folgenden Artikel habe ich gefunden. Ist bestimmt für einige interessant:
Mannheimer: Hilfe für Kunden
Lebensversicherung
Ein Lebensversicherer pleite? In Japan vielleicht, oder in Großbritannien, aber nicht bei uns. Falsch gedacht.
Die Mannheimer Leben ist die erste große Gesellschaft, bei der publik wurde, dass sie aus eigener Kraft nicht überleben kann. 370 Millionen Euro fehlen in Mannheim, so viel sollen die Konkurrenten in einer solidarischen Rettungsaktion einschießen. Über die letzten Details der Aktion wird in diesen Tagen beraten.
Selbst wenn die Branche sich auf eine Hilfestellung einigt, ist das keine Entwarnung für die Versicherten. Vor allem die 350 000 Kunden der Mannheimer mit langlaufenden Lebensversicherungen sorgen sich. Sie erhalten auf ihre angesammelten Guthaben nur noch den Garantiezins von 3,25 bis 4 Prozent.
Die Mannheimer-Kunden sind nicht die einzigen, die unruhig schlafen. Nahezu alle deutschen Versicherer stecken nach Verlusten an den Börsen in einer tiefen Krise. Der Branchendienst „map-report“ schätzt, dass die Assekuranzen nahezu 100 Milliarden Euro Anlegerkapital versenkt haben.
Allein um die Aktienverluste der vergangenen Monate auszugleichen, müssten die deutschen Lebensversicherer bis zu sieben Jahre im Schnitt eine jährliche Rendite von etwa fünf Prozent erzielen, rechnete John McLaughlin, Portfolioexperte der britischen Fondsgesellschaft Schroders, aus. Aber wie? Nicht einmal mehr mit langlaufenden Anleihen lassen sich solche Zinsen verdienen.
Grüße
Rasimund
Quelle: WIRTSCHAFTSWOCHE, wiwo.de vom 26.06.2003
