Es wurde in den Medien heute mehrfach darauf hingewiesen, dass niemand ab Dienstag mehr verpflichtet ist, Mark anzunehmen. Es obliegt der Gnade des Empfängers. Bisher wurde das anders dargestellt.
Abgesehen von den Problemen, die da wohl kommen, habe ich, Empfehlungen folgend, meine Geldkarte aufgeladen. Heute beim Zeitungskauf bekam ich zur Antwort, erst ab 20 DM, weil zu umständlich.
Bargeld aus dem Automaten bekam ich auch nicht mehr, weder auf EC-Karte noch auf Kreditkarte.
Bin ich damit ein Einzelfall?
Hans
Erlass des BvF
„In Deutschland kann auch nach der Umstellung auf den Euro noch bis Ende Februar überall mit D-Mark gezahlt werden. Darauf verwies am Sonntag ausdrücklich das Bundesfinanzministerium in Berlin. Per Erlass seien vom 1. Januar bis zum 28. Februar 2002 sowohl Mark als auch Euro offizielle Zahlungsmittel in der Bundesrepublik, sagte ein Ministeriumssprecher. Damit müsse der Handel definitiv auch die Mark annehmen, kein Geschäft dürfe auf der Zahlung in Euro bestehen.“
Zitat aus der FTD.
Grüße
Bernd
Bundesbank und Bundesregierung
Hallo,
die Bundesbank
http://www.bundesbank.de/lzb-h/de/euro/index_euro.htm
sagt was anderes. Die DM verliert ihre Eigenschafts als gesetzliches Zahlungsmittel. Per Erlaß ist m.W. nur geregelt, daß die DM weiter verwendet werden kann und verweist auf freiwillige Selbstverpflichtungen.
Ähnliches sagt die Bundesregierung
http://www.bundesregierung.de/frameset/index.jsp
"Während einer " Überlappungsphase " bis 28. Februar 2002 sind im Rahmen der so genannten modifizierten Stichtagsregelung Zahlungen sowohl in Mark als auch in Euro möglich, wobei als Wechselgeld Euro zurückgegeben werden wird. "
Gezwungen werden kann zur Annahme der DM niemand mehr. Ist auch logisch: Ein kleiner Einzelhändler kann nicht gezwungen werden, DM-Bestände aufzubauen, während sein gesamter Kassenbestand in Euro als Wechselgeld entschwindet.
Gruß
Christian
Geldkarte und andere Karten
Moin,
Es wurde in den Medien heute mehrfach darauf hingewiesen, dass
niemand ab Dienstag mehr verpflichtet ist, Mark anzunehmen. Es
obliegt der Gnade des Empfängers. Bisher wurde das anders
dargestellt.
siehe dazu meinen Artikel zur ersten Antwort auf Deine Frage.
Abgesehen von den Problemen, die da wohl kommen, habe ich,
Empfehlungen folgend, meine Geldkarte aufgeladen. Heute beim
Zeitungskauf bekam ich zur Antwort, erst ab 20 DM, weil zu
umständlich.
Weil zu umständlich ist Quatsch, weil zu teuer ist richtig. Die Gebühren liegen bei 0,3% vom Umsatz, mindestens aber DM 0,02. Bei den geringen Margen z.B. bei Zeitschriften usw. einfach unwirtschaftlich. Was letztlich auch der Grund ist, warum das Konzept der Geldkarte schon seit seiner Einführung gescheitert war. Im übrigen darf der Händler aber die Geldkarte nicht zurückweisen, wenn er den entsprechenden Aufkleber an seiner Tür hat. Gilt überigens auch für Kreditkarten und ec. Der Kunde mit der entsprechenden Karte muß so gestellt sein, wie ein Barzahler, das sehen die Veträge zwischen Kartengesellschaft und Händler so vor. Daher sind Hinweise wie „ec-karte erst ab DM 20“ usw. nicht erlaubt. Man muß es halt nur wissen. Bei Verstößen einfach ein Briefchen an den Kartenausgeber, d.h. GZS bei Kreditkarten bzw. Europay/Maestro bei ec-Karte. Ich habe ein entsprechendes Schreiben der GZS vorliegen. Das nehme ich zu renitenten Händlern immer wieder gerne mit.
Bargeld aus dem Automaten bekam ich auch nicht mehr, weder auf
EC-Karte noch auf Kreditkarte.
Sollte eigentlich so nicht sein. Die Banken hatten sich darauf geeinigt, bis Silvester nachmittags DM auszugeben. Leider hast Du darauf keinen Rechtsanspruch, also bist Du im Zweifel nur der Depp.
Gruß
Christian
Hallo Christinan,
so genau weiß ich es auch nicht, ich habe einfach den Artikel gelesen und mich daran erinnert als ich hier die Frage gelesen habe.
Weißt du eigentlich warum das so ist, dass in allen anderen Länder Euro und alte Währung parallel gültig sind nur in Deutschland nicht ? Gibts dafür einen bestimmten Grund oder wollen wir Deutschen mal wieder alles ganz korrekt machen
?
Grüße
Bernd
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Hallo Christinan,
Hallo Berdnd 
Weißt du eigentlich warum das so ist, dass in allen anderen
Länder Euro und alte Währung parallel gültig sind nur in
Deutschland nicht ? Gibts dafür einen bestimmten Grund oder
wollen wir Deutschen mal wieder alles ganz korrekt machen?
das liegt m.W. daran, daß sich die Deutsche Bundesregierung dem Druck der Handels-Lobby gebeugt hat, die eben die Verpflichtung aus Furcht vor vollen DM- aber leeren Euro-Kassen nicht wollte.
In anderen Ländern war der Verbraucher eben wichtiger. Aber wie woanders schon geschrieben: Dann tigert man eben am 1.1. zum Geldautomaten und zahlt am 2.1. die restlichen DM auf sein Konto ein. Damit ist man alle Probleme los. Ansonsten zahlt man eben mit der ec-Karte.
Gruß
Christian
Völlig richtig
Denn im Gegensatz zu anderen Ländern in der EU handelt es sich bei der Übergangsphase um eine FREIWILLIGE Selbstverpflichtung des Handels…
Darauf hat heute das Finanzministerium nochmals verwiesen und an den Handel appeliert sich dran zu halten
Andeswo wurde so was gesetzlich vorgeschrieben.
Gruß Ivo
Denn im Gegensatz zu anderen Ländern in der EU handelt es sich
bei der Übergangsphase um eine FREIWILLIGE Selbstverpflichtung
des Handels…
hi,
genau und jeder haendler und andere dienstleister mit bargeldfluss wäre dumm, den kunden wegzuschicken, nur weil er mit 100DM schein zahlen will. im endeffekt ist die gewinnmarge i.d.R. höher als der zinsverlust zw. konto bei der bank und kasse im portmonaie!
aus diesem grund werden viele unternehmer kassenbestände lieber erhöhen, denn kunden wegschicken zu müssen, weil kein wechselgeld da ist!
das ist eine mär und regelt der markt ganz alleine, ich habe keine panik, obwohl ich noch DM scheine in der börse habe!
gruss vom
showbee
Hallihallo,
genau und jeder haendler und andere dienstleister mit
bargeldfluss wäre dumm, den kunden wegzuschicken, nur weil er
mit 100DM schein zahlen will.
eben. Deswegen würde ich der Sache auch nicht zuviel Bedeutung zumessen wollen. Es wird jedoch in den nächsten Tagen mit Sicherheit Einzelhändler geben, denen schlichtweg das Bargeld ausgehen würde. Dann stellt sich für diesen die Frage, ob er lieber Kunden mit DM wegschickt oder später am Tage diejenigen, die mit Euro zahlen wollen.
Ausweg: Die Aufforderung, mit ec-Karte oder ähnlich bargeldlos zu zahlen, die ich schon mehrfach an Geschäften gesehen habe.
Gruß
Christian
Ausweg: Die Aufforderung, mit ec-Karte oder ähnlich bargeldlos
zu zahlen, die ich schon mehrfach an Geschäften gesehen habe.
rehi,
mal sehen, welchen umsatzrückgang gerade nun ALDI hat, da die m.E. die einzige grosse kette sind, die noch nicht flächendeckend EC terminals haben… ich persönlich zahle gerne mit karte und habe nur not-bares an mir!
wir werden in 4-6 wochen noch genug lesen, du hast recht!
gruss und schönen TV abend noch,
der showbee
Juhuu,
mal sehen, welchen umsatzrückgang gerade nun ALDI hat, da die
m.E. die einzige grosse kette sind, die noch nicht
flächendeckend EC terminals haben…
naja, die werden wohl genug Euros da haben. Bei der ganzen Intelligenz, die Aldi an den Tag legt, werden die dortselbst bestimmt nicht falsch disponiert haben.
ich persönlich zahle
gerne mit karte und habe nur not-bares an mir!
Geht mir auch so, allerdings nicht erst seit des Euros-Zeiten.
gruss und schönen TV abend noch
Wie jetzt? Werde ich überwacht? *Kamera such* *Schily anruf*
Viele Grüße
Christian
2 vernünftige Beispiele
Hi nochmal.
So macht man´s richtig:
- Bäckerkette Hinkel hat EURO-Päckchen zu je € 5,11 bzw. € 10,23 gebastelt. Wer mit DM kaufen will, muß erst ein Beutelchen erwerben und kann dann mit €uro-Münzen bezahlen.
- C&A annonciert großflächig: 20% Rabatt bei Zahlung mit ec-Karte/Kundenkarte. Gut, nicht mein Kaufhaus, aber trotzdem clever.
Gruß
Christian,
heute in allen Geschäften einziger Euro-Zahler weit und breit gewesen.