Hallo zusammen,
von Röntgenaufnahmen her weiß ich, dass diese im Maßstab von 1,15:1 sind. Mir ist klar, dass die Vergrößerung durch den geometrischen Strahlensatz entsteht.
Ich habe schon recherchiert, dass sich der Vergrößerungsfaktor durch den Focus-Film-Abstand und den Focus-Objekt-Abstand ergibt.
Also, ich habe mein Objekt. Dahinter ist der Film, auf denen das Bild projiziert wird.
Nun frage ich mich, was der Focus ist. Focus müsste der Brennpunkt sein, kenne ich aber nur von Linsen (Optik). Soweit ich weiß kann dieser groß und klein sein, womit sich die Verzerrung beeinflussen lässt. Zulesen ist auch was vom Brennfleck, hab aber nicht gefunden was das ist.
Eine Abbildung wo das erklärt ist, hab ich auch nicht gefunden. Könnt ihr mir weiterhelfen?
Viele Grüße, Jenny.
Nun frage ich mich, was der Focus ist. Focus müsste der
Brennpunkt sein, kenne ich aber nur von Linsen (Optik). Soweit
ich weiß kann dieser groß und klein sein, womit sich die
Verzerrung beeinflussen lässt. Zulesen ist auch was vom
Brennfleck, hab aber nicht gefunden was das ist.
Ich weiß es zwar nicht aus eigener Erfahrung, aber es kann nur wie folgt gemeint sein: Analog zur Strahlenoptik (Linsen, …) bezeichnet man wohl den Punkt als Focus, von dem alle Röntgenstrahlen ausgehen. Es ist also der Punkt der Anode, auf den die Elektronen knallen. Da die Elektronen sich nicht ganz perfekt bündeln lassen, und weil sie vor ihrer Energieabstrahlung eine gewisse Tiefe in die Anode eindringen, kann man wohl nicht von einem Brenn*punkt*, sondern besser einem Brenn*fleck* sprechen.
Wie dem auch sei. Was Dich interessieren dürfte: Mit „Focus“ ist die Röntgenröhre gemeint. Also:
1,15 : 1 = Abstant(Röntgenröhre - Film) : Abstand(Röntgenröhre - Objekt).
Hallo zusammen,
also ich denke jetzt, dass mit Focus die Austrittsstelle der hochenergetischen elektromagnetischen Wellen gemeint ist, weiß das aber nicht hundertprozentig.
Eine weitere Frage ergibt sich beim digitalen Röntgen: Kann man sagen, dass man die Aufnahme auf einen Film belichtet? Hat ja eigentlich nichts mit Licht zu tun, oder?
Viele Grüße, Jenny.
Hallo,
Eine weitere Frage ergibt sich beim digitalen Röntgen: Kann
man sagen, dass man die Aufnahme auf einen Film belichtet? Hat
ja eigentlich nichts mit Licht zu tun, oder?
Zumindest beim „klassichen“ Röntgen mit Film wird der Film belichtet, denn es ist chemisch/physikalisch der gleiche Prozess wie mit sichtbarem Licht. Ob du jetzt Röntgenstrahlung als Licht bezeichnest, bleibt dir überlassen. Es ist nicht üblich, ist aber nichts wesentlich verschiedenes (das sollte man aber nicht übertreiben *g*. Fangt mir bitte nicht mit „Gamma-Licht“ an).
Grüße,
Moritz
Hallo zusammen,
von Röntgenaufnahmen her weiß ich, dass diese im Maßstab von
1,15:1 sind. Mir ist klar, dass die Vergrößerung durch den
geometrischen Strahlensatz entsteht.
Hallo Jenny,
wie hier schon beschrieben, handelt es sich um eine einfache Abbildung mit einer Punktlichtquelle, eben dem Brennfleck. Der sollte natürlich so klein wie möglich sein.
Der Grund ist, dass es für Röntgenstrahlen weder Linsen noch Spiegel gibt - um genau zu sein, keine bezahlbaren. Die „Optik“ in den bisher gebauten Röntgen-Teleskopen (im Weltraum) besteht aus unzähligen ineinandergeschachtelten Parabolspiegeln mit vergoldeter und auf nm (!) genau bearbeiteter Oberfläche. Die Kosten liegen im Bereich hunderte Millionen.
Gruss Reinhard
Hallo Michael,
vielen Dank erstmal!
Wie dem auch sei. Was Dich interessieren dürfte: Mit „Focus“
ist die Röntgenröhre gemeint. Also:
1,15 : 1 = Abstant(Röntgenröhre - Film) : Abstand(Röntgenröhre
Also ist mit Focus doch der Brennfleck gemeint!?
Vergrößerung= Focus-Film-Abstand / Focus-Objekt-Abstand
Viele Grüße, Jenny.
Hallo Michael!
Ich weiß es zwar nicht aus eigener Erfahrung, aber es kann nur
wie folgt gemeint sein: Analog zur Strahlenoptik (Linsen, …)
bezeichnet man wohl den Punkt als Focus, von dem alle
Röntgenstrahlen ausgehen. Es ist also der Punkt der Anode, auf
den die Elektronen knallen. Da die Elektronen sich nicht ganz
perfekt bündeln lassen, und weil sie vor ihrer
Energieabstrahlung eine gewisse Tiefe in die Anode eindringen,
kann man wohl nicht von einem Brenn*punkt*, sondern besser
einem Brenn*fleck* sprechen.
Das hast Du Dir absolut richtig zusammengereimt!
Man spricht auch von Röntgenröhren mit einem Focus von 1 mm oder 0,8 mm.
Meines Wissens bezieht sich die Bezeichnung übrigens darauf, dass die Elektronen in der Röhre auf diesen Punkt fokussiert werden. Bei einem Oszilloskop gibt es eine ähnliche Einrichtung mit einem ebenso benannten Regler.
Wie dem auch sei. Was Dich interessieren dürfte: Mit „Focus“
ist die Röntgenröhre gemeint. Also:
1,15 : 1 = Abstant(Röntgenröhre - Film) : Abstand(Röntgenröhre
So ist das gemeint.
Gruß,
Arndt
Hallo Jenny!
Du hast ja schon einige hilfreiche Antworten bekommen.
Ergänzend möchte ich noch bemerken, dass der Maßstab keineswegs fest ist.
Nachdem klar ist, dass es keine Röntgenlinsen gibt, ist leicht zu verstehen, dass der Maßstab immer größer als eins sein muss.
Naheliegend ist es auch, den Film möglichst nahe an das Objekt zu bringen. Wenn Du dann eine nennenswerte Fläche abbilden möchtest, sollte der Focus erheblich weiter vom Objekt entfernt sein. Damit kommen wir in einen Bereich zwischen 1 und 1,5.
Es gibt Anlagen, bei denen der Abstand zwischen Röhre und Bildaufnehmer fest ist. Zum Beispiel ein C-Bogen, aber hier ist das Objekt nicht immer direkt am Aufnehmer.
Gruß,
Arndt