wer ist „euch“?
e.c.
wer ist „euch“?
e.c.
Nicht du, also ruhig Blut. Die, die mich vorher ansprachen.
Ein Lichtblick in der Tragödie:
Akrem Abo Sninah besucht am Tag nach der Amokfahrt einen der zentralen Gedenkorte auf dem Leipziger Augustusplatz. Der 43‑Jährige aus Libyen, der vor neun Jahren nach Deutschland geflohen ist, wurde am Montag Zeuge der Tat. Er schildert, wie knapp er selbst dem Anschlag entging. „Wäre ich ein paar Augenblicke später gekommen, hätte er vielleicht mich getroffen. Ich bin in die Straße eingebogen, habe den Aufprall gehört, mich umgedreht und die mitgerissene Frau gesehen.“
Abo Sninah reagierte sofort. Er sei dem Tatfahrzeug hinterhergerannt, das kurze Zeit später zum Stehen kam. Da der Fahrer das Auto von innen verriegelt hatte, versuchte er zunächst, die Scheiben einzutreten. Als dies nicht gelang, habe er gemeinsam mit anderen Passanten das Auto umstellt und den mutmaßlichen Täter damit festgesetzt.
[…]
Besonders hebt Abo Sninah das Verhalten eines Taxifahrers aus Algerien hervor, dessen Namen er nicht kennt. Dieser habe sich maßgeblich an der Festsetzung des Tatverdächtigen beteiligt: „Und er war es auch, der den Tatverdächtigen vor den herannahenden Männern schützte, die ihn angreifen wollten.“ Gemeinsam mit der Polizei habe der Taxifahrer den Verdächtigen schließlich aus dem Fahrzeug geholt.
Meinen größten Respekt vor dieser Zivilcourage.