Korrekturen und Hinweise für die weitere Suche
Hallo ihr zwei,
es handelt sich mit ziemlicher Sicherheit um dieses MS:
http://www.lib.latrobe.edu.au/MMDB/MusicDBDB/single…
Mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht, lieber Bona. Das von Dir verlinkte Manuskript ist in Perugia und stammt aus dem 14. Jh.
Sucht man aber etwas im Internet herum (beispielsweise bei Amazon), dann stellt sich heraus, dass als Komponist der CD „Manuscript of the Holy Sepulchre of Jerusalem Anonymous“.
Sucht man mit dieser Information etwas weiter, dann findet man mehrere Seiten, welche als Bibliothek dieser Handschrift das Musée Condé in Chantilly Paris angeben.
Die Kataloge des Musée Condé sind nicht online in den anderen digitalen Katalogen zugänglich, sondern nur in gedruckter Form konsultierbar. Es gibt deren drei (einer davon dürfte in jeder Unibibliothek zu finden sein):
- [Léoplold Delisle, Gustave Macon], Chantilly, Le Cabinet des livres : Manuscrits, introduction de Henri d’Orléans, 1897, Paris, Plon, 1900, 1911.
- Catalogue général des manuscrits des bibliothèques publiques de France : Paris, Bibliothèques de l’Institut, musée Condé à Chantilly, Bibliothèque Thiers, musées Jacquemart-André à Paris et à Chaalis, Paris, Plon, 1928.
- Charles Samaran et Robert Marichal, Catalogue des manuscrits en écriture latine portant des indications de date, de lieu ou de copiste : tome I : musée Condé et bibliothèques parisiennes, Paris, Centre national de la Recherche scientifique, 1959. 2 vol.
Sucht man online im Generalindex des CMDF (Catalogue des Manuscrits Datés de France) mit Jerusalem als Entstehungsort (http://aedilis.irht.cnrs.fr/cmdf/cmdfFrame.htm?D=C&L…), findet man allerdings auch eine HS mit der Signatur Paris, Bibl. nat. lat., also Bibliothèque nationale für dasselbe Jahrhundert als Datierung.
Demnach gibt es entweder zwei HS aus dem 12. Jh aus Jerusalem in Paris (einmal Condé, Chantilly und einmal Paris, BNF) oder aber die HS hat die Bibliothek gewechselt.
In einem anderen Katalog für Signaturen allerdings, habe ich dann eine Liste der Manuskripte des Musée Condé gefunden: http://www.univ-nancy2.fr/MOYENAGE/UREEF/MUSICOLOGIE…
Ein „Bréviaire du Saint Sépulchre“, aber aus dem 13. Jh. (hat aber nicht viel zu heissen), mit genauen Angaben über Handschriftenbeschriebe in drei weiteren Katalogen.
Welches nun genau verwendet wurde, lässt sich so nicht klären.
Das Einfachste wäre die CD im Spezialgeschäft anschauen.Im Beiheft steht sicherlich die Signatur der verwendeten HS und damit könnte man dann genauer weitersuchen.
Oder aber man könnte auch einfach den Verantwortlichen für die HS in Chantilly (http://www.chateaudechantilly.com/html/1chateau/cadr…kontaktieren) und nachfragen, denn wenn es für eine Aufnahme benutzt wurde, dann weiss er das mit Bestimmtheit.
Die Beschreibung scheint mit ein bisschen zu detailreich für
unser normales Wissen um die Aufführungspraxis damaliger
Musik, aber man kann ja nie wissen.
Das kann ich nun nicht ganz nachvollziehen, da Texte über Ausfrührungspraxis liturgischer Gesänge durchaus vorhanden sind. Ob solche Hinweise (wie?, wann?..) aber in derselben Handschrift enthalten sind, kann ich natürlich nicht sagen.
Grüsse
Y.-