MarkMark

Kürzlich meinte man sich mal wieder im TV darüber auslassen zu müssen, daß „die Deutschen noch keinen Abschied von der Mark genoommen haben“. Vor allem in Innenstadtnähe hört man ja noch oft: „Hassumane Mark?“.
Sollen wir denn wirklich Abschied von der Mark nehmen?
Haben wir denn Abschied vom Deut genommen? Keinen Deut!
Und die franzosen, haben die je Abschied vom Sou genommen? Und die Italiener von den Soldi?
Erst wenn es mal wirklich an die „letzten Vorräte“ geht, dann wird die Mark sicher wieder „fröhliche Urständ´“ halten.
Als letzte Reserve…
Wer diese Mark nicht ehrt - ist die/der den Euro wert?

Meine Frage: Was ist es, was uns die Mark wert ist?

Moinmoin, Manni

Hi Manni!

Hier gehts nicht um Werte. Hier gehts um Felixibilität. In diesem Fall um mangelnde:wink:)

Grüße Dusan

MarkMark - was
meinst du mit „Felixibilität“ „Beglückbarkeit“, oder eher „Beduselibilität“, lieber Dusan?
Und doch geht es um Werte. Wenn wir mal in uns horchen. Und nicht nur auf den „korrekten“ Wechselkurs pochen!
Und wenn es dir um den Mangel an erklärenden Worten geht: Die Stärke einer Mangel ist doch gerade ihre fehlende Flexibiltät, oder? Nur so kricht man die Wäsche schön trocken. Nicht aber die Ohren.
Es geht bei der „Umstellung“ von Mark und Franc etc auf Euro sicherlich um mehr als den Austausch der Geldformen, der übergens durch das „electronic cash“ erst wirklich eine noie Stufe/Form der übertragbaren Schuld erklimmt. Und die (sicher unbegründete) Angst, daß sie mit der vertrauten greifbaren Form auch ihre Verbindlichkeit verlieren könnte, wuchert natürlich, wenn sie nicht ernstgenommen, höchstens belächelt wird.
Wenn viele wie du aber sicher sind, worum „es hier geht“: Ich krich mein Geld sowieso von der Bank und den Strom aus der Steckdose.
Also binnich garnicht kompetent.
Örliche Krüße, Mannimanni.

Hi Manni!

Mit „Flexibilität“ mein ich: Nicht ewig der guten alten Zeit hinterherplärren. Nicht von vornherein alles Neue als böse anzusehen, als etwas das sowieso schlechter ist als es war noch bevor man sich damit auseinandergesetzt hat. Nicht: Das ham wia Imma so gemacht, da machma weita so!

Vastehst?

Jetzt haben wir den Euro. Na und. Ist es nicht piepegal ob die Währung Euro, Mark, Peseten oder Zloty heisst?

Mir schon

Grüße
Dusan

Wofür steht die Mark?
Ciao, Dear Dusan!
Klar, kennich auch den Spruch: „Watt de Buer ni kennt, freet de nie!“
Und klar, wemman dem Noien immer aufgeschlossen gegenüber (besser „gegenmit“) ist, dann lebt man nicht nur länger.
Nur gibt es aber sicher eine nur allzu verständliche Angst gegenüber allem Neuen. Die ich selbst früher als „spießbürgerlich“ abgetan hatte. Es kömmt aber einglich nur darauf an, „wer mehr Angst haben muß“, das „Alte Europa“, oder das Noie Oiropa"!!!
Andererseits aber auch: das „gute“ Noie setzt sich sowieso durch. Und wächst erst im Prozeß des sich Durchsetzens!
Und auch hier kommt es darauf an, wie man die alten Formen „aufhebt“ für die Zukunft, zum Beispiel den „Groschen“ als den „Spargroschen“, die „Markmark“ als den Almosen, den einst pfundigen „Pfennig“ als Glückspfennich.
Den eher „magischen“ Aspekt aller Dinge auch des täglichen Gebrauchs kann man nicht einfach wegbeschließen. Aufheben, das ist es.
Oder nicht?
Nicht nur als spätere Notgroschen (was issen Hunni eingli hoide schon bei Sammlern wert?)
Ich habe übergens überhaupt nix gegen einen Streit um des Kaisers Bart. Issoch verbindend, son Schnickschnack. Oder finsds nicht?
Nur wehe, der Bart war nur anneklebt!

Herzliche pfundige Krüße,
moin, Manni