Master in psychologie oder weiterbildung?

hallo,

ich habe einen ba abschluss als diplom-sozialpädagogin und würde mich gerne noch weiterbilden. dabei sehe ich grundsätzlich zwei alternativen für mich:

  1. master studium, um noch einen akademischen abschluss zu erwerben, berufsbegleitend in psychologie
  2. eine weiterbildung in systemischer beratung oder therapie mit selbsterfahrung und der möglichkeit, mein wissen im bereich gesprächsführung ´zu vertiefen und zu erweitern, mir also denke ich, direkter etwas für die arbeit nutzen würde als ersteres. das master studium gibts z. T. auch als fernstudium, wsa meinen gesundheitlichen rahmsnbedingunegn mehr entspräche. habe chronisches schmerzsyndro´m und kann nur begrenzt auf sein, muss imer wieder pausen machen…

am besten fände ich eine kombination aus beidem. aber gibts das? und auch noch bezahlbar?

es gibt ja auch noch die möglichkeit, sich zur kinder und jugendlichenthera ausbilden zu lassen, das geht über 5 jahre und ist sehr teuer, aber mit der möglichkeit einer approbation verbunden. die schreiben dort, dass sich die ausgaben mit den einnahmen durch eigene beratungstätigkeit ausgleichen würden. hat das jemand erfahrung von euch? falls ja, was habt ihr für eine therapierichtung gewählt und wo? wie sind die beschäftigungschancen?

was haltet ihr für sinnvoller??

mich interessieren alle diesbezüglichen erfahrungen

ach ja: ich finde es zum teil schwer, ein passendes insitut auszuwählen. mir ist es sehr wichtig, dass die ausbildung hellinger-frei abläuft…

liebe grüße
kerstin

Hallo Kerstin
So sehr ich die Inhalte des Sozialpädagogik-Studiums schätze, so skeptisch/pessimistisch beurteile ich Deine Möglichkeiten, in heutiger Zeit damit später frei therapeutisch zu arbeiten.
Nach wie vor sind Medizin oder Psychologie die einzigen soliden und anerkannten Grundlagen für eine Ausbildung zum Psychotherapeuten.

  1. eine weiterbildung in systemischer beratung oder therapie
    mit selbsterfahrung und der möglichkeit, mein wissen im
    bereich gesprächsführung ´zu vertiefen

Ich schätze ebenfalls die Systemiker, aber auch hier gilt: Ohne Medizin-Studium oder Psychologie-Studium kein vernünftiger Aufbau einer wie auch immer gelagerten speziellen Therapie-Ausbildung.

es gibt ja auch noch die möglichkeit, sich zur kinder und
jugendlichenthera ausbilden zu lassen, das geht über 5 jahre
und ist sehr teuer, aber mit der möglichkeit einer approbation
verbunden.

Dies ist möglicherweise die einzige probate Möglichkeit. Es kann sein, dass z.Zt. noch ein Weg offen ist, Kinder- und Jugend-Therapeutin zu werden, ohne die oben genannten Voraussetzungen (Med.-oder Psych.-Stud.). Hier könntest Du mit Deiner Grundlage Sozialpädagogik unter Umständen noch aufbauen, aber ich kenne mich mit Kinder- und Jugens-Therapie nicht so genau aus, weil ich halt nur Erwachsene behandle.

ach ja: ich finde es zum teil schwer, ein passendes insitut
auszuwählen. mir ist es sehr wichtig, dass die ausbildung
hellinger-frei abläuft…

Das wiederum kann ich sehr gut verstehen :wink: und das dürfte auch kein Problem werden, denn SO SEHR ist die Psycho-Szene nun auch noch nicht von Hellinger durchsetzt.

Es grüßt Dich
Branden

Hallo Kerstin,

als Ergänzung möchte ich noch darauf hinweisen, daß systemische Therapie nicht von den Krankenkassen anerkannt ist und die Kosten der Behandlung i.a. nicht erstattet werden. Falls Du über eine Therapeutenlaufbahn nachdenkst, solltest Du das mitbedenken.

Zur Info: das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates Psychotherapie der Bundesregierung zur systemischen Therapie

http://www.wbpsychotherapie.de/STFramesetOhneRand/in…

Dir einen schönen Sonntag!

Oliver Walter

Hallo branden,

nein, nur auf basis des sozialpäd. studiums würde ich mir nicht anmaßen oder zutrauen, wirklich therapeutisch zu arbeiten. die weiterbildung systemische beratung, die ich meine, ist beim ifs-essen. kennst du die??? das geht auch für soz. päd.dass ein masterstudium, das ich nur aufsetze, leider nicht den klinischen teil abdeckt, ist sehr schade, aber das gibts bislang nur mit schwerpunkt ao oder education…ich dachte hier eher an eine tätigkeit vielleicht in einer beratnugsstelle.

auch psychologen müssen ja erstmal eine weiterbildung in einem anerkannten verfahren ablegen. welche hast du gemacht und wielange hat das gedauert? war das bei einem insitut und hast du begleitend in einer klinink gearbeitet???

kinder- und jugendlichenthera geht für soz.päd, wie gesagt, es ist nur so lang und teuer nud ich hab keinen überblick, wie der markt hier wirklich aussieht. arbeitest du nur mit erwachsenen??

aber in jedem fall danke für deine antwort

liebe grüße
kerstin

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hallo oliver,

danke für deine antwort, ja, das hab ich gelesen, dass es nur geht, wenn man eine weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter, analytischer oder verhaltenstherapie hat. arbeitest du mit einem verfahren (wegen deiner emailadresse…:smile:)fühle mich halt etwas überfordert auch bei der masse an weiterbildungseinrichtungen mit teilweise ja doch sehr beträchtlichen kostenschwankungen und unterschiedlichem leistungsumfang

liebe grüße
kerstin

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Hallo Kerstin,

die Frage wäre für mich, warum bist Du interessiert an einer Zusatzausbildung?

Möchtest Du freiberuflich arbeiten im therapeutischen Bereich?

Falls Du in einer Beratungsstelle als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin arbeiten willst, wäre zu beachten, daß Du trotz Zusatzausbildung - die wie Du selber erwähnt hast ziemlich teuer ist - nicht höher eingruppiert wirst.

Eine Zusatzausbildung - in welchem therapeutischen Verfahren auch immer - bringt Dir Zugang zu bestimmten Stellen (Beratungsbereich), den Du sonst nicht hättest. An der Eingruppierung nach BAT ändert das - leider - nichts.

Viele Grüße

Iris

Hi Kerstin

auch psychologen müssen ja erstmal eine weiterbildung in einem
anerkannten verfahren ablegen. welche hast du gemacht und
wielange hat das gedauert? war das bei einem insitut und hast
du begleitend in einer klinink gearbeitet???

Wenn Du in meine vika schaust (oder ausführlicher in meine website www.schmidt-branden.de), siehst Du, dass ich Arzt bin, also -im Wesentlichen- Medizin studiert und abgeschlossen habe. Die 8 Semester Psychologie davor waren u.a. auch mit Sozialpädagogik gewürzt, hab ich aber nicht weiter erwähnt in meinem Lebenslauf. Wenn man zuviel da reinschreibt, wirkt es oft zerfasert, insofern hab ich einiges weggelassen.
Meine Fort- und Weiterbildungen in Psychosomatischer Medizin, Hypnose, Gestalttherapie und Psychodrama waren war wichtige Mosaiksteine, aber die grundlegende Ausbildung habe ich am Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP) gemacht. Aufgrund dieser abgeschlossenen Weiterbildung kann ich tiefenpsychologisch fundierte (analytisch fundierte) Behandlungen sowohl für Privatpatienten als auch alle Kassen abrechnen. Das ist notwendig, wenn man eine 5köpfige Familie ernähren möchte. :wink:
Ich habe damals überlegt, ob ich noch die Ausbildung zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten machen soll, habe aber lieber die Gruppentherapie-Ausbildung noch drangehängt. Diese macht mir in den letzten 10 bis 15 Jahren am meisten Freude. Ich behandle allerdings in Einzel- und Gruppentherapie nur Erwachsene, also ab 18 Jahren.
Du könntest mit Deinem abgeschlossenen Sozialpädagogik-Studium und Deinem Interesse, therapeutisch zu arbeiten, natürlich eine Theapie-Ausbildung in einem der Verfahren machen, die nicht nur Dipl-Psychologen und Ärzte zulassen, sondern auch Sozialpädagogen. Leider sind dies alles Verfahren, die von den Krabnkenkassen nicht anerkannt sind. Das heißt, Du musst später von Patienten leben, die die Behandlung aus eigener Tasche bezahlen und von nirgendwo das

Hallo Kerstin,

arbeitest du mit einem verfahren

hab ´mal Selbstsicherheitstraining in einer Suchtklinik durchgeführt. Momentan arbeite ich für die PISA-Studie.

(wegen deiner emailadresse…:smile:)

Meine Homepage heißt so. Ich finde den Namen treffender als „Psychologie“. Etliche meinen, Psychologie sei die Wissenschaft von der Seele, obwohl sie vielmehr die Wissenschaft vom Verhalten und Erleben ist. Daher Verhaltenswissenschaft.

Beste Grüße,

Oliver

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Ich finde den Namen treffender als

„Psychologie“. Etliche meinen, Psychologie sei die
Wissenschaft von der Seele, obwohl sie vielmehr die
Wissenschaft vom Verhalten und Erleben ist. Daher
Verhaltenswissenschaft.

hallo oliver,

ich finde auch, dass das viele bereiche von psychologie abdeckt, diese beschreibung. ich hab ein paar semester an der fernuni soziale verhaltenswissenschaften studiert, das umfasste sozial-, ao- und ökologische psychologie und methoden. war sehr spannend.

was machst du im zusammenhang mit pisa?? evaluierst du bildungsstrukturen und profile? würde mich interessieren. ich bin schon seit jahren mit der einstellung von auszubildenden und studentInnen betraut und bin immer wieder schockiert, was menschen von sich geben können, die 13 jahre zu schule gingen. „wie heißt unser bundespräsident?“ „ah, äh, war das kohl?“

liebe grüße
kerstin

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hi,
hab ne frage.

hast du den abschluss an ner uni gemacht?
weil es in den naturwissenschaften so ist, dass das uni-diplom einfach zum master umgestellt wird. das wuerde bedeuten, du hast quasi den master schon.
weiss allerdings nicht, ob das bei psychologie auch so ist.

hast du dich darueber mal informiert?

mfg
rene

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falsch gelesen…sorry
hab das „noch“ ueberlesen… dass du sozi studiert hast und psycho als master machen willst…

ich wuerde eher ne praktische weiterbildung machen. ich denke, das bringt mehr an erfahrung als ein „aufenthalt“ an der uni. und die erfahrung ist es ja, die einem eine arbeit gut machen laesst.

mfg
rene

Hallo Kerstin,

was machst du im zusammenhang mit pisa??

ich bin einer derjenigen, die die Studie PISA 2003 machen. Meine Haupttätigkeiten betreffen Psychometrie, naturwissenschaftliche Kompetenzen und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Wenn Du in den Berichtsband zum internationalen Vergleich schaust, wirst Du sehen, was ich genau mache. :wink:

Beste Grüße,

Oliver

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hallo rene,

macht doch nichts. ja, ich tendiere auch fast dazu. finde es nur schade, dass das sozialpädagogik (ba) diplom so wenig anerkannt ist. aber am besten beraten kann nur der/diejenige, der/die sich auch mit sich selbst auseinandergesetzt hat und das geht denke ich, am besten mit ner weiterbildung, also ner praktischen.

liebe grüße
kerstin

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hallo iris,

ja, die idee, mich für den höheren dienst zu qualifzieren, hatte ich mit dem master studium wirklich. momentan reichts ja nur für den gehobenen und die stellen für sozialarbeiter liegen bei BAT IVb,(oder weniger) mit leitung BAT IVa, was ziemlich wenig ist, wie ich finde. arbeitest du im öffentlichend ienst???

ich wollte mich für die praktische arbeit besser rüsten, sicherer in der methodik werden udn gleichzeitig wieder mehr für meinen kopf tun. und da interessiert mich die systemische richtung eben sehr…

liebe grüße
kerstin

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Hallo Kerstin,

ja, die idee, mich für den höheren dienst zu qualifzieren,
hatte ich mit dem master studium wirklich. momentan reichts ja
nur für den gehobenen und die stellen für sozialarbeiter
liegen bei BAT IVb,(oder weniger) mit leitung BAT IVa,

Auch Leitungsstellen liegen meist bei BAT IV b; höher geht es nur wenn Du in einer Stationären Einrichtung arbeitest mit mehr als 120 Klienten u n d Vorgesetzte von mindestens 5 Leuten bist, die wiederum selber eine Eingruppierung nach BAT IV eingruppiert sind.

was
ziemlich wenig ist, wie ich finde. arbeitest du im
öffentlichend ienst???

Ich habe lange im öffentlichen Dienst und bei freien Trägern gearbeitet und war auch zeitweise für Einstellungen verantwortlich.
Ich habe zeitweise ein Forschungsprojekt geleitet und an diversen Fachhochschulen sowie an einer Uni unterrichtet.

ich wollte mich für die praktische arbeit besser rüsten,
sicherer in der methodik werden udn gleichzeitig wieder mehr
für meinen kopf tun. und da interessiert mich die systemische
richtung eben sehr…

Meine Empfehlung: Schau, daß Du eine Zusatzausbildung machst, die zu sehr unterschiedichen Zielgruppen und sehr unterschiedlichen Konzepten paßt (vom Einmalkontakt bis zu längerfristigen Kontakten).

Viele Grüße

Iris