Markengerät oder 'Supermarkt'

Hallo,

die „beste meiner Freundinnen“ putzte kürzlich ihren ThinkPad G50 Deckel etwas zu heftig. Ergebnis: Der Inverter war am Arsch. LCD flackerte nur noch. Das Gerät hatte aber Garantie. Nach neun Tagen kam der ThinkPad repariert zurück. Kosten 10 Euro Porto für das verschicken an das IBM Repair-Center.
Das verschicken an den Händler hätte garnichts gekostet, außer Zeit.

die „zweitbeste meiner Freundinnen“ beschädigte die Tastatur ihres Gerikom-Laptops etwas fahrlässig. Sie stieß an das Gerät, die Tastatur flog raus. Das war im September oder November des vergangenen Jahres. Seitdem hat sie von ihrem Gerikom nichts mehr gehört. Außer, die Reparatur kostet ungefähr 190 Teuro. Gerikom will die Reparaturkosten nicht übernehmen.

Das, genau das, macht den Unterschied.

Technisch hochwertige Geräte im Supermarkt kaufen ist schlichtweg Dumm.

Gruß
Nickolas

Hallo,

also zunächst einmal gehe ich davon aus, dass Du nicht das G50 meinst (das ist ein Monitor), sondern das R50. Ausserdem vergleichst Du hier Holzäpfel mit Mangos. Den Service und die Qualität der Geräte von IBM mit Gericom zu vergleichen, ist wie der Vergleich eines Feinschmecker-Restaurants mit McD*nalds. Es ist halt nun mal so, dass die meisten Normal-Anwender den Begriff „Total Cost of Ownership“ nicht kennen und so lediglich bei Notebooks Preise und CPU-Takt vergleichen (Boah ist IBM teuer) und solche Dinge wie evtl. auftretende Probleme (und damit verbundene Servicekosten und Wartezeiten) ignorieren nur um sich nachher zu beschweren.
Wo man das Gerät kauft ist eigentlich völlig egal. Ich könnte auch ein IBM-Geräte im Supermarkt kaufen (wenn es diese dort gäben würde), der Service würde von IBM kommen und er wäre gewohnt gut und schnell.
Fazit: Wenn man ein Notebook kauft (egal von welchem Hersteller) sollte man sich für den Fall der Fälle absichern. So bietet z.B. Dell wie auch IBM auch für Privatanwender bereits beim Gerätekauf verschiedene Service-Level. Diese kosten allerdings auch. Jemand der sich beschwert, dass sein Media-Markt NB wochenlang in Reparatur ist, ist wie jemand der die Hand auf die heisse Herdplatte legt und sich beschwert wenn er sich verbrennt. Auch hier ist einfach vorher mal Nachdenken angesagt.

Gruss
Oliver

Fazit: Wenn man ein Notebook kauft (egal von welchem
Hersteller) sollte man sich für den Fall der Fälle absichern.
So bietet z.B. Dell wie auch IBM auch für Privatanwender
bereits beim Gerätekauf verschiedene Service-Level. Diese
kosten allerdings auch. Jemand der sich beschwert, dass sein
Media-Markt NB wochenlang in Reparatur ist, ist wie jemand der
die Hand auf die heisse Herdplatte legt und sich beschwert
wenn er sich verbrennt. Auch hier ist einfach vorher mal
Nachdenken angesagt.

Recht haste Oliver,

eigentlich wollte ich auch nur vor dem unüberlegten Kauf einer „Notebookwollmilchsau“ beim Supermarkt warnen.

„Tausende“ Leute rufen mich wegen dem „tollen“ Medion-Notebook an. Allen rate ich ab, keiner glaubt mir. Tolle Testberichte in der Bild, PC, Chip usw. ;-((
Qualität hat einen Preis. Das sollte auch bezahlt werden.

Gruß
Nickolas

Hi Nick,

ich will dir im Prinzip nicht widersprechen, aber …
(schlechte Angewohnheit, dieses „ja, … ABER …!“, ich weiß :wink:

die „beste meiner Freundinnen“ putzte kürzlich ihren ThinkPad
G50 Deckel etwas zu heftig. …
… Kosten 10
Euro Porto für das verschicken an das IBM Repair-Center…

Das heißt doch auch, dass IBM-Kunden deiner Freundin ihre Schusselei mitfinanzieren.

die „zweitbeste meiner Freundinnen“ beschädigte die Tastatur
ihres Gerikom-Laptops etwas fahrlässig. Sie stieß an das
Gerät, die Tastatur flog raus.

Diese Schusseligkeit müssen Gerikom-Kunden (theoretisch) nicht finanzieren.

Das war im September oder
November des vergangenen Jahres. Seitdem hat sie von ihrem
Gerikom nichts mehr gehört. Außer, die Reparatur kostet
ungefähr 190 Teuro.

Du bist sicher, dass die nicht darauf warten, dass deine Freundin den Reparaturauftrag bestätigt, oder Storniert?

Gerikom will die Reparaturkosten nicht
übernehmen.

Warum sollten sie auch?
Wer sich gegen seine Ungeschicklichkeit absichern will, für den gibt’s Versicherungen.

Technisch hochwertige Geräte im Supermarkt kaufen ist
schlichtweg Dumm.

Das ist nicht gerade nett gegenüber Besitzern, Käufern und Verkäufern.
Naja, es sind halt wohl alle dumm, die wenig Geld haben…
…und alle klug, die von einem Beispiel auf alles andere schließen können.

Gruß,
Peter

Naja, es sind halt wohl alle dumm, die wenig Geld haben…
…und alle klug, die von einem Beispiel auf alles andere
schließen können.

Du hast das falsch verstanden Peter. Obst und Käse kaufe ich bei meinem Türken, Eier in meinem „Lieblingsknast“ (die verkaufen hier tatsächlich Eier!), DVD/CD kaufe ich bei Aldi und Co.
Meine Computer baue ich selbst zusammen bzw. kombiniere.

Ein - richtig teures Gerät - wie ein Laptop/Notebook - kaufe ich aber bei einem Prof. Mit einem Prof kann ich reden. Die Verkäufern von (lidl, Aldi) usw. hat in der Regel keine Ahnung von Rechnern.

Gruß
Nickolas

Naja, es sind halt wohl alle dumm, die wenig Geld haben…
…und alle klug, die von einem Beispiel auf alles andere
schließen können.

Du hast das falsch verstanden Peter.

Ich glaube weniger, dass ich dich falsch verstanden habe, sondern ich befürchte mehr, dass diejenigen, die nicht soviel Ahnung wie du haben, dich nicht richtig verstehen werden, und nur diese Formeln erkennen werden:

Preismax => klug
Preismin => dumm

Stimmt das so, wenn jemand seine Zwecke mit einem Notebook für X,- € mit statistisch 90%iger Wahrscheinlichkeit erfüllt, während ein anderer mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit dieselben Zwecke mit 1,5 x X,- € erfüllt?
Rein rechnerisch bestimmt nicht.

Ein - richtig teures Gerät - wie ein Laptop/Notebook - kaufe
ich aber bei einem Prof. Mit einem Prof kann ich reden.

Das musst du aber auch bezahlen.
manche möchten eben nicht reden, sondern einfach kaufen, einschalten, und hoffen, dass es 'ne Weile funktioniert.

Die
Verkäufern von (lidl, Aldi) usw. hat in der Regel keine Ahnung
von Rechnern.

Das ist ja das Sparpotential.
Wenn die Einsparung hier dem Gegenwert entspricht, hat das genauso seine Berechtigung, wie der Fachhändler mit seinen Qualitätsprodukten und guter Beratung.

Übrigens: Der nächste Spezl hier hat ständig Markengeräte im Schaufenster, die weniger kosten als die omnipotenten Kraftprotze vom Aldi.
Das ist klug!

Gruß,
Peter

die „beste meiner Freundinnen“ putzte kürzlich
ihren ThinkPad G50 Deckel
etwas zu heftig

mit einem Sandstrahlgebläse

.

die „zweitbeste meiner Freundinnen“ beschädigte die Tastatur
ihres Gerikom-Laptops etwas fahrlässig. Sie stieß

mit einem Zimmermannshammer

an das Gerät, die Tastatur flog raus.

aber, mal im ernst:
könnten deine Nr. 1 & 2 vielleicht einen kleinen Lehrgang zum Thema „Pfleglicher Umgang mit Hardware“ vertragen?

gruß
vbt

Die
Verkäufern von (lidl, Aldi) usw. hat in der Regel keine Ahnung
von Rechnern.

Das ist ja das Sparpotential.
Wenn die Einsparung hier dem Gegenwert entspricht, hat das
genauso seine Berechtigung, wie der Fachhändler mit seinen
Qualitätsprodukten und guter Beratung.

Leider ist das IMHO aber sehr oft nicht der Fall und oft sind die Supermarkt-Notebooks unterm Strich nicht wirklich preisgünstiger, als vergleichbare Geräte vom Fachhandel. Sie werden aber meist aggressiver (und teilweise mit Aussagen, die nicht ganz der Wahrheit entsprechen) beworben und sind exakt auf diese vermarktbaren Werbedaten zugeschnitten und nicht auf hohen Gebrauchswert oder eine sinnvolle Zusammenstellung der Komponenten. Oftmals sind zwar meßbare technischen Daten, die dem Kunden als Fakten und (möglichst große) Zahlen präsentiert werden können, sehr imposant, dafür wird aber da gespart, wo es der Kunde nicht auf den ersten Bilck erkennen kann. Das betrifft z.B. die Qualität von Gehäuse, Tastatur und Display sowie der verbauten Komponenten, die sonstige Verarbeitung, thermische Auslegung, BIOS-Programmierung etc. Auch sind Supermarkt-Notebooks meist eher kleine Desktop-Computer als echte Mobilgeräte - sie sind groß und schwer und der Akku ist schnell leer.

Es gibt natürlich erhebliche Unterschiede zwischen diversen Supermarkt-Angeboten, so kommen mir die Targa-Notebooks von LIDL schon wesentlich hochwertiger vor, als die Medion-Notebooks von ALDI. Erstere wissen wenigstens, was sie sein wollen - nämlich leistungsstarke Desktop-Ersatzgeräte, die auch für Videobearbeitung oder Computerspiele ganz gut geeignet sind, aber nicht als mobile Begleiter für Geschäftsreisen.
Bei den aktuellen ALDI-Geräten sieht es mir eher nach einem foulen Kompromiss aus: ein bischen Centrino-Technik, aber trotzdem wegen der vielen Komponenten nicht wirklich stromsparend, Grafiklösungen, die in der Werbung ordentliche Spieleleistung suggerieren, aber wegen der schmalbrüstigen VRAM-Anbindung nicht halten können - weder Fisch noch Fleisch. Ich hoffe mal, die Verarbeitungsqualität ist besser geworden, wissen werden es die Käufer erst nach ein paar Monaten oder Jahren. Bei früheren Medion-Geräten war die Verarbeitung wirklich mies. Ein gutes Gefühl hätte ich nicht dabei, ein Medion-Notebook zu kaufen.

Kleinere Supermarktketten haben oft Auslaufgeräte von Markenherstellern im Angebot, aber auch hier ist nicht alles Gold was glänzt. Man sollte so oder so etwas genauer hinschauen. Es gibt ja auch von Markenherstellern billige DTM-Serien, die nicht viel taugen. Aber für den derzeitigen Preis der hochgezüchteten ALDI- und LIDL-Geräte kann man auch günstige Markengeräte mit ähnlicher Leistung, nachweislich guter Verarbeitungsqualität und wirklicher Mobilität kaufen. So sind z.B. die ACER Travelmate - Notebooks der 4000er Reihe leistungsmäßig durchaus komkurrenzfähig und nicht teurer (~1000 - 1300 EUR). Man hat dann vielleicht 20 GB weniger Festplattenspeicher und kann auf dem Gerät nicht fernsehen, aber dafür muss man sich nicht standardmäßig mit defekten Komponenten, lauten Lüftergeräuschen, überhitzten CPU’s, zerkratzten Displays, abgewetzten Touchpads, ausgeleierten Tasten, abgeplatzten Gehäuseecken, Akkuausfällen usw. herumärgern.

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