fragen währen wichtig, dann könnte ich weiterempfehlungen aussprechen:
Was verstehst Du unter „Manisch“, was unter „Depressiv“?
Seit wann besteht die Symptomatik?
Wie lange halten die depressiven Phasen?
Wie alt bist Du?
Was arbeitest Du selbstständig?
Warst Du schon bei einem Facharzt, sprich: Psychiater, Neurologe, Institutsambulanz einer Klinik, Psychiatrisches Vorgespräch, Psychologischer Psychotherapeut, o.ä.?
Gibt es bestimmte Situationen, die für den „Phasenwechsel“ verantwortlich sind?
Wie sieht der Schlaf aus?
Welche Medikamente wurden verschrieben, wie lange hast Du es eingenommen und wann wieder abgesetzt?
Bestehen bestimmte Gefühle/Gedanken, beim Denken an die eventuellen absagen, und bestehen diese Gefühle/Gedanken auch in ähnlichen Situationen?

Bist du eigentlich auch nett zu dir selbst? Wie redest du selbst mit dir?

Wenn du nett zu dir selbst bist kannst du auch nett zu anderen sein!

lg

Bist du eigentlich auch nett zu dir selbst? Wie redest du selbst mit dir?

Wenn du nett zu dir selbst bist kannst du auch nett zu anderen sein!

lg