Hallo Leute,
ich möchte mich zum kommenden Wintersemester gerne für den Studiengang Fotodesign bewerben. Nun suche ich einen guten Mappenvorbereitungskurs, möglichst im Münchner Raum. Leider finde ich keine Kompaktkurse, die nur 1-3 Wochen dauern. Hat vielleicht jemand einen Tipp für mich?
Danke und viele Grüße
Moni
Hi
vermutlich weil eine Bewerbungsmappe eine Entwicklung über einen längeren Zeitraum widerspiegeln soll um dem Prüfer einen Einblick in die Entwicklung der Fähigkeiten geben soll.
Zumindest war dies in den '80ern das Ziel der Mappensichtung.
A
Ja das mag wohl sein. Aber es muss doch auch leute geben, die, wie ich, es sich nicht leisten können, sich ein halbes jahr lang vollzeit auf die bewerbung vorzubereiten. Ich arbeite ja vollzeit. Was natürlich auch eine Möglichkeit wäre, wären abendkurse. Aber sowas habe ich auch noch nicht entdeckt. ich bin für alle Tipps dankbar…
Gruß
Moni
Hi
es geht nicht darum nen LANGEN Kurz zu finanzieren. Es gibt auch Leute die beschäftigen sich mit Fotografie seit dem 5ten Lebensjahr, interessieren sich für die Technik, Chemie, haben an der Schule schon die FotoAG besucht und Gestaltung gemacht, sind dann in die Digi-Fotografie reingekommen, die HABEN Arbeiten über 10 Jahre vorzuweisen.
Jemand der sich mal eben grad so überlegt hat „och, dann mach ich eben Fotodesign“ der ist mE eh schlecht dran, ob nun mit kurzem Kurs oder „langem“ - er wird jedenfalls NICHT in der Mappe mitbringen, was die Mappenprüfungskommission sehen will.
Die Leute werden euch schon in den Kursen zu ner Mappe verhelfen, aber die wird nicht ganz das sein können wenn sie ausschliesslich aus in dem Kurs erarbeiteten Sachen besteht, was die Prüfer sehn wollen. Die Kursanbieter machen das zum Kohle verdienen.
Ich habe was ganz anderes gemacht, Fachbereich 4 HDK, da bewarb sich ein Franzose ausschliesslich mit Fotos, keinerlei Zeichnungen, und wurde aufgrund der sichtbaren gestalterischen Entwicklung zur Prüfuung für Grafikdesign zugelassen (die er bestand, zeichnen konmnte er auch). Auf die Entwicklung kommts an, nicht das Medium.
A
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Hi
Jemand der sich mal eben grad so überlegt hat „och, dann mach
ich eben Fotodesign“ der ist mE eh schlecht dran, ob nun mit
kurzem Kurs oder „langem“ - er wird jedenfalls NICHT in der
Mappe mitbringen, was die Mappenprüfungskommission sehen will.
Unter Umständen schon.
Meine Schwester hatte mit Fotografie nichts am Hut -
hat sich innerhalb von drei intensiven Monaten eine Mappe zusammengestellt und wurde mit dieser Mappe an der Kunstakademie Stuttgart (FH) damals für Fotodesign zugelassen!
Die Leute werden euch schon in den Kursen zu ner Mappe
verhelfen, aber die wird nicht ganz das sein können wenn sie
ausschliesslich aus in dem Kurs erarbeiteten Sachen besteht,
was die Prüfer sehn wollen. Die Kursanbieter machen das zum
Kohle verdienen.
Meine andere Schwester hat ebenfalls solch einen Vorbereitungskurs
gemacht - allerdings für Malerei.
Nach ihren Aussagen, war der Kurs auch nicht so gut, aber
was Sie weitergebracht hat, war der Kontakt mit anderen Kursteilnehmern und die Aneignung bzw. Vertiefung von Techniken
die sie vorher noch nicht so gut kannte. Und daher war für Sie
der Kurs trotzdem gut, auch wenn Sie erst nach mehreren Bewerbungen
mit ihrer Mappe angenommen wurde, um Kunsttherapie zu studieren (was Sie dann auch erfolgreich abgeschlossen hat).
Ich habe was ganz anderes gemacht, Fachbereich 4 HDK, da
bewarb sich ein Franzose ausschliesslich mit Fotos, keinerlei
Zeichnungen, und wurde aufgrund der sichtbaren gestalterischen
Entwicklung zur Prüfuung für Grafikdesign zugelassen (die er
bestand, zeichnen konmnte er auch). Auf die Entwicklung kommts
an, nicht das Medium.
Oder aber es wird von der Komission das Potential gesehen.
gruss,
vordprefect
Hi
Unter Umständen schon.
sicher, Ausnahmen gibt es…
Meine Schwester hatte mit Fotografie nichts am Hut -
hat sich innerhalb von drei intensiven Monaten eine Mappe
zusammengestellt und wurde mit dieser Mappe an der
Kunstakademie Stuttgart (FH) damals für Fotodesign zugelassen!
naja, 3 Monate sind der Posterin zu lang. Nebenbei wird man aufgrund der Mappe erstmal nur zur AUFNAHMEPRÜFUNG zugelassen, die Mappe ist nur eine VORauswahl. Die Prüfung muss dann auch erst einmal bestanden werden.
Meine andere Schwester hat ebenfalls solch einen
Vorbereitungskurs
gemacht - allerdings für Malerei.
Nach ihren Aussagen, war der Kurs auch nicht so gut, aber
was Sie weitergebracht hat, war der Kontakt mit anderen
Kursteilnehmern und die Aneignung bzw. Vertiefung von
Techniken
Das kann man billiger als Gasthörer bei den normalen Kursen der Uni/Schule. Da hat man sogar den direkten Kontakt zu den Leuten die uU in der Mappenprüfungskommission sitzen. Ich kannte z.B. die 2 Profs und die meisten Tutoren über 1 Jahr lang persönlich als meine Mappe von ihnen begutachtet wurde. Das kann bei über 1200 Mappen von Vorteil sein.
die sie vorher noch nicht so gut kannte. Und daher war für Sie
der Kurs trotzdem gut, auch wenn Sie erst nach mehreren
Bewerbungen
mit ihrer Mappe angenommen wurde, um Kunsttherapie zu
studieren (was Sie dann auch erfolgreich abgeschlossen hat).
…man wird nicht aufgerund der Mappe genommen… s.o.
Oder aber es wird von der Komission das Potential gesehen
Die Kommissionen legen Wert darauf in der Mappe einerseits eine Entwicklung zu sehen - aber auch eine NICHT abgeschlossene Entwicklung. Die wollen jemand ausbilden der noch formbar ist.
Ich gehöre leider auch nicht zu der Gattung von Bewerbern, die sich schon seit ihrer frühen Kindheit mit Fotografie auseinandersetzen und schon immer wussten dass sie was mit Fotografie machen wollen.
Allerdings beschäftige ich mich doch schon seit 3 jahren damit und habe auch schon 2mal was veröffentlicht. ich hatte mich für letztes wintersemester beworben und bin leider nicht genommen worden. nachdem ich kurzzeitig beschlossen hatte mich lieber meinem beruf zu widmen, habe ich mich vor ca 2 wochen entschieden es doch wieder zu versuchen.
ich erwarte auch nicht allzuviel von den kursen aber ich möchte nehmen was ich kann um mich fotografisch weiterzubringen, mich mit anderen fotografen auszutauschen und meine mappe möglichst gut umzusetzen. nur muss ich nebenbei meinen lebensunterhalt verdienen und kann mich deshalb nicht ausschließlich darauf konzentrieren.
ich bin dankbar um jeden tipp und jeden rat, diesmal will ichs nicht wieder verkacken.
Gruß
Moni
Hi
Ich hab 1,5 Jahre lang NEBEN einem Job und einer Fachschulausbildung jede freie Minute in der HDK als Gasthörer verbracht um mich auf die Abgabe der Mappe für die HDK vorzubereiten und einen Fuss in die Tür (und ins’s Gedächtnis der richtigen Leute) zu bringen.
Ich kenne Leute die an zig Schulen mehrmals abgelehnt wurden. Manche haben aufgegeben, manche ihren weg auf Umwegen genommen. Kurse zu belegen, daran hat damals jedenfalls niemand gedacht. Heute scheint sowas ein richtiger Markt zusein.
Was hältst du von ner Fotografenausbildung (Lehre) als Basis?
dann hast du nen Schein in der Tasche, hast die Zeit ne Mappe zu bauen, kannst vermutlich fotografieren.
A
Ergänzung:
nebenbei muss dir klar sein:
an der HDK wurden aus den eingereichten Mappen (damals im Schnitt 800-1200 Bewerbungen) vielleicht 60-70 zur Prüfung zugelassen. Ein Prozentsatz weit unter 10. Wenn nur 10% der Bewerber Erfahrungen in Technik und Tun haben konkurrierst du gegen dies… mit einigen 100 Anderen.
Da es mittlerweile viele Schulen gibt, wird das Verhältnis heute vielleicht nich ganz so extrem sein, es werden sich aber immer noch ein vielfaches an Leuten bewerben im Verhältnis zu den verfügbaren Plätzen.
Hallo Aniki,
Danke für die Anregung.