Maple oder Mathematica

bis jetzt arbeite ich mit Maple und komme auch solala damit zurecht. Aber ist Mathematica vielleicht besser? Wer hat Erfahrungen?

sind beide sehr gut und konkurrenzprodukte. die leistungefähigkeit ist je nach gebiet bei beiden ähnlich; mathematika ist meist bei fortgeschrittenen usern beliebt, aber der syntax ist etwas mühsamer (finde halt ich) zu lernen.
wenn du simulationen ´fahren´ möchtest ist zB matlab sehr gut, aber analytisch kommt es an die beiden anderen nicht heran…

grüße
dieter

bis jetzt arbeite ich mit Maple und komme
auch solala damit zurecht. Aber ist
Mathematica vielleicht besser? Wer hat
Erfahrungen?

bis jetzt arbeite ich mit Maple und komme
auch solala damit zurecht. Aber ist
Mathematica vielleicht besser? Wer hat
Erfahrungen?

Hallo,
ich habe ein Jahr lang Mathematica benutzt,
und es hat mich fast in den Wahnsinn getrieben. Kann sein, dass die bugs mit der Implementierung unter UNIX zu tun haben, aber ich habe eben nach diesem einen Jahr beschlossen, NICHTS mehr zu benutzen, in das ich keinen Einblick habe, und nur noch selber zu programmieren (was ich in fortran77 tue). Seit ich das mache, brauche ich mich nicht mehr "uber undurchsichtiges Verhalten und bugs zu "argern, und brauche (dank NUMERICAL RECIPES) auch nicht wesentlich l"anger. Ausserdem kann ich mich auf die Ergebnisse verlassen. Maple l"auft meines Wissens auch nicht wesentlich stabiler. Also, wenn ich Dir einen Rat geben darf - mach’s selber, und programmiere immer in einer stabilen Sprache. Graphische Benutzeroberfl"achen sind so sinnlos wie dem Papst sein Sack.

Kann sein, dass die bugs mit
der Implementierung unter UNIX zu tun
haben, aber ich habe eben nach diesem
einen Jahr beschlossen, NICHTS mehr zu
benutzen, in das ich keinen Einblick
habe, und nur noch selber zu
programmieren (was ich in fortran77 tue).
Seit ich das mache, brauche ich mich
nicht mehr "uber undurchsichtiges
Verhalten und bugs zu "argern, und
brauche (dank NUMERICAL RECIPES) auch
nicht wesentlich l"anger. Ausserdem kann
ich mich auf die Ergebnisse verlassen.
Maple l"auft meines Wissens auch nicht
wesentlich stabiler. Also, wenn ich Dir
einen Rat geben darf - mach’s selber, und
programmiere immer in einer stabilen
Sprache. Graphische Benutzeroberfl"achen
sind so sinnlos wie dem Papst sein Sack.

Das ist ja ein schoener Spruch. Aber Mathematica kommt ganz ohne grafische Oberflaeche aus. Auch unter Unix. Ausserdem ist es sehr viel einfacher zu programmieren, als Fortran. Numerik- oder sonstige Bibliotheken hin oder her.

Ausserdem muss man nicht alles selbst programmieren, da eben schon sehr viele Dinge die einem als Mathe-Anwender begegnen (ODE, Fourier- und sonstige Transformationen, Integration etc.) bereits implementiert sind.

Ich habe Mathematica den Vorzug gegeben, nachdem ich mit Maple auch so meine Probleme hatte.

Matlab ist fuer numerische Loesungen insbesondere dank Simulink sehr gut. Allerdings fehlt mir da etwas die Maechtigkeit eines Algebra-Systems.

Gruss

Jens

Ausserdem ist es sehr viel einfacher zu
programmieren, als Fortran. Numerik- oder
sonstige Bibliotheken hin oder her.

Das wage ich ja stark zu bezweifeln.

Ausserdem muss man nicht alles selbst
programmieren, da eben schon sehr viele
Dinge die einem als Mathe-Anwender
begegnen (ODE, Fourier- und sonstige
Transformationen, Integration etc.)
bereits implementiert sind.

Ja, aber genau das kann einem unheimlich Probleme bereiten, wenn man n"amlich nicht genau durchschaut, was da passiert. Wenn Du selber programmierst, kannst Du Dir z.B. "uberlegen, ob die Funktion, die Du gerne integrieren m"ochtest, glatt ist, und wie sie sich an den Integrationsgrenzen verh"alt, und dann kannst Du entscheiden, welchen Integrator Du benutzt, und wie Du die Schrittweitensteuerung machst. Das kannst Du nicht, wenn Du einfach ‚‚Integrate[…,{x,x1,x2}]‘‘ sagst, und dann brauchst Du Dich auch nicht zu wundern, wenn da Mist rauskommt. Ich finde es halt prinzipiell gef"ahrlich, Programme zu benutzen, die man nicht selbst geschrieben hat, oder zumindest durchschaut, weil man sich dann eben auf die Richtigkeit nicht verlassen kann. Und da gerade f"ur numerische Probleme jede Menge Bibliotheken existieren (und zug"anglich sind, so dass man die Routinen verstehen kann), kann man sich versteckte Fussangeln ja ersparen.

Ausserdem ist es sehr viel einfacher zu
programmieren, als Fortran. Numerik- oder
sonstige Bibliotheken hin oder her.

Das wage ich ja stark zu bezweifeln.

Das mag ja noch angehen, wenn man selbst wirklich Programme schreiben muss/soll. OK (man ist vielleicht Fprtran oder C gewohnt)

Wenn Du selber programmierst, kannst Du
Dir z.B. "uberlegen, ob die Funktion, die
Du gerne integrieren m"ochtest, glatt
ist, und wie sie sich an den
Integrationsgrenzen verh"alt, und dann
kannst Du entscheiden, welchen Integrator
Du benutzt, und wie Du die
Schrittweitensteuerung machst.

Genau! Man muss die Mathematik schon genau kennen, bevor man mit Tools wie Mathematica oder Maple rummacht.

Das kannst
Du nicht, wenn Du einfach
‚‚Integrate[…,{x,x1,x2}]‘‘ sagst, und
dann brauchst Du Dich auch nicht zu
wundern, wenn da Mist rauskommt.

Noe. Aber Du kennst Die Anleitung zu Mathematica? Da gibt es unglaublich viele Optionen zu solch fundamentalen Dingen wie Integrate … dutzende von Algorithmen, Schrittweitensteuerung etc. …

Ich finde es halt prinzipiell gef"ahrlich,
Programme zu benutzen, die man nicht
selbst geschrieben hat, oder zumindest
durchschaut, weil man sich dann eben auf
die Richtigkeit nicht verlassen kann.

Plausibilitaets-Kontrolle des Ergebnisses ist natuerlich Pflicht. Da sollte man sich nie blind drauf verlassen. Man kann auch einen fertigen Algorithmus „aus der Tuete“ falsch implementieren.

Und da gerade f"ur numerische Probleme jede
Menge Bibliotheken existieren (und
zug"anglich sind, so dass man die
Routinen verstehen kann), kann man sich
versteckte Fussangeln ja ersparen.

Ja, numerik-Bibliotheken gibts wirklich in Huelle und Fuelle. Aber wenn man das ganze algebraisch loesen moechte (weil es z.B. numerisch gar nicht geht), dann ist Mathematica wirklich ein sehr maechtiges Werkzeug. Selbst programmieren moechte ich das nicht.

Aber im Prinzip bin ich aber Deiner Meinung. Man sollte nachvollziehen koennen, was warum abgeht in einem solchen Programm.

Gruss

Jens

Mathematica oder Fortran (von mir aus auch
C), diese Entscheidung faellt jeder fuer
sich. Ich denke, numerische Programme zur
Loesung ganz spezieller Aufgaben sind unter
Mathematica schon deshalb nicht praktisch,
weil sie um Klassen langsamer sein duerften
als kompilierte F77 oder C-Routinen. Man
kann aber Mathematica zu Hilfe nehmen, um
die Funktionsfaehigkeit einzelner Routinen
zu ueberpruefen. Wobei Mathematica wirklich
hilfreich sein kann, ist die Kontrolle
algebraischer Rechnungen. Was den Verlass
auf die Ergebnisse angeht, ich wuerde sogar
die Ergebnisse der eigenen Routinen
anzweifeln, schliesslich haben
Computerprogramme die Angewohnheit „buggy“
zu sein. Ein leibhaftiger Numeriker sagte
mal so passend: „Numerik ist Experimental-
Physik“. Im ersten Moment war man der Ver-
fuehrung nahe, diesen Menschen fehlenden
Verstand vorzuwerfen, doch wenig spaeter,
waehrend man seinen Ausfuehrungen lauschte,
musste man ihm eingestehen, dass er Recht
hatte. Bei jedem Numerik-Ergebnis kommt man
nicht darum herum, eine plausible
Interpretation fuer jedes erstaunliche
Detail im Ergebnis zu finden.
Moeglicherweise liegt es doch nur am
divergenten Verhalten des diskretisierten
Differentialgleichungssystems, an der
ungeeigneten Wahl der Stuetzpunkte etc. etc.
Ergebnisse, ob F77 oder Mathematica,
benoetigen immer ihre Beachtung, beide
auf ihre eigene Weise.

MEB

Also, wenn ich Dir
einen Rat geben darf - mach’s selber, und
programmiere immer in einer stabilen
Sprache. Graphische Benutzeroberfl"achen
sind so sinnlos wie dem Papst sein Sack.

Autsch!
Der Frust saß tief, was…?

MEB

Autsch!
Der Frust saß tief, was…?

MEB

Tach, MEB!

Ja, allerdings! Mathematica ist Teufelszeug, eigens dazu erfunden, Leute in den Irrsinn zu treiben!!!

Ja, allerdings! Mathematica ist
Teufelszeug, eigens dazu erfunden, Leute
in den Irrsinn zu treiben!!!

Vielleicht sind Knoblauch und Holzpflock
hilfreich, vielleicht auch ein Exorzist
oder ein erhobenes Kruzifix mit lautem
Getoene: „Wwwwweiche, Du geformelte Brut
des Satans!!!“

MEB

Vielleicht sind Knoblauch und Holzpflock
hilfreich, vielleicht auch ein Exorzist
oder ein erhobenes Kruzifix mit lautem
Getoene: „Wwwwweiche, Du geformelte Brut
des Satans!!!“

MEB

Das ist eine hervorragende Idee, die sicherlich auch gegen anderes Computer"ubel hilft. Ich werde mein Terminal sofort mit Knoblauch umkr"anzen und mit erhobenem Holzpflock programmieren. Denn Computer sind eine Geissel der Menschheit, wie man ja weiss.

Denn Computer sind eine
Geissel der Menschheit,…

…das Leiden der User, der Alptraum der
Programmierer, das Geschrei der
Verzweifelten, der Wahnsinn des
uebernaechsten Freitag…

In dem Sinne, einen guten Rutsch ins
neue Jahr (-zehnt,-hundert,-tausend)!

MEB