Mathematisch korrekt ?

hallo,
brauche info`s, WARUM die u.a. Berechnung mathematisch falsch ist ! Wer kann helfen.
Schulnotenberechung und Prozentuale Abweichung:

1998 1999 Abweichung
2,50 3,00 -20,0000%
2,00 2,50 -25,0000%
bei Mittelwert-Berechung
2,25 2,75 -22,5000% = FALSCH

-22,2222% = RICHTIG
Wer kann und moechte weiterhelfen.
many thanks stefan

Du hast Probleme!

1998 1999 Abweichung
2,50 3,00 (2,5-3)/2,5 = -0,2 = -20,0000%
2,00 2,50 (2-2,5)/2 = -0,25 = -25,0000%
bei Mittelwert-Berechung
2,25 2,75 (2,25-2,75)/2,25 = -0,22 = -22,2222%

Mit welcher Rechnung bist Du denn auf -22,5% gekommen?

hallo,
ich hab nicht das problem ! jemand versucht mir zu sagen, dass er den MITTELWERT der prozentualen abweichung berechnen darf … und der kommt dann auf -22,5 !
alles klar ?
nach meinem mathematischen verstaendnis darf man nicht den mittelwert (x+y/2) berechnen .
richtig ? ja !?
stefan

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nach meinem mathematischen verstaendnis
darf man nicht den mittelwert (x+y/2)
berechnen .

Hi Stefan,

…und nach meinem mathematischen Verständnis ist die Berechnung von prozentualen Abweichungen bei Schulnoten bereits - Entschuldigung - völliger Humbug. Angenommen jemand erzielt in einem Test eine 1.0, später in einem zweiten eine 2.0. Du kannst dann zwar eine Abweichung der zweiten Note gegenüber der ersten von 100 % ausrechnen, aber was soll das aussagen? Um eine 1.0 zu bekommen, braucht man 100 % des „Maximalwissens“, um eine 2.0 zu bekommen, reichen aber noch 80 % des Maximalwissens. Das Wäre eine relative Abweichung im Wissensvolumen von (-)20 %. Eine 4.0 erreicht man mit wenigstens 50 % des Maximalwissens; eine 6.0 bekommt man (auch), wenn man „Null“ weiss.
Gegen Null kannst Du aber überhaupt keine relative Abweichung berechnen, da eine Division durch Null ja nicht definiert ist. Die Abweichung von 4.0 zu 6.0 ist aber 33 %… ???

Fazit: Mach Dir klar, daß relative Notenabweichungen Unsinn sind, und laß diesen bleiben. Sinn macht nur die Mittelwertbildung.

Bitte nicht böse sein wegen der deutlichen Worte :wink:.

Mit freundlichem Gruß
Martin

Schulnoten: Ordinalskalenniveau!!
es gibt sogar noch einen Grund, warum bei Schulnoten überhaupt kein arithmetisches Mittel gebildet werden darf : Das Skalenniveau.
Es ist nämlich an dem, dass z.B. der Abstand von einer 6 zu einer 5 nicht gleich groß ist dem Abstand zwischen einer 2 und einer 1. Folglich sagen die Noten nur etwas aus über die Rangfolge (A ist besser als B). Als Mittenbestimmung ist nur der Modalwert (der am häufigsten auftritt) und der Medianwert (über- und unter dem gleich viele Fälle liegen).

So, und wenn du kein AM bilden darfst, darfst du auch die Abweichung davon nicht bilden.

Gruß
S_

kein problem ! vielen dank !!
hallo martin, kein problem fuer deine „deutlichen“ worte.
ich bin mit dir einer meinung … aber der andere, der mich von seiner meinung ueberzeugen will, ist halt „so“ …
im uebrigen ist das mein arbeitgeber, der so eine „komische“ berechung zur beurteilung von gruppen/teams durchfuehrt.

so muss sich jeder wohl seinen teil denken.
trotzdem vielen dank fuer deinen hinweis
thanks stefan

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hallo stefan,
mit verlaub: aber das habe ich wirklich nicht verstanden. gib mir doch bitte noch einen kleinen tipp, wo ich evtl. noch etwas ueber den skaleneffekt nachlesen kann.
das klingt sehr interessant (wirklich), aber ich mit meinem kleinen hirn hab es nicht kapiert .
waere klasse, wenn du mir antworten kannst
danke im voraus
stefan

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Skalenniveau

hallo stefan,

selber!

gib mir doch bitte noch
einen kleinen tipp, wo ich evtl. noch
etwas ueber den skaleneffekt nachlesen
kann.

z.B. hier:
Bortz, J. (1984). Lehrbuch der empirischen Forschung. Berlin: Springer.
darin das Kapitel über Messen S. 43ff.

Sicher auch in vielen vielen anderen Statistikbüchern! Vielleicht ganz kurz und grob unter Auslassung der Feinheiten:
Das niederste Skalenniveau ist das Nominalskalenniveau : rein willkürliche Zuordnung von Zahlen zu Eigenschaften (z.B. Trikotnummern auf Fußballern, Kontonummern u.Ä.). An Zusammenfassung ist nur Zählen (=Häufigkeit) erlaubt.
Das nächste Niveau ist das angesprochene Ordinalskalenniveau : das erlaubt Aussagen über eine Reihung (z. B. Tabellenplatz einer Fußballmannschaft oder eben auch Schulnoten). Zwischenwerte, wie 1,5. Platz machen wenig (=keinen) Sinn. Auch den durchschnittlichen Tabellenplatz auszurechen, hmmm…
Das höchste (das mit dem alle möglichen zusammenfassungen gerechnet werden dürfen ist das Intervallskalenniveau : „Eine Skala, bei der gleiche Zahlendifferenzen auch gleiche Merkmalsdifferenzen repräsentieren“ (Bortz, S. 44) Zu deutsch am Beispiel: Lebensalter: denk dir drei Personen A(3 Jahre alt), B(5 Jahre alt) und C(7 Jahre alt);nicht sehr fern wäre es, den Personen A die 3, B die 5 und C die 7 zuzuordnen. Der Abstand zwischen A und B und zwischen B und C ist in deinen Zahlen gleich (nämlich 2) und in der Merkmalsausprägung auch (nämlich auch jeweils 2), also Intervallskalenniveau. Klar? Und bei den Schulnoten gilt eben genau das nicht! Der Unterschied von einer 5 zur 6 ist nicht die gleiche „Merkmalsdifferenz“ wie zwischen einer 1 und einer 2.

*puhetwasausseratem*
Gruß
Stefan_

(Bortz, S. 44) Zu deutsch am Beispiel:
Lebensalter: denk dir drei Personen A(3
Jahre alt), B(5 Jahre alt) und C(7 Jahre
alt);nicht sehr fern wäre es, den
Personen A die 3, B die 5 und C die 7
zuzuordnen. Der Abstand zwischen A und B
und zwischen B und C ist in deinen Zahlen
gleich (nämlich 2) und in der
Merkmalsausprägung auch (nämlich auch
jeweils 2), also Intervallskalenniveau.
Klar? Und bei den Schulnoten gilt eben
genau das nicht! Der Unterschied von
einer 5 zur 6 ist nicht die gleiche
„Merkmalsdifferenz“ wie zwischen einer 1
und einer 2.

Hier kannst eben auch schön beweisen, dass es keinen Sinn machen kann den „Wissensunterschied“ mit 2 Jahren zwischen B und C, ohne das Alter von B oder C zu nennen, anzugeben.
Der „Wissensunterschied“ zwischen A und B ist sicher nicht der Gleiche wie zwischen B und C.

MfG Peter(TOO)

Der „Wissensunterschied“ zwischen A und B
ist sicher nicht der Gleiche wie zwischen
B und C.

Nur um sicher zu gehen: Du gibst mir schon Recht, oder? Weil in meinem Beispiel mit den Personen A, B und C war ja nur vom Alter und nicht von sonstigen Merkmalen, wie Wissen die Rede.

Gruß
S_

Der „Wissensunterschied“ zwischen A und B
ist sicher nicht der Gleiche wie zwischen
B und C.

Nur um sicher zu gehen: Du gibst mir
schon Recht, oder?

Genau 100%

Weil in meinem
Beispiel mit den Personen A, B und C war
ja nur vom Alter und nicht von sonstigen
Merkmalen, wie Wissen die Rede.

Eben und damit kann man eben veranschaulichen, dass es keine lineare Beziehung zwischen Wissen und Alter gibt, (in jungen Jahren nimmt das Wissen, normalerweise, schnell zu und im Alter nimmt es sogar ab) und somit ist es nicht zulässig irgenwelche %-Werte der Alters-Skala direkt auf die Wissenskale zu übertragen.

MfG Peter(TOO)