Zunächst zum Verstehen meiner Gedankengänge die grundlagen auf der die Frage aufbauen (sonst halt weiter nach unten springen):
Es gibt einen Satz, der besagt, daß ich jede Matrix A bei geschickter Wahl der Basen auf die Form B gebracht werden kann, die wie folgt aussieht:
(E 0)
(0 0)
wobei E die r x r - Einheitsmatrix ist, wenn die Dimension vom Bild r ist.
Betrachten wir nun mal nur quadratische Matrizen.
Jetzt müßten ja invertierbare Transformationsmatrizen S und S’ (S’ als inverses von S) existieren, so daß
B = S A S’ bzw. A = S’ B S
Wenn man also die n-fache Anwendung von A ausrechnen will (A^n), dann
ist das
A^n = A A A … A = S’ B S S’ B S … = S’ B^n S
denn S S’ müßte ja die Einheitsmatrix ergeben.
Oder stimmt das nicht immer? Ich habe das jetzt nicht gefunden, aber meine mich zu erinnern, daß die Standardaufgabe „Rechnen sie A^1000 aus“ so gelöst werden muß, daß man irgendwie Eigenwerte sucht, so eine diagonale Matrix erhält und eben diese Formel bennutzt.
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Nun die Frage: #
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Wenn A Nilpotent ist oder invertierbar (Rang n bei einer n x n - Matrix) , dann müßte A im nilpotenten Fall entweder die Nullmatrix sein oder zumindest einen diagonaleintrag haben. Die Nullmatrix kann es eigentlich nicht sein (der Rang vn A ist nicht null).
Aber wenn A nilpotent, dann müßte nach obiger Formel:
A^k = S’ B^k S 0 ,denn B^k wird ja niemals null werden können. Demnach wäre A nicht nilpotent.
Gleiches Problem bei der invertierbaren Matrix.
Der Rang muß n sein, also muß die Matrix B in den transformiert Koordinaten die Einheitsmatrix sein.
Demnach wäre für jede invertierbare Matrix A
A^n = S’ E^n S = A
Und das stimmt ja nun auch nicht.
Wo ist jetzt der Fehler gemacht worden?
Danke,
Malte!