Marketing

Liebe/-r Marketing-Expertin/e,

komme gerade bei meiner studienarbeit nicht weiter.
sitze irgendwie auf dem schlauch.

haber eigentlich ein ganz banales marketing-thema.
es geht haupsächlich um den unterschied zwischen b2b und b2c.

die ganzen unterschiede „verbal“ zu beschreiben ist kein problem. mein problem ist aber, dass ich schwierigkeiten habe konkrete beispiele für investitionsgüter und konsumgüter zu finden.

konsumgüter sind ja güter des täglichen bedarf die dem unmittelbaren verbrauch für den konsumenten dienen.
bedeutet dies, dass es nur produkte sind, die der mensch isst, trinkt oder mit denen er täglich zu tun hat. für mich sind konsumgüter sachen wie nahrung, getränke, kleidung, möbel, auto, tv, …
ist das soweit richtig?

sind dann investitionsgüter nur sach oder dienstleistungen mit denen etwas für die fremdbedarfsdeckung hergestellt werden kann? sprich maschinen, anlagen, unternehmensberatung, roh-hilfs-betriebsstoffe, halbfabrikate, komplexe systeme,… sozusagen alles womit die industrie arbeitet um etwas herzustellen!? der konsument kann diese dinge nicht kaufen bzw. diese nicht nutzen!?

ein weiteres problem ist, dass ich keine werbeanzeigen einmal speziell für IG und einmal speziell für KG finde. möchte eine gegenüberstellung solcher werbeanzeigen machen und beschreiben welche zielgruppe angesprochen wird, welcher produktnutzen beworben wird usw.
gibt es internetseiten wo ich solche werbeanzeigen finde bzw. hat jemand von Ihnen solche werbeanzeigen? habe leider bis jetzt vergeblich gesucht!

über eine kurze rückantwort würde ich mich sehr freuen.
vielen dank.

Mit freundlichen Grüßen

Stephanie Ringwald

Liebe Stephanie,

Ihre Definitionen sind prinzipiell richtig.

Beim B2C wenden sich die Marketingmaßnahmen direkt an den Konsumenten, dh. den Endverbraucher. Es kann sich z.B. um Bücher, CDs, Nahrungsmittel, Taschen, Parfum, Hundefutter etc. handeln. Beispiele für Werbung findet man in quasi allen Zeitschriften.

Beim B2B richten sich die Marketingmaßnahmen an ein anderes Unternehmen, z.B. ein Unternehmen der chemischen Industrie verkauft Chemikalien an einen Glasproduzenten, eine Ziegelei oder einen Automobilhersteller. Hier wird teilweise lediglich Werbung für das Unternehmen bzw. den Unternehmensbereich allgemein gemacht, und man findet Informationen zu den Produkten auf der Internetseite des Unternehmens. Man findet aber auch Anzeigen in Fachzeitschriften der jeweiligen Branche. Gerne werden auch Messen als Plattform für Werbung verwendet.

Gewisse Überschneidungen fallen mir beim Vertrieb von Dienstleistungen ein. Da bieten z.B. Anwaltskanzleien in Fachzeitschriften z.B. anwaltliches Forderungsmanagement für Heil- und Pflegeberufe an, haben auf der anderen Seite aber auch Privatkunden, die sie ggf. durch Anzeigen in der Tagespresse oder Flyer akquirieren. Da könnte man Marketingmaßnahmen direkt vergleichen.

Ich hoffe, dass Ihnen das schon mal weiterhilft, konkrete Beispiele habe ich leider keine. Bei weiteren Fragen melden Sie sich einfach noch mal.
Viele Grüße und viel Erfolg

Apollo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Liebe Stephanie,

im Prinzip alles richtig. b2b bedeutet ja business to business und bezieht sich auf Marketing für Unternehmen untereinander. Also z.B. wenn ein Unternehmen Vorstufen bestimmter Produkte anbietet, die ein anderes Unternehmen dann so weiterverarbeitet, dass sie in einer anderen Form verkauft werden (evtl. dann auch erst wieder an ein anderes Unternehmen. Beispiel: Eine Firma stellt Spritzgussteile für die Automibilindustrie her und verkauft diese an ein anderes Unternehmen, das aus diesen Teilen Dachgepäckrelings herstellt und diese wiederum an eine Fabrikation wie VW verkauft. Anzeigen hierfür findest Du in der Regel nur in Fachmagazinen. Schau mal in eine Ausgabe der IHK Magazine - da wimmelt es nur so von solchen Anzeigen.

B2C bezieht sich direkt an den Endkunden (=consumer). Hier werben Firmen direkt um Endkunden. Anzeigen dafür findest Du in JEDER Illustrierten. Unterschiede in der Werbung zwischen b2b und b2c sind inder Regel so zu beschreiben: b2c Werbung vermittelt einen ganz konkreten Nutzen (z.B. Kostenersparnis in der Produktion) während b2b Werbung oft in Sachen Imagebildung oder Gefühlswelten unterwegs ist (siehe z.B. Lätta-Werbung).

Ne Menge Anzeigenbeispiele und die Kampagnen dazu findest Du auch in der Werbefachzeitschrift „Werben und Verkaufen“ - die haben auch ein Studenten-ABo.

Viel Erfolg und beste Grüße aus Mannheim,

Felix Feuerstein

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Stephie,

sorry, habe leider jetzt erst Ihre Email bekommen - keine Ahnung, warum das so lange gedauert hat… Haben Sie Ihre Antwort, oder suchen Sie noch? Lassen Sie mich doch bitte wissen, wie Sie zurecht gekommen sind, und ob Sie noch Hilfe brauchen koennen. Gruss, Marion Hermannsen