Heyho!! Ich habe mir mal die 20 größten amerikanischen AG`s bezogen auf die Marktkapitalisierung angeschaut. Den Schwerpunkt habe ich auf das Verhältnis zwischen Marktkapitalisieurng und Umsatz des Unternehmens gesetzt. Ich bin zu einem für mich erstaunlichen Ergebnis gekommen. Eigentlich dachte ich, dass die Marktkapitalisierung mehr oder weniger vom Umsatz abhängt,aber dies scheint wohl nicht ganz so zu sein. Ich weiß auch, dass die Aktienbewertung auf hauptsächlich auf Basis des KGV erfolgt, aber so große Diskripanzen zeigen mir jedenfalls auf, dass das jetzige Bewertungssystem nicht angemessen ist. Denn es kann doch nicht angehen, dass ein Unternehmen wie EMC mit einem Umsatz von 6 Mrd. € einen Börsenwert von 279 Mrd. € !!! hat, während Exxon mit einem Umsatz von 185 Mrd. € einen Börsenwert von 396,5 Mrd. € aufweißt. Dies ist doch fernab jeglicher Realität!!!
Hallo! Du liegst nur grundsätzlich richtig mit deiner Feststellung.
Du musst jedoch den Vergleich unter gleichen Branchen machen. Die Ölindustrie ist kapitalintensiv (hoher Kapitaleinsatz und geringe z.B. Personalkosten).
Ein Handelsunternehmen, oder Softwareunternehmen hat geringen Kapitaleinsatz.
Aus dem Umsatz kann nicht auf die Rendite/Rohertrag/ Gewinn/Gewinn vor Steuern usw. geschlossen werden.Ein vernünftiger Masstab zur vergleichenden Bewertung ist die interne Kapitalverzinsung nach Abzug aller Kosten und Steuern.
Eine genaue und brauchbare Bewertung ist noch viel komplexer!
O. K. dann versuche ich er mit einem Beispiel aus ein und der selben Branche. Hewlett Packard hat ein Kapital- Umsatz- Verhältnis von 3,3 , d.h. die Börsenkapitalisierung ist um den Faktor 3 höher als der Umsatz. Cysco Systems hat ein Kapital-Umsatz- Verhältnis von 35 !! , wobei das Gewinnwachstum auf Basis 2000 bei HP 8% und bei Cisco 21 % beträgt, bei der Gewinn nach Steuern Betrachtung liegt Cysco allerdings vorne. Deine Argumentation schiebt das Gewinnkriterim in den Vordergrund. Zugespitzt gesagt, könnte ich es folgendermaßen formulieren: die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens spiegelt den Wert des Unternehmens wieder. Wenn es aber aufgrund der Branchensituation nicht möglich ist, eine höhere Wirtschaftlichkeitsquote zu erzielen, ist das Unternehmen dazu verdammt, anderen UInternehmen, die in einer profitableren Branche arbeiten hinterherzuhinken, um am Ende von ihnen übernommen zu werden ( siehe AOL/ Timewarner ). Denn " realistisch " betrachtet ist AOL im Vergleich zu Timewarner ein Zwerg, hat aber aufgrund der höheren Marktkapitalisierung das Potential das größere Unternehmen zu " schlucken " .