Hallo zusammen,
meine erste Frage bei www.
Ich möchte einen Holzfußboden anschaffen und bin mir mit der Holzart noch unsicher. Gefallen würde mir Lärche gebürstet, geölt. Ich weiß, dass Lärche stark nachdunkelt. Damit kann ich gut leben. Fraglich ist aber noch,
- ob der Lärchenboden nicht etwas arg weich ist.
- ob ein gebürsteter Boden mehr Dreck fängt als ein glatter.
- ob ein geölter Boden tatsächlich langlebig ist.
Zu diesen Frage finde ich nichts im WWW und keine verlässliche Antwort, daher vielleicht hier…
Beste Grüße
Marcus
Hallo zusammen,
meine erste Frage bei www.
herzlich willkommen
Ich möchte einen Holzfußboden anschaffen und bin mir mit der
Holzart noch unsicher. Gefallen würde mir Lärche gebürstet,
geölt. Ich weiß, dass Lärche stark nachdunkelt. Damit kann ich
gut leben. Fraglich ist aber noch,
- ob der Lärchenboden nicht etwas arg weich ist.
- ob ein gebürsteter Boden mehr Dreck fängt als ein glatter.
- ob ein geölter Boden tatsächlich langlebig ist.
Zu diesen Frage finde ich nichts im WWW und keine verlässliche
Antwort, daher vielleicht hier…
zu 1. wir haben Lärchenparkett im Haus, seit 1970. Allerdings versiegelt.
Ist heute wunderbar rot, bis auf da, wo die Teppiche liegen. Solches sollte beim Auslegen/Neukauf von beweglicher Teppichware bedacht werden.
Schäden - minimal. Ein paar Kratzer. Allerdings ist der Hauptwohnbereich im Erdgeschoß.
2. Dreck fängt alles. Aber je intensiver die Oberfläche behandelt ist, desto glatter, desto geringerer Zeit- und Kraftaufwand bei Dreck-Entfernungsmaßnahmen. Insofern ziehe ich noch heute Lack vor.
3. Früher konnte man Holzböden nur ölen oder wachsen. Beides führt dazu, dass das Holz vor Nässe geschützt ist. Bei sachgerechter Pflege hält so ein Boden mindestens so lang, wie alle anderen Systeme. Ganz davon abgesehen: auf dieser schönen Welt ist nichts ewig.
Falls Dir der Umweltaspekt im Sinn liegt -
sowohl Lacke, als auch Wachse, zum geringerem Teil Öle dünsten bei der Verarbeitung und noch eine Weile danach flüchtige Bestandteile der Inhaltsstoffe aus. So richtig gesund ist keine Variante davon.
viele Grüße
Geli
Hallo Marcus,
von Ölen rate ich jedem ab. Einmal geölt, muß immer wieder geölt werden. Öl und Staub verbindet sich mit der Zeit zu einer schmierigen schwarzen Schicht. Ich empfehle (und viele Kunden haben mir das bestätigt) Clou W 9200 seidenmatt. Das ist ein wasserverdünnbarer Parkettlack für den Innenbereich. Bei neuem Holz 3 x pur aufgetragen,
wird der Anstrich schön fest. Je glänzender der Anstrich steht, desdo schneller sieht man Kratzer und evtl. kleine Fehler(chen) beim Auftrag, deswegen seidenmatt. Kann auch bei geschlossenem Fenster verarbeitet werden und ist nach richtiger Durchtrocknung schnell begehbar. Wichtig: Voll belastbar sind neu versiegelte Böden erst nach ca. 7 Tagen, und das gilt für fast alle Fußbodenlacke. Wichtig vielleicht noch, zwischen den Anstrichen das feine Zwischenschleifen nicht vergessen, da bei wässrigen Lacken beim Erstanstrich sich die feinen Holzfasern aufstellen und nach Trocknung sich die Fläche erst einmal sehr rauh anfühlt. Viel Glück. M.P.
also, danke für beide antworten. nun habe ich auch hier wieder beide meinungen vertreten - pro und contra öl.
vielleicht kann sich noch jemand motivieren, etwas beizutragen.
beste grüße
marcus
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danke für die antwort.
wie ist das bei deiner empfohlenen oberflächenbehandlung mit dellen? bei geölten hölzern gibt es ja die möglichkeit, durch wasser quellung zu erzeugen und die fasern zum aufstehen zu bewegen. mit dem lack geht das nicht, oder?
und noch eine frage zur verbindung öl/staub: ist das zwangsläufig oder liegt das an nachlässiger pflege? es heißt immer, regelmäßig saugen und alle 1-2 wochen feucht mit entspr. mittel wischen. genau in diesem bereich liegen auch unsere befürchtungen - bekannte haben einen ähnlichen boden mit ätzenden laufstraßen darauf…
beste grüße
marcus
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Hi, Marcus,
auch von mir ein herzliches Willkommen,
Ich möchte einen Holzfußboden anschaffen und bin mir mit der
Holzart noch unsicher. Gefallen würde mir Lärche gebürstet,
geölt. Ich weiß, dass Lärche stark nachdunkelt. Damit kann ich
gut leben. Fraglich ist aber noch,
- ob der Lärchenboden nicht etwas arg weich ist.
Im Vergleich zu anderen Nadelhölzern ist Lärche ziemlich hart, ich schätze, ungefähr so wie Buche.
- ob ein gebürsteter Boden mehr Dreck fängt als ein glatter.
Das auf jeden Fall, wie es sich mit Öl und Dreck verhält, hat schon jemand anderes geschrieben.
Ich würde vielmehr fürchten, dass in viel belaufenen Stellen die Oberfläche schneller abnutzt, also glatt wird, als in anderen Bereichen. Das sähe bestimmt blöde aus und ist im Grunde irreparabel.
Ich finde glatte Böden auch schöner, gerade wenn Du ein so wunderschönes Holz gewählt hast.
- ob ein geölter Boden tatsächlich langlebig ist.
Isser, aber: einmal Öl, immer Öl. Hat auch schon jemand gesagt.
Moderne Lacke sind nicht mehr die Giftschleudern aus den 70ern.
Viel Freude am Boden jedenfalls wünscht - Anette