Guten Tag, lange schon - fast meine ganze Erwachsenenzeit - leide ich an Mastodynie, schmerzhafter weibl. Brust und Brustschwellung, meistenteils zykusabhängig.
Langsam, finde ich, ist es Zeit dies loszuwerden. Schulmedizin = Hormone äußerlich und Homöopathie = Mastodynon - helfen mir nicht. Kräuterheilkunde = Agnus Castus schlägt mir zu sehr auf die Libido und hilft auch nicht.
Was nun? Helfen könnte angeblich noch
Nachtkerzenöl
Einstellen des Zyklus auf den Mondzyklus
TCM - Aktivieren des Leber - Chi
Akupunktur
MAssagen (?)
viel Sport treiben (was ich bereits tue…)
den Körperfettanteil senken (der bei mir völlig normal ist)
gute Ernährung (versteht sich von selbst)
Hat jemand mit diesen oder anderen Heiversuchen gute oder ergebnislose Erfahrungen gemacht? Gibt es psychosomatische Ansätze?
Das krasseste, was ich finden konnte, war eine SChmerzklinik, die mit Mittel xy die Schmerzleitung blockieren will!!! Das ist wie weggucken…
Kennt jemand eine www-Seite zum Thema? Ich bin es wahrlich leid und wenn ich lese, dass bis zu 50 Prozent alles Frauen daran leiden, wüßte ich gern, warum es so wenig Literatur gibt…???
warst du denn zum Beispiel schon einmal bei einem
Endokrinologen, um auszuschließen, daß hormonelle Störungen
wie z.B. Hyperprolaktinämie vorliegen?
Nein Eva, das war ich nicht. Sicherlich ist bei mir irgendwas - hormonell z. B. - im Ungleichgewicht. Aber das halte ich für die FOLGE, nicht für die Ursache. Und der Ursache würde ich gern abhelfen…
warst du denn zum Beispiel schon einmal bei einem
Endokrinologen, um auszuschließen, daß hormonelle Störungen
wie z.B. Hyperprolaktinämie vorliegen?
Nein Eva, das war ich nicht. Sicherlich ist bei mir irgendwas
hormonell z. B. - im Ungleichgewicht. Aber das halte ich für
die FOLGE, nicht für die Ursache. Und der Ursache würde ich
gern abhelfen…
Zunächst einmal muß man ja genau wissen, was die „finale“ FOLGE, also das spürbare Symptom (hier: die Mastodynie) auslöst.
Nehmen wir mal an (was natürlich nicht sein muß), die Mastodynie hätte etwas mit dem Prolaktinspiegel zu tun. In dem Fall wäre es so, daß eine Veränderung an Zellen der Hypophyse (URSACHE) - dort wird nämlich das Prolaktin „hergestellt“ - zur FOLGE haben könnte, daß der Prolaktinspiegel steigt. Durch den erhöhten Prolaktinspiegel (jetzt: URSACHE) könnte es zu Mastodynie kommen (FOLGE). Prolaktin ist nämlich ein Hormon, das bei Stillenden den Milchfluß anregt und durchaus daher auch zu Brustschwellungen führen kann.
Ein erhöhter Prolaktinspiegel könnte auch durch Stress verursacht sein, er muß nicht auf zelluläre Veränderungen der Hypophyse zurückgehen. In diesem Fall wäre der erhöhte Prolaktinspiegel eine FOLGE des Stress, und der Stress wäre die grundlegende URSACHE.
Im Einzelfall muß man also immer prüfen, wie das mit Ursache und Folge ist und wie man die grundlegende Ursache bekämpfen kann. Tatsache aber ist, daß man zunächst einmal die Veränderungen an sich (z.B. auf hormoneller Ebene) diagnostizieren muß, bevor man sich überlegen kann, was die Ursachen für diese Veränderungen sind.
Das soll natürlich nur ein Beispiel sein, um die Sache mit Ursache und Folgen zu verdeutlichen. Wie gesagt, es muß sich ja bei dir nicht um Hyperprolaktinämie (ein Zuviel an Prolaktin) handeln.