Masse bei Hifi-Verstärker

Hallo,

habe einen Leistungsverstärker im Blechgehäuse, Schutzleiter natürlich am Gehäuse.
Sollte man die die Tonleitung auch an Masse legen? Sie kommt vom ca. 10m entfernten Vorverstärker. Alle Buchsen sind gegen das Gehäuse isoliert. Ich möchte es nicht tun, da ich sonst Brummschleifen über die Antenne kriege.

Gruß,
Laika

Hallo,
Masse und Schutzleiter sind zwei komplett verschiedene Schuhe. Es kann sinnvoll sein, beide zu verbinden, aber ebenso kann es kompletter Unfug sein. Was zustrifft, kann man nicht sagen, ohne die Schaltung genau zu kennen.
Gruß
loderunner

Hallo,

hast Du denn de facto Brummstörungen?

Dein Verstärker mit Blechgehäuse hat sehr wahrscheinlich dann Verbindung mit Schutzerde, wenn ein Schukostecker am Gerät ist bzw. wenn das Netzkabel an einer Kaltgerätebuchse gesteckt ist.

Ich nehme weiter an, Dein Vorverstärker verbindet seine Masse mit dem Endverstärker bereits in dem Moment, wenn Du beides verbindest. Ein zusätzlicher Masseanschluss macht da kaum eine Änderung.

Was mir nicht klar ist: Wie soll die Masse der Antennenleitung mit hineinkommen? Handelt es sich um einen Receiver, oder liegt eine weitere Signalquelle am Verstärker, welche das Antennensignal verarbeitet hat?

Die Lösung für Störungen durch Brummschleifen durch doppelte Schutzerde-Führung heißt Mantelstromfilter und ist fertig zu beziehen.

Gruß

Dieter

Hallo,

Dein Verstärker mit Blechgehäuse hat sehr wahrscheinlich dann
Verbindung mit Schutzerde, …

Das ist ein Selbstbau.

Ich nehme weiter an, Dein Vorverstärker verbindet seine Masse
mit dem Endverstärker bereits in dem Moment, wenn Du beides
verbindest.

Klar, die Tonleitung ist wie üblich asymmetrisch.

Was mir nicht klar ist: Wie soll die Masse der Antennenleitung
mit hineinkommen?

Die „Antenne“ ist das Breitbandkabel, geht an den Receiver, der an den Vorverstärker, an dem wie üblich auch die anderen Geräte wie CD, TB u.a. hängen - eine ganz gewöhnliche Wald- und Wiesen-Stereoanlage also.

Habe den Schutzleiter an das Gehäuse geklemmt (Sicherheit), die Tonleitungsmasse nicht - und es brummt nicht.
Wollte nur mal wissen was üblich ist, besser ist, ob es irgendwelche Probleme geben kann.

Gruß
Laika

Hallo,

Dein Verstärker mit Blechgehäuse hat sehr wahrscheinlich dann
Verbindung mit Schutzerde, …

Das ist ein Selbstbau.

Je nach Schutzklasse ist das notwendig oder nicht.

Ich nehme weiter an, Dein Vorverstärker verbindet seine Masse
mit dem Endverstärker bereits in dem Moment, wenn Du beides
verbindest.

Klar, die Tonleitung ist wie üblich asymmetrisch.

Das hat damit nichts tun. Du könntest auch die Gerätemasse mitsamt den Anschlussbuchsen isoliert geführt haben.

Was mir nicht klar ist: Wie soll die Masse der Antennenleitung
mit hineinkommen?

Die „Antenne“ ist das Breitbandkabel, geht an den Receiver,
der an den Vorverstärker, an dem wie üblich auch die anderen
Geräte wie CD, TB u.a. hängen - eine ganz gewöhnliche Wald-
und Wiesen-Stereoanlage also.

Es gibt auch ganz andere Konstellationen, die z. B. den Vorverstärker und Endverstärker und Tuner alles in einem Gerät haben.

Habe den Schutzleiter an das Gehäuse geklemmt (Sicherheit),
die Tonleitungsmasse nicht - und es brummt nicht.

Wie gesagt, meistens ist die Signalmasse in dem Moment mit dem Verstärkergehäuse verbunden, wenn Du den Signalstecker einsteckst.
Wenn es nicht brummt, hast Du entweder Glück gehabt oder Dein Antennenkabel ist erdfrei (oder der Antenneneingang ist erdfrei).

Wollte nur mal wissen was üblich ist, besser ist, ob es
irgendwelche Probleme geben kann.

Der gesonderte Masseanschluss an einem Verstärker ist in der Hauptsache für einen Plattenspieler gedacht, dessen Chassis sonst frei hängt.

Übrigens muss man Störungen durch Erdschleifen nicht immer bloß hören als Brumm, es kann mitunter auch zu ‚Brummstreifen‘ in einem angeschlossenen TV kommen.

Dieter