Masterplan FahrRad

Hallo,
endlich mal wieder eine gute Idee unserer Regierung. Der Masterplan FahrRad ist das Ziel der Verdopplung des
Radverkehrsanteils in zehn Jahren
Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel, dessen Potenziale noch viel stärker genutzt werden können. Die Vorzüge liegen auf der Hand:
Das Fahrrad leistet einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz:
Mindestens drei Millionen Tonnen CO2 können jährlich eingespart
werden, wenn sich der Radverkehrsanteil deutlich erhöht.
Städte und Stadtverkehr werden durch das Fahrrad enorm entlastet:
Es ist auf einer Strecke zwischen 400 Metern und sechs Kilometern das schnellste Nullemissionsfahrzeug in der Stadt. Auch der Platzverbrauch ist geringer: ein Fahrrad-Stellplatz beansprucht weniger als ein Fünftel des Platzes, den ein Auto benötigt. Radfahren führt zu Einsparungen im Gesundheitsbereich in Milliardenhöhe: Die häufigste Zivilisationskrankheit -
Gefäßerkrankungen mit Herzinfarkt oder Gehirnschlag - kann
wirkungsvoll vermieden werden.
Der Masterplan FahrRad ist ein Prozess zur Förderung des Radverkehrs, den der Bund einleiten und moderieren sollte. Hierbei ist ein koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen notwendig. Ziel ist, den Anteil des Radverkehrs in Deutschland deutlich zu steigern. Eine Verdopplung des Radverkehrs in zehn Jahren – von derzeit 12 auf 24 Prozent - ist mit gemeinsamen Anstrengungen sicher möglich.
Mit dem Masterplan FahrRad sollte die Vision eines fahrradfreundlichen Deutschland realisiert werden. Der Masterplan schafft einen einheitlichen Rahmen für alle Akteure: Bund, Länder und Kommunen, Betriebe, Verkehrsunternehmen, Krankenkassen, Kindergärten, Schulen und Universitäten, für die Fahrradbranche ebenso wie für die Tourismusbranche.
Der Bund sollte die Federführung für die Aufstellung und Umsetzung eines nationalen Radverkehrsplans übernehmen. Der Bedeutung des Fahrrades sollte auch strukturell im Bundesverkehrsministerium - beispielsweise durch die Einrichtung eines eigenen Fahrradreferates - Rechnung getragen werden. Der Bund könnte damit ein Zeichen für eine ähnliche Schwerpunktbildung bei den Ländern und Kommunen setzen.
Für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik gilt: keine andere Förderung ist so effizient wie die des Radverkehrs. Mit 25 bis 50 DM pro Einwohner und Jahr können Städte binnen weniger Jahre fahrradfreundlich werden. Ein mit dem Fahrrad zurückgelegter Kilometer kostet die öffentliche Hand gerade einmal 2 Pfennig während ein Personenkilometer mit Auto, Bus oder Bahn die
Kommunen das Zehn- bis Zwanzigfache kostet.
Das Radwegenetz kann kostengünstiger ausgebaut werden. Bereits mit „Pinsel statt Beton“ (d.h. aufmalen statt bauen von Radwegen) lassen sich Verbesserungen für Radfahrer erzielen.
Wichtig für Radfahrer sind geschlossene attraktive Wegenetze,
Fahrradstadtpläne, sichere Fahrradstellplätze und Velorouten. Die Beschilderung muß verbessert werden: ausreichende Größe, gute Erkennbarkeit, Kilometerangaben und Hinweise auf verkehrliche Problemstellen sind unverzichtbare Qualitätsmerkmale. Eine der wichtigsten Maßnahmen des Bundes ist die Erhöhung der Investitionen für den Radverkehr durch Umschichtung von heute 1,2% des Fernstraßenhaushaltes auf mindestens 2,5%, also von heute jährlich 100 Millionen auf 220 Millionen DM.
Ich bin für eine Imagekampagne FahrRad! Die Kampagne könnte die Vorteile des Fahrrades herausstellen und sich für ein rücksichtsvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmer stark machen.
Der Masterplan FahrRad könnte eine gute Grundlage für eine offensive, fahrradfreundliche Politik von Bund, Ländern und Kommunen bieten.

Gruß Mic
http://www.mibor.de

Ablenkung???
Die Idee ist ja schön, aber warum beschäftigt sich denn unsere Regierung nicht mit Dingen, die wirklich wichtig sind???
Keinem Arbeitslosem ist damit geholfen, wenn er mit dem Fahrrad zum Arbeitsamt fährt.
Die Rente wird durch weniger CO2 in der Luft auch nicht sicherer.
Und die dringend nötige Gesundheitsreform wird durch verbesserte Radwege auch nicht besser.

Außerdem möchte ich gerne mal sehen, wie das Kabinett mit dem Fahrrad zur nächsten Sitzung kommt. Die kriegen doch erst als allerletzte den Hintern aus dem Dienstwagen…

Marc

Politiker auf dem Fahrrad. Die verkannte Gefahr?
Hallo,

Außerdem möchte ich gerne mal sehen, wie das Kabinett mit dem
Fahrrad zur nächsten Sitzung kommt. Die kriegen doch erst als
allerletzte den Hintern aus dem Dienstwagen…

mich hat Cem Öcdemir unterm Brandenburger Tor letztens mit dem Rad fast umgefahren. Allerdings ist der nicht im Kabinett, zugegeben. Leider möchte ich fast sagen. Der wäre der einzige Grüne, bei dem es nicht leid täte, wenn er drin wäre.

Aber das ist ein ganz anderes Thema…

Gruß
Christian

An Marc: Sorry für die Benachrichtigungen. Ich hab´ heut dicke Finger. :wink:

Das ist endlich einmal eine gute Idee!
Vielleicht ließe sie sich noch erweitern

  1. In jedem Betrieb ab 10 Mitarbeitern sollte es einen hauptamtlichen und freigestellten Fahrradbeauftragten geben.
  2. Radfahrer zahlen ab nachgewiesenen 100km pro Woche nur noch einen halben Krankenkassenbeitrag
  3. Neben der gesetzlichen Altersrente gibt es eine dynamisch steigende Radlerrente
  4. Die Elektrizitätswerke werden verpflichtet, Dynamostrom zu angemessenen Preisen von Radfahrern zu übernehmen (immerhin: 100.000 Radler ersetzen nach Ansicht von Experten ein AKW)
  5. Radler werden von der Umsatzsteuer befreit, ebenso von der Ökosteuer
  6. Alle Deutschland anfliegenden Fluggesellschaften werden gesetzlich verpflichtet kostenlos Fahrräder mitzunehmen
  7. Alle Fahrradwege werden überdacht und im Winter beheizt
  8. An den Universitäten werden Studiengänge mit dem Abschluß Diplom-Radler (Dipl.rad) angeboten
  9. Es wird ein Max-Planck-Institut für Sattelforschung mit Mitteln des Bundes eingerichtet
  10. Verdienten Radlern wird das Bundesradlerkreuz am Band verliehen (drei Stufen)
  11. Personen ohne Fahrrad werden in einer zentralen Kartei erfaßt und bekommen einen Eintrag in ihren Personalausweis

fahrrad, was ist das …?
hi,

die meissten gruenen wissen doch gar nicht was ein fahrrad ist!
ausser dem ströbele fahren doch die anderen alle benz und bmw. stell dir vor, ich sah diese frau roth einmal mit dem benz der bundestagsfahrbereitschaft vom bundestag zur „ständigen vertre-
tung“ fahren (eine spezikneipe gleich 200m fussweg weiter …

OHNE SCHEISS!!!

der showbee, der findet, das gruen & rot ihre seelen verkauft haben in dieser legislaturperiode …

Hallo Bonifatius,
sehr gut!! Ich sehe, wir verstehen uns!! Weiter so!!

Gruß Mic

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