Markt aus der Sicht der BWL

Hallo,

ich hab gerade ein Brett vor dem Kopf.

Wie sieht die BWL den Markt bzw. wie beschreibt sie ihn?
Geht das denn überhaupt?

Wenn ich an Markt denke, dann denke ich immer makro und wüsste nicht wie man das mikroökonomisch betrachten kann. Ich denke dann Sachen wie vollkommener Markt oder ob es viele,wenige Anbieter gibt. Das ist doch eher makroökonomisch oder?

Oder ich habs einfach vergessen wie es geht :confused:

Könnte jemand ein Beispiel geben?

Gruß

Hallo Keozor,

meinst du die Matrix mit den Angebots- und Nachfrageformen am Markt:

Angebot: Monopol Oligopol Polypol
Nachfrage:

Monopol

Olyiol

Polypol

Lg Rainer

Ja,bloß ich habs hier ein bisschen anders:

-vollständige Konkurrenz
-homogenes Oligopol
-reines Monopol
-monopolistische Konkurrenz
-heterogenes Oligopol
-monopolistische Preisdifferenzierung

Gehört das in die Mikroökonomie?

Ist nicht eher die Makro-betrachtung des Gesamten - des Größen - die Volkswirtschaft - und die Mikor-ökonomie - das kleinere betriebliche??
LG Rainer

Genau! Deswegen verwirrt mich das, ich habe gestern noch mal bei Wikipedia geschaut und da wird dein Schema auch aufgelistet und es steht unter Mikroökonomie… :confused: sehr merkwürdig

Genau! Deswegen verwirrt mich das, ich habe gestern noch mal
bei Wikipedia geschaut und da wird dein Schema auch
aufgelistet und es steht unter Mikroökonomie… :confused: sehr
merkwürdig

Das ist nicht merkwürdig, sondern liegt in der Natur der Sache. Mikroökonomie beschreibt das Handeln der einzelnen Wirtschaftssubjekte. Die Unterscheidung in Oligopol, Monopol usw. beschreibt also nicht den Markt, sondern dient dazu, das Verhalten der Marktteilnehmer in einer der verschiedenen Marktsituationen zu beschreiben.

Was war jetzt genau die Frage?

Gruß
Christian

Also bei Wikipedia sind die aufgelistet:

http://de.wikipedia.org/wiki/Markt_(Wirtschaftswisse…

Und da steht ja einmal:

Arten von Märkten nach der Anzahl der Marktteilnehmer - Marktformenschema

Märkte lassen sich quantitativ nach der Zahl der Anbieter und Nachfrager in verschiedene Marktformen unterteilen. Die gebräuchlichste Einteilung des Marktes geht dabei auf Heinrich Freiherr von Stackelberg zurück. Dieser teilte in seinem (morphologischen) Marktformenschema den Markt nach der Anzahl an Anbietern und Nachfragern, im Sinne des Wettbewerbs, in folgendes Thema ein:

Dann kommt die Grafik mit Monopol etc.

Ein Stück darunter steht:

Neben diesen Marktformen gibt es in der Betriebswirtschaftslehre noch:
starke Nachfrage schwache Nachfrage
starke Konkurrenz Massenmarkt Schrumpfmarkt
schwache Konkurrenz Zukunftsmarkt Nischenmarkt

Und da schon BWL drüber steht, gehört es ja zur Mikroökonomie.

So, die eigentliche Frage war ja, warum das so ist?

Man betrachtet doch hier den Markt und der Markt ist doch wieder von der „Von Oben“ Perspektive, sprich Makro und nicht mirko.

Warum aber mikro? Oder sieht man es aus der Sicht des jeweiligen Unternehmens ZUM Markt? Also der Zugang zum Markt. Wie für das Unternehmen der Markt aussieht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Markt_(Wirtschaftswisse…

Der Link wird hier nicht richtig angezeigt.

Das _(Wirtschaftswissenschaft) muss noch mit in den Link rein.

Hallo,

ich hab gerade ein Brett vor dem Kopf.

Wenn Du eins hast, dann habe ich zwei !

Wenn Du fertig bist mit Studieren, was wird denn dann Deine Aufgabe sein ? Wohl den Nutzen Deines Unternemehens zu mehren, oder ? (ok, bei Merkel mal gerade kopiert)

Wie sieht die BWL den Markt bzw. wie beschreibt sie ihn?
Geht das denn überhaupt?

Nein! Der BWL-er tappt grundsätzlich im Dunkel, macht blöde Witze auf kosten anderer und redet sich (aufgrund grundierten Wissens dank Studium) fein raus.

Wenn ich an Markt denke, dann denke ich immer makro und wüsste
nicht wie man das mikroökonomisch betrachten kann. Ich denke
dann Sachen wie vollkommener Markt oder ob es viele,wenige
Anbieter gibt. Das ist doch eher makroökonomisch oder?

Wenn es bei Dir in der Nähe einen Wochenmarkt (noch) geben sollte, dann geh doch einfach mal hin und verkauf Sachen, die Du nicht mehr brauchst. Du wirst bestimmt der einzige („wenige“) Anbieter sein, und studier mal die Sache im speziellen. Lass es zwischen den Ohren rattern und wir freuen uns auf Deine nächsten Fragen.

Oder ich habs einfach vergessen wie es geht :confused:

In diesem Fall : mehr rattern lassen (zwischen den Ohren)

Könnte jemand ein Beispiel geben?

Heute in Strassburg meine Tochter getroffen. Sie hat mir ihre Prospekte gezeigt für ihre neuen Aktionen (nächstes Wochenende): 105€ Preis, 40€ Ermässigung, plus 15% Sonderaktion.
Mein Kommentar : Zu weich (da ich InG. bin würde ich sagen : zu geringer Innenwiderstand) kein Granit, eher Schaumstoff. Aber da Klientel eher „Damen aus gehobenen Kreisen“ (die eventull weder rechnen können noch Prozentsatz kennen, noch BWL studiert haben)
könnten die sich durchaus „xxxx“ fühlen. Und „xxxx“ ist genau das Target. Andere Anbieter im Umkreis sind teurer, aber nicht voll belegt.

Denke, bei BWL geht es um den lokalen Markt.

Gruss.

Uwe P.

Hallo,

Und da schon BWL drüber steht, gehört es ja zur Mikroökonomie.

nur, daß Mikroökonomie keine BWL-Disziplin ist, sondern ein Teilbereich der VWL.

Warum aber mikro? Oder sieht man es aus der Sicht des
jeweiligen Unternehmens ZUM Markt? Also der Zugang zum Markt.
Wie für das Unternehmen der Markt aussieht.

Noch 'mal: Man hat festgestellt, daß das Verhalten der Marktteilnehmer davon beeinflußt wird, wie der Markt strukturiert ist. Die definierten Marktformen sind also (idealtypische) Unterscheidungen, die man trifft, um das Verhalten der Marktteilnehmer zu betrachten, zu beschreiben und vorherzusagen: Mikroökonomie. Und das ist VWL, nicht BWL.

Gruß
Christian

Ok danke für die Antwort!

Hallo,

Hallo Keozor,

ich hab gerade ein Brett vor dem Kopf.

macht nix, aus Brettern lassen sich prima Sachen basteln.

Wie sieht die BWL den Markt bzw. wie beschreibt sie ihn?

Die BWL … hm … ich zitier mal (Lechner/Egger/Schauer: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre): ‚Auf den Märkten kommt es zum Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage, der Ausgleich erfolgt dezentral über die Preisbildung‘.

Geht das denn überhaupt?

Die BWL beschäftigt sich mit Märkten. Warum sollte eine Beschreibung aus BWL-Sicht dann nicht gehn?

Wenn ich an Markt denke, dann denke ich immer makro und wüsste
nicht wie man das mikroökonomisch betrachten kann.

Und du denkst nie an ‚dein‘ Budget? Eines der Herzstücke der Mikro ist die Haushaltstheorie. Und, ja, genau, du bist so ein Haushalt. ‚Mikro‘ betrachtet den idealtypischen Haushalt und sein Verhalten.

Wie man vom Einzelverhalten zum Markt kommt, ist ein Stück Wissenschaftstheorie. Hat was mit Reduktionismus und Holismus (systemische Betrachtung)zu tun. Stark vereinfacht: der Reduktionismus versucht aus Einzelteilen ‚das Ganze‘ zu erklären. Summiere alle einzelnen Haushalte auf und du hast die Nachfrage. Wiederhole das Ganze auf Unternehmensseite … Angebot. Und voilà, da hast du deinen Markt.

Noch was, Christian hat es angeschnitten. ‚Makro‘ und ‚Mikro‘ sind (neben Finanzwissenschaften) Teilgebiete der VWL. Haben nicht wirklich was mit BWL zu tun. Zwar beschäftigen sich BWL und VWL mit Märkten, die Herangehensweise ist allerdings eine unterschiedliche.

Ich denke dann Sachen wie vollkommener Markt oder ob es viele,wenige
Anbieter gibt. Das ist doch eher makroökonomisch oder?

Wenn, dann eigentlich eher mikro. Das klassische ‚Angebots-Nachfrage-Diagramm‘ ist aggregierte Mikro. Makro beschäftigt sich mit Aspekten wie Arbeitslosigkeit, Zins, Währungen, Inflation und Volkseinkommen. Selbstredend ergeben sich bei atomistischen Märkten andere Wirkungen auf die Arbeitslosigkeit als in Oligopolen oder Monopolen.

Die Marktform spielt in beiden Bereichen - Mikro und Makro - eine Rolle.

Oder ich habs einfach vergessen wie es geht :confused:
Könnte jemand ein Beispiel geben?

Ich hoffe, es war erhellend genug … wenn nicht, frag im Detail noch mal nach.

Gruß

Grüße,
Wolkenstein

Hallo,

Servus Hick,

ich hab gerade ein Brett vor dem Kopf.

Wenn Du eins hast, dann habe ich zwei !

wie gesagt, aus Brettern lassen sich prima Sachen basteln.

Wenn Du fertig bist mit Studieren, was wird denn dann Deine
Aufgabe sein ? Wohl den Nutzen Deines Unternemehens zu mehren,
oder ? (ok, bei Merkel mal gerade kopiert)

Naja, so du genug Kohle verdienst, mehrst du auch deinen Nutzen. Was du übrigens auch dann machst, wenn dir deine Arbeit gefällt. Ist eine nutzentheoretische Überlegung, also ‚mikro‘.

Wie sieht die BWL den Markt bzw. wie beschreibt sie ihn?
Geht das denn überhaupt?

Nein! Der BWL-er tappt grundsätzlich im Dunkel, macht blöde
Witze auf kosten anderer und redet sich (aufgrund grundierten
Wissens dank Studium) fein raus.

Jein.
(1) Du redest an seiner Frage vorbei. Er hat gefragt, ‚wie BWL den Markt beschreibt‘. Die Marktbeschreibung der BWL hat aber auch null-komma-gar-nix damit zu tun, ob diese Beschreibung zutreffend ist. Das hat er allerdings auch gar nicht gefragt.
(2) Grundsätzlich tappen alle im Dunkeln, BWLer sind da keine Ausnahme.

… Markt … wüsste nicht wie … mikroökonomisch betrachten …

Wenn es bei Dir in der Nähe einen Wochenmarkt (noch) geben
sollte, dann geh doch einfach mal hin und verkauf Sachen, die
Du nicht mehr brauchst. Du wirst bestimmt der einzige
(„wenige“) Anbieter sein, und studier mal die Sache im
speziellen. Lass es zwischen den Ohren rattern und wir freuen
uns auf Deine nächsten Fragen.

Der Tipp ist gar nicht so schlecht, klingt wie angewandte Mikro. Btw, bei uns gibts noch Wochenmärkte.

Denke, bei BWL geht es um den lokalen Markt.

Nein, auch nicht wirklich. BwL lässt sich lokal anwenden, es geht aber mitnichten [lediglich und immer] um den lokalen Markt. Es soll auch US-Amerikaner geben, die mit Blizzardcarver die Pisten runterwedeln. Grundlegend: BWL kannst du institutionell oder funktionell betreiben.
(a) ‚institutionell‘, z.B.: Bankenlehre … Banken arbeiten auch international.
(b) ‚funktionell‘, z.B.: Exportmarketing (als Teilgebiet des Marketing) … liegt schon in Begriff, dass das nicht notwendigerweise lokal ist bzw. bleiben muss.

Gruss.

Auch Grüße,

Uwe P.

Wolkenstein

P.S. @MODs: sry, ein bisserl ot: @Hick: Ich glaub, ich bin dir noch ein Mail schuldig. Sollte sich diese (spätestens nächste) Woche ausgehn. Wenn ich mal nicht gleich antworte, liegts bei mir meist an vollen Zeitplänen; weniger daran, dass ich für die Wirtschaft ‚schwarz sehe‘.