Hallo zusammen,
mein Kater Bernhard (10 Jahre alt, ich habe ihn seit dem Herbst)ist ein lieber Kerl und hat sich bei mir gut eingelebt. Wir wohnen in einer ruhigen Siedlung am Stadtrand. Er war bei seinem Vorbesitzer Freigänger und soll es hier auch bleiben.
Er hat jedoch eine Menge Stress mit den Nachbarskatzen und scheint noch kein eigenes Revier zu haben. Die Nachbarskater kommen bis vor die Tür und vertrimmen ihn. Oft kommt er völlig lädiert und mit tiefen Kratzern nach Hause. Eines Nachts haben mir die Kater den Vorgarten regelrecht umgepflügt, wir wurden mehrmals von ihrem Geschrei wach. Mein Kater sah danach aus als hätte er gegen einen Boxprofi gekämpft. Danach ging er einige Monate keinen Meter mehr vor die Tür.
Wenn ich die Tür öffne und ihn sanft zu überreden versuche, motzt er mich regelrecht an. Er schüttelt den Kopf und meckert: „Meck, meck, meck, meck, meck!“ Wirklich, er versucht sich sozusagen verbal durchzusetzen. Habt Ihr so etwas schon mal bei anderen Katzen erlebt? Ich noch nicht. Es fällt mir schwer, das Lachen zu unterdrücken.
In der Wohnung ist er unausgeglichen, reißt die Tapeten herunter und frisst kaum. Einmal hat er auf die Jacke meines Sohnes gesch…
Jetzt war er einige Male nachmittags mit mir zusammen draußen, wenn ich im Garten gearbeitet habe. Man merkt, dass es ihm guttut. Aber ich kann ja nun mal nicht ständig seinen Bodyguard spielen. Was soll ich tun? Ihn gegen seinen Willen nach draußen schicken und hoffen, dass er sich irgendwann behauptet? Die anderen Kater sind bis auf einen alle jünger und gut „durchtrainiert“. Was tun?
Viele Grüße,
Annette
Hallo Annette,
ich kann gut nachvollziehen, daß der Kater das nicht lustig findet. Hast Du schon mal dran gedacht Deinem Kleinen einen eingezäunten Bereich zu reservieren? Da wäre er erstmal sicher und könnte sich ohne zerfleischt zu werden ein bisschen eingewöhnen.
Hallo,
normalerweise Teilen sich Katzen/Kater Ihre reviere auf. Aber meistens gibt es immer einen „armen prügel Knaben“ der alles abbekommt oder auch einen der die anderen immer Provoziert…
Meine Katze Spricht mit mir auch so viel, richtige Geschichten kann sie erzählen. Im laufe der Jahre (10) habe ich auch gelernt zu deuten was sie mir sagt.
Vielleicht solltest du ihm wirklich ein Eingezäuntes Gehege bauen. Oder ich würde ihn an deiner Stelle Nachts nicht mehr rauslassen, da in den meisten Fällen alle Kater Nachts unterwegs sind. So kannst du schon einmal dafür Sorgen das er nicht zu viele Prügel bekommt. Wenn zu viele Katzen in einer Gegend leben, so das nicht jede Ihr eigenes Revier bilden kann so passiert es oft das sie sich zeitlich einigen. ZB. der eine geht nachts ein anderer wiederum Vormittags usw. Beobachte doch mal in welchen Zeitraum du meinst das dein Kater im Garten ruhe hat und lass ihn nur zu diesen Zeiten raus.
Das er dir die Wohnung Neu gestaltet und un ausgelastet ist, ist ja kein wunder ihm fehlt die Bewegung und er hat Frust da er der „dumme“ ist… Such dir bestimmte Zeiten wo ihr mit ihm zusammen rausgeht und dann mit ihm spielt.
Solltest du wissen wem der Kampfkater gehört der deinen immer prügelt, versuche dich mit dem Besitzer freundlich zu einigen, welcher Kater zu welcher zeit raus darf. Vielleicht lässt sich für einige Monate regeln das der andere Kater vormittags oder so… im Haus bleibt.
Magret
Hallo Annette,
bei uns war es eher zufällig, dass wir nach dem Umzug öfter in der Gegend spazierengingen.
Nach drei Jahren reinem Wohnungs- und Balkondasein, war es für unsere beiden auch erst mal ungewohnt, rauszudürfen. Die eine hat uns dann immer öfter auf den Spaziergängen begeleitet und sich so ihr Revier ausgekundschaftet.
Vielleicht sind solche Spaziergänge auch für Euch eine Möglichkeit?
Gruß Maita
Kein Waffenstillstand in Sicht
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Tipps. Mit Bernhard spazieren zu gehen, war auch meine erste Idee. Er will das allerdings nicht.
Das Gelände einzäunen geht nicht, da das Ganze angemietet ist und nur ein kleiner Teil von mit alleine genutzt wird. Außerdem steht die gesamte Wohnanlage unter Denkmalschutz, man darf noch nicht einmal ein Tor an der Veranda anbringen.
Uhrzeitentechnisch lässt sich auch nichts machen, da einer der Kater kein festes Zuhause hat. Er ist schon fast 20 Jahre alt und wird seit dem Tod seiner Besitzer von einigen Leuten hier versorgt.
In den letzten Tagen ging Bernie von sich aus wieder viel nach draußen, wenn auch nur in unmittelbarer Nähe. Meist saß er in Lauerposition auf der Veranda und schaute durch einen Schlitz zwischen Fußboden und Holzumrandung.
Gestern sah ich dann einmal aus der Nähe, was hier abgeht: Ich fuhr mit dem Auto weg, um in der Nähe etwas einzukaufen. Bernie stand da, guckte und ahnte nichts. Als ich anfuhr, stürzte wie auf Kommando Maik, der kräftigste aller Kater, aus dem Gebüsch. Es gab ein fürchterliches Geprügel und Geschrei, die Wolle flog durch die Gegend,die beiden rollten fest umklammert ca. 10 m weit und mein Kater flüchtete in den Keller. Später kam er mir total fertig mit blutender Nase entgegen. Die gesamte Nachbarschaft hatte die Prügelei mitbekommen. Mir wurde allerdings berichtet, dass mein Kater im Vorfeld ganz schön provoziert hat. Ein älterer Mann behauptet zudem, mein Kater hätte ihn angegriffen. Er sei aus dem Gebüsch gesprungen und habe ihn attackiert.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Kater aus dem Hinterhalt meine Nachbarn angreift. Andererseits, ein Unschuldslämmchen ist er anscheinend auch nicht!
Viele Grüße,
Annette
Hm, ich würde umziehen. Erstens bist Du die anderen Kater los und zweitens die debilen Nachbarn. 