…also, die hypothetische situation sei die folgende:
angenommen man wohnte in einer wohnung in einem mehrfamilienhaus. die wohnung unter der eigenen bewohnte ein leider recht exzentrischer herr ungefähr gleichen alters, der vor allem immer wieder durch permanente ruhestörung in form lauter und lautester (!) musik in erscheinung träte. vor längerer zeit hätte man ihn nun bereits einmal deutlich darauf hingewiesen, wie störend das sei, was aber dauerhaft zu keinerlei besserung geführt hätte. immer wieder hätte die polizei kommen müssen, um dem unerträglichen treiben dieses herrn ein ende zu setzen, dabei von verschiedenen nachbarn verständigt.
nachdem man sich schon mehrfach hilfesuchend an den vermieter gewandt hätte, hätte dieser nur gesagt, man müsse ein lärmprotokoll über einen längeren zeitraum führen. auch dies hätte man nun 1,5 harte monate lang getan, um wirklich einmal die ganze bandbreite dieses permaneneten terrors zu dokumentieren. da man allerdings allein wohnen würde, hätte man selbstredend längst nicht für jede der verzeichneten ruhestörungen einen zeugen, wenngleich grundsätzlich schon genug besucher das „theater“ mitbekommen hätten. das protokoll hätte man nun an den mieterschutzverein weitergereicht, der den vermieter anzuschreiben und mit mietminderung drohen würde.
zudem hätte es nun einen neuerlichen „akustischen ausraster“ gegeben, der dazu geführt hätte, den betreffenden herrn noch einmal freundlich aber direkt zur rede zu stellen. daraufhin hätte man sich wüstesten lautstarken beschimpfungen allerübelster art ausgesetzt gesehen, die in jedem fall schon allein genommen genug für eine dicke anzeige wegen beleidigung gewesen wären, leider aber ohne zeugen geäußert worden wären. nun bekäme man nach diesem (in teilen unerwarteten) verbalen ausraster langsam panik, eines tages die eigene wohnung von diesem herrn zerstört, beschädigt o.ä. vorzufinden. man müsste dazu sagen, der herr hätte bereits einen betreuer verordnet bekommen, da offensichtlich psychisch krank (selbstmordversuch, drogenexzesse etc.) und zwischenzeitlich auch längere zeit in stationärer behandlung gewesen.
wie sollte man sich nun weiter verhalten? ein umzug käme hier aus finanziellen gründen vorerst nicht in frage, allerdings würde sich das gefühl, irgendwie bedroht zu sein, langsam zu einer art dauerzustand gestalten und damit zu keiner wirklich hinnehmbahren langzeit-option!
danke für hilfreiche ratschläge!!