Hallo,
Habe heute im ARD-Videorext folgende Meldung gelesen:
Der Focus schreibt, dass in den ersten 11 Wochen diesen Jahres bereits 2355 Fälle von Maserninfektionen gemeldet wurden.
Im Vergleichszeitraum des letzten Jahres waren es nur 1087.
(Quelle: Robert Koch Institut)
Wie ist das möglich?
Lassen die Eltern ihre Kinder nicht mehr Impfen?
Hat die Impfung versagt?
Wirklich witzig ist die Erklärung eines Herrn Schmitt, Chef der nationalen Impfkommission. Nach seiner Meinung ist die zu geringe Vergütung der Ärzte für das Impfen die Ursache für den drastischen Anstieg der Maserninfektionen.
Wer kann mir das erklären???
Wirkt eine Impfung besser, wenn sie höher honoriert wird?
Verweigern die Ärzte das Impfen wegen zu schlechter Bezahlung?
Was bekommt der Arzt für den Piekser?
So viele Fragen, wer kennt die Antworten?
Crotalus
Nun ich würde es so interpretieren dass die Motivation für einen Arzt die Eltern an eine Impfung zu erinnern bei vergleichsweise geringem Lohn für die dann durchzuführende Aktion auch eher vergleichsweise gering ist.
Was ein Piekser bei einem Arzt kostet, kann ich dir nicht sagen.
Nur soviel: Eine Kompettuntersuchung inkl. großes Blutbild und anschließender Interpretation der Daten hat mich 120,- DM (brutto) gekostet.
Hallo Crotalus,
in meine Apotheke kommen immer mehr Eltern, die meinen, es sei nicht nötig zu impfen. Sie sind auch oft nicht von der Notwendigkeit zu überzeugen.
können sich viele junge Eltern nicht mehr an Masern erinnern -geschweige denn, daß sie von einem Fall gehört hätten, in dem ein Kind nach Komplikationen während der Masern gestorben wäre.
werden einige von irgendwelchen Personen, die mal was von alternativen Behandlungsmethoden gehört haben, davon abgehalten. Den Eltern wird Angst vor den Nebenwirkungen der Impfungen gemacht, ohne im Vergleich die prozentualen Schäden bei durchzumachenden Erkrankungen aufzuzeigen. Homöopathische Alternativen werden zwar ab und zu erwähnt, aber in den seltensten Fällen auch angewendet. Auch habe ich keinerlei Statistiken über Erfolge der „homöopathischen Impfungen“ (Du, Crotalus?).
Mir erscheint, daß einige Eltern (mehr als früher?) zu bequem sind, sich um Impfungen im allgemeinen zu kümmern. Mir fällt dazu ein, daß manche Eltern bestellte Impfstoffe gar nicht abholen.
Dann gibt es Eltern, die behaupten, jedes Mal, wenn sie zum Impfen gehen wollten, seien ihre Kinder krank gewesen - und man wolle jetzt ja nicht schon wieder zum Arzt. So werden die Impfungen zumindest immer weiter rausgeschoben und letztlich auch vergessen.
5.Vielleicht haben die Ärzte (u.a. wegen der geringen Vergütung?) bei manchen Leuten wirklich keine Lust mehr, sich den Mund fusselig zu reden und auf der Impfung zu bestehen. Siehe Punkt 3: möglicherweise haben sie den Impfstoff längst verschrieben, und die Patienten bringen ihn nicht in die Praxis.
Soweit meine Gedanken zur deutschen Impfmüdigkeit.
Schöne Grüße
Sabine
wo gibt es eine Aussage darüber wieviele von den Erkrankten gegen Masern geimpft sind? (lt. RKI ca. 12% der Erkrankten, genaue Zahlen gibt es nicht)
Nach meinen Informationen sind Masern erst seit 01.01.2001 überhaupt meldepflichtig. Zwei Jahre Statistik sind zu wenig für objektive Aussagen und sagt nichts über die Anzahl von Impfverweigerern. Ausserdem werden mit Sicherheit nicht sofort nach Einführung der Meldepflicht alle Erkrankungen gemeldet…
Zudem besteht die Meldepflicht schon bei Verdacht auf Masern… ob sich der Verdacht bestätigt hat oder nicht, wird nicht mehr gemeldet…
werden einige von irgendwelchen Personen, die mal was von
alternativen Behandlungsmethoden gehört haben, davon
abgehalten. Den Eltern wird Angst vor den Nebenwirkungen der
Impfungen gemacht, ohne im Vergleich die prozentualen Schäden
bei durchzumachenden Erkrankungen aufzuzeigen. Homöopathische
Alternativen werden zwar ab und zu erwähnt, aber in den
seltensten Fällen auch angewendet. Auch habe ich keinerlei
Statistiken über Erfolge der „homöopathischen Impfungen“ (Du,
Crotalus?).
Hallo Sabine,
Die sogenannnten „homöopathischen Impfungen“ sind auch unter Homöopathen sehr umstritten, denn sie widersprechen den Grundgedanken der Homöopathie.
Ich kenne auch keine Statistiken hierzu. Es ist generell schwierig, den Erfolg einer Impfung nachzuweisen und ich behaupte, dass es bisher nicht gelungen ist eindeutig nachzuweisen, dass Impfen eine Infektionskrankheit verhindern kann. Es ist auf jeden Fall deutlich, dass Impfungen nicht zuverlässig schützen, denn sonst würden nicht immer wieder Personen trotz Impfung erkranken.
Ich will jetzt nicht näher auf den übertriebenen Impfunfug eingehen, denn dieses Thema haben wir vor einiger Zeit hier schon ausführlich diskutiert.
Gruß
Croralus
Die sogenannnten „homöopathischen Impfungen“ sind auch unter Homöopathen sehr umstritten, :denn sie widersprechen den Grundgedanken der Homöopathie.
Das macht mich jetzt richtig „baff“. Was ist deine eine Impfung sonst, wenn nicht Homöopathie im ureigensten Sinn? Bei einer Impfung (ich rede jetzt vernachlässigender Weise ausschließlich von passiver Immunisierung) werden doch nur Virenstämme gespritzt, damit das im Darm befindliche Immunsystem (Quelle: Crotalus) erfolgreich Abwehrmechanismen ausbildet. Das führt dann dazu, daß nicht jeder zu 100% dagegen immun ist, eine Region aber langfristig mehr immun dagegen ist, was die Infektionsgefahr allgemein unterbindet.
Als wichtige Impfungen sehe ich immernoch:
-Masern (Morbillivirus: http://www.equinst.go.jp/epizoo/morbilli/empicture.html )
-Tetanus
-Diphterie
-enzephale Vakuositis
habe selber keine Kinder und bin deshalb wohl nicht auf dem Laufendem, aber wieso sind Masern eigentlich so gefährlich? Bin selber Jahrgang 61 und bei uns wurde keiner geimpft, wir haben alle die „normalen“ Kinderkrankheiten absolviert. Kann mich auch an keine Berichte von Damals erinnern, dass mal was Schlimmes passiert ist.
erstens: Masernviren hemmen das Immunsystem. Dadurch werden die Kinder anfällig gegen z.B. Lungenentzündungen durch andere Erreger, die dann oft schwer verlaufen. Die Todesursache heißt dann „Tod durch bakterielle Lungenentzünung“ und nicht „Tod durch Maserninfektion“. Diese Toten tauchen in der Masernstatistik also gar nicht erst auf und führen zu einer recht krassen Unterschätzung der Masernvirusgefährlichkeit.
zweitens: Auch das Masernvirus selbst richtet Schäden an. Abgesehen von Hirnhautentzündungen sind die Ausschläge, die man bei der Infektion beobachtet, zurückzuführen auf eine lymphozytäre Vaskulitis, d.h. auf eine Schädigung der Kapillaren. Dadurch tritt Blutflüsigkeit, in schweren Fällen auch Blutzellen in die Haut aus. Dies nennt man dann „schwarze Masern“ (dunkles, geronnenes Blut) und entspricht quasi innerem Verbluten (sog. „Hämorrhagie“). Schwere Masern sind also ebenso ein „hämorrhagisches Fieber“ wie eine Ebola-Infektion auch.
drittens diskutiert man eine mögliche Schädigung von Embryos bei maternaler Infektion in der Frühschwangerschaft.
viertens ist für zahlreiche spätere Erankungen ein Zusammenhang mit Maserninfektion erwiesen oder wahrscheinlich. Hierzu gehören beispielhaft die SSPE, eine degenerative Hirnerkrankung, und der Morbus Paget, eine Erkrankung, bei der die Knochen des Körpers diffus anfangen, fast schon tumorhaft zu wuchern.
Aus obigem wird verständlich, warum Masern zu den Top 3 Todesursachen unter den weltweiten Infektionskrankheiten zählt. Damit unterscheidet sich Masern erheblich von den anderen Kinderkrankheiten, die oft nur unter bestimmten Umständen wirklich schädlich sind. Gegen Röteln impft man z.B. nur wegen der Schwangerschaftsembryopathie, gegen Mumps nur, weil sie die häufigste Ursache männlicher Unfruchtbarkeit sind, gegen Keuchhusten, weil er trotz antibiotischer Behandlung wochenlang andauert und die Kinder massiv einschränkt usw. usf.
Das macht mich jetzt richtig „baff“. Was ist deine eine
Impfung sonst, wenn nicht Homöopathie im ureigensten Sinn? Bei
einer Impfung (ich rede jetzt vernachlässigender Weise
ausschließlich von passiver Immunisierung) werden doch nur
Virenstämme gespritzt, damit das im Darm befindliche
Immunsystem (Quelle: Crotalus) erfolgreich Abwehrmechanismen
ausbildet. Das führt dann dazu, daß nicht jeder zu 100%
dagegen immun ist, eine Region aber langfristig mehr immun
dagegen ist, was die Infektionsgefahr allgemein unterbindet.
Wie kommst du darauf, dass eine Injektion mit abgetöteten oder abgeschwächten Viren irgendeinen Bezug zur Homöopathie haben könnte? Ich sehe da nicht den geringsten Zusammenhang.
Ein weiterer Irrtum ist, dass das Immunsystem ausschließlich im Darm lokalisiert ist. Auch wenn du dich auf mich berufst; ich habe das nie behauptet.(ca 70-80% sind im Darm lokalisiert).
Ob Impfungen nun überhaupt die versprochenen Wirkungen zeigen ist durchaus fraglich, und kaum nachzuweisen.
Gruß
Crotalus
habe selber keine Kinder und bin deshalb wohl nicht auf dem
Laufendem, aber wieso sind Masern eigentlich so gefährlich?
Bin selber Jahrgang 61 und bei uns wurde keiner geimpft, wir
haben alle die „normalen“ Kinderkrankheiten absolviert. Kann
mich auch an keine Berichte von Damals erinnern, dass mal was
Schlimmes passiert ist.
Hallo Petra,
Eine recht sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema und weiter Informationen findest du unter:http://www.impfkritik.de/
Sicherlich ausgesprochen objektiv. Beim ersten Durchschauen finden sich genau diejenigen falschen Behauptungen, denen Zaubermaus aufgesessen ist und die erst mühsam im ärztlichen Beratungsgespräch wieder ausgeräumt werden müßten. Müßten, weil es für die Beratung nur ein paarmarkfuffzig gibt und man demzufolge darauf verzichtet und die Kinder ihrem Schicksal überläßt. Folge ist ein Wiederanstieg der Erkrankungen, wie von Dir schon sehr richtig bemerkt.
Oliver
(ob solchen ethisch zweifelhaften Unsinns, bevor Du Dich wieder aufregst, ohne Gruß und ohne Anrede)
Da ist er ja wieder
Hallo Oliver,
Da bist du ja wieder.
Der unermüdliche Kämpfer für die reine Lehre der Schulmedizin, und wider die Anfechtungen durch Heilpraktiker, Gesundbeter und Verräter aus den eigenen Reihen.
Ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Du wirst doch wohl nicht krank gewesen sein?
Sei herzlichst begrüßt
Crotalus
falsch zitiert, richtig ist: „…das Geschäft mit der Angst?“
manchmal sind auch kleine Details wie ein „?“ wichtig.
Gezieltes Weglassen war immer schon eine Methode der Demagogen.
hab immer gedacht, dass die Studis zumindest das korrekte Zitieren lernen würden
Hallo Frank,
Abgesehen davon, dass es peinlich wirkt, wie du hier versuchst, dich beim Oliver einzuschleimen,…das Schrumpelhirn von Homer Simpson reicht allemal zum Altreifenzerbröseln