Ich bin jetzt im 3. Semester (Lehramt GH, Mathe und Musik) und wiederhole gerade Elementargeometrie, was aber nicht das Einzige ist, was ich wiederholen muss. Diejenigen, die jetzt im 1. semster sind, müssen auf jeder „Wochenhausaufgane“ die Sternchenaufgaben abgeben. Eine dieser Aufgaben wird kontrolliert. Wenn man sieht, dass derjenige sich bemüht hat, bekommt man einen Punkt. 12 Zettel gibt es insgesamt, 9 Punkte braucht man , um zugelassen zu werden. Ich bin eigentlich schon aufgrund meines ersten Semsters zugeassen, gebe aber, obwohl ich es nicht müsste, die Zettel auch häufig ab. Allerdings habe ich von bisher 9 möglichen Punkten nur 4 Punkte. Ich bin jetzt total verunsichert. Macht es für mich überhaupt noch Sinn, die Klausur zu schreiben oder nicht?
Hallo Minje,
Vergiss Sternchen und den ganzen Kram. Glaubst Du, Du hast den Stoff so gut drauf, dass Du dazu einige knifflige Fragen beantworten kannst? Wenn ja, schreib die Klausur. Wenn nein, setz Dich hin und lerne das Zeug anständig. Wills ums Verrecken nicht in den Kopf - vielleicht doch was anderes machen?
Vampy
Hallo Vampy,
ich denke , ich habe so das Wichtigste drauf. Aber kniffige Fragen beantworten? Damit hatte ich grade vor ein paar Tagen ein Problem. Es ging um den Satz des pythagoras (eigentlich ganz einfach) in einem Tetraeder. Formel aufstellen konnte ich schon, ich hatte auch die Formel, die am Ende rauskommen muss. Ich habe gerechnet und gerechnet, doch ich habe es nicht geschafft. Doch ein guter Anfang ist ja besser als gar nichts.
Und das Zeug lernen ist eigentlich auch ein guter Tip- manchmal hab ich Phasen, da kann ich den ganzen Kram tagelang nicht sehen. Aber etwas anderes wird mir wohl nicht übrig bleiben. Ich sehe das jetzt wieder etwas positiver. Danke.
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Hallo Minje,
wenn Du bei einer einzelnnen Aufgabe mal einen Hänger hast, ist das kein Problem. Dann solltest Du eben mal ein paar andere Aufgaben dieses Typs nachrechnen. Nicht gleich mit den Sternchenaufgaben anfangen, die sind ja ‚nur‘ zur Kontrolle.
Wenn Dir das aber regelmäßig passiert, solltest Du vielleicht nochmal über die Studienrichtung nachdenken. Wenn Du die Aufgaben schon selber nicht lösen kannst, wie willst Du sie denn dann später den Schülern erklären?
Btw., nicht jeder, der in der Schule mal gut war, wird ein guter Lehrer. Das wichtigste ist, sich durchsetzen zu können. Grad bei GH-Studium. Und grad auch bei Mathe und Musik.
Just my 2 Cents.
Gruß
Axel
Einspruch und Zustimmung…
Hallo Minje, Axel et al.,
Wenn Dir das aber regelmäßig passiert, solltest Du vielleicht
nochmal über die Studienrichtung nachdenken. Wenn Du die
Aufgaben schon selber nicht lösen kannst, wie willst Du sie
denn dann später den Schülern erklären?
Einspruch!
Die Matheaufgaben, die im Lehramtsstudium bearbeitet werden müssen, gehen weit über das hinaus, was später den Schülern beigebracht wird (zumindest für GH, HS und RS). Damit meine ich natürlich nicht, dass man den Schülern „nur eine Seite“ voraus sein sollte, aber die Zielsetzungen sind nun wirklich ganz andere. Ich habe Spaß an der Mathematik (oder vielleicht eher am Rechnen?), aber die ersten Studiensemester waren mit Abstand die schwersten und unangenehmsten. Dies mag zum einen daran liegen, dass am Anfang bei den Studenten „ausgesiebt“ werden soll, damit die Seminare im späteren Studienverlauf nicht so voll sind. Zum anderen sind dies wohl Überreste aus der Zeit, wo es keinen eigenständigen Lehramtsstudiengang gab, so dass die angehenden Pädagogen im Grundstudium die gleichen Vorlesungen besuchen mussten wie die Diplom-Studenten.
Btw., nicht jeder, der in der Schule mal gut war, wird ein
guter Lehrer. Das wichtigste ist, sich durchsetzen zu können.
Grad bei GH-Studium. Und grad auch bei Mathe und Musik.
Zustimmung!
Leider wird so etwas (Stichworte: Körpersprache, Stimmenmodulation, Konfliktösungen,…) an der Uni so gut wie gar nicht behandelt.
Lass dich nicht unterkriegen Minje, die ersten Semester in Mathe sind wirklich hart, aber danach kann dir normalerweise nicht mehr viel passieren.
Gruß Alex
Hallo Minje,
wenn Du bei einer einzelnnen Aufgabe mal einen Hänger hast,
ist das kein Problem. Dann solltest Du eben mal ein paar
andere Aufgaben dieses Typs nachrechnen.
Die Frage ist ja: Wie komme ich an Aufgabe des gleichen Typs? Ich habe schon mal daran gedacht, Schulbuchaufgaben zu machen- denn das muss ich ja später können.Und ich denke, das werde ich zur Klausurvorbereitung auch machen, denn es ist ja relativ sinnls, die Aufgaben gewissermaßen auswendig zu lernen, in der Klausur kommen ja schon andere Aufgaben dran.
Nicht gleich mit den
Sternchenaufgaben anfangen, die sind ja ‚nur‘ zur Kontrolle.
Wenn Dir das aber regelmäßig passiert, solltest Du vielleicht
nochmal über die Studienrichtung nachdenken. Wenn Du die
Aufgaben schon selber nicht lösen kannst, wie willst Du sie
denn dann später den Schülern erklären?
Mir passiert das im Grunde genommen regelmäßig . Es gibt auf jedem Aufgabenblatt Aufgaben, mit denen ich nicht zurande komme. Das komische ist nur:
Die Sternchen Aufgaben, die ich abgeben muss, die kann ich immer so einigermaßen.
Die anderen Aufgaben, die ich nicht abgeben muss, die kann ich nicht.
Merkwürdig. Ich denke, es liegt nicht mal so sehr am Können oder Nichtkönnen, das ist eher so eine Art psychologiscges Phänomen.
Den Schülern erklären können- das ist doch kein Problem.
- Wenn ich die Lösung zu einer Aufgabe habe, verstehe ich es auch meistens.
- Ich habe jetzt eine Nachhilfeschülerin in Mathe, 9.Klasse. Das trainiert ja auch. Jetzt muss ich mich zum Beispiel mit Parabeln auseinandersetzen, obwohl ich das gar nicht im Unterricht habe.
Btw., nicht jeder, der in der Schule mal gut war, wird ein
guter Lehrer. Das wichtigste ist, sich durchsetzen zu können.
Grad bei GH-Studium. Und grad auch bei Mathe und Musik.
Ich gebs zu: Ich war in der Schule gar nicht gut. Ich bin sogar mal sitzengeblieben- nein, nicht wegen mathe, wegen drei anderen Fächern.
Gruß Minje
Just my 2 Cents.
Gruß
Axel
Hallo Minje,
Die Frage ist ja: Wie komme ich an Aufgabe des gleichen Typs?
Bibliothek heißt die Einrichtung, in der man Fachbücher auch mit Übungsaufgaben ausleihen kann. Und dann gibt es normalerweise an jeder Uni/Fh eine ‚Fachschaft‘ (Studentenvertretung, heißt nicht überall so). Die sammeln normalerweise Übungsaufgaben und alte Klausuren. Mit Musterlösungen.
denn es ist ja
relativ sinnls, die Aufgaben gewissermaßen auswendig zu
lernen, in der Klausur kommen ja schon andere Aufgaben dran.
Du sollst nicht Aufgaben auswendig lernen, sondern Lösungswege, also Strategien.
Ich denke, es liegt nicht mal so sehr am Können
oder Nichtkönnen, das ist eher so eine Art psychologiscges
Phänomen.
Halte ich eher für Zufall. Um das zu rauszufinden, lass Dir halt mal ein Aufgabenblatt von jemandem abschreiben - ohne Nennung der Sternchenaufgaben. Wenn es Dich wirklich interessiert.
Den Schülern erklären können- das ist doch kein Problem.
Doch, das ist das größte Problem, das ein Mathelehrer (eigentlich jeder Lehrer) hat. Es reicht nämlich nicht, den Lösungsweg vorzubeten und auswendig lernen zu lassen. Die Schüler sollen eine Aufgabe auch lösen können, wenn sie mal ‚hintenrum‘ gestellt wird. Wie schwer das ist, zeigen regelmäßig die Probleme bei Textaufgaben.
- Wenn ich die Lösung zu einer Aufgabe habe, verstehe ich es
auch meistens.
So geht es den Schülern auch. Wichtig ist aber nicht die einzelne Aufgabe, sondern das Verständnis der Theorie dahinter, der ‚Aufgabenwelt‘ (versteht jemand, was ich meine?). Es geht grade in der Schule nicht darum (oder vielleicht: es sollte nicht darum gehen), eine einzelne Augabe in genau einer Formulierung lösen zu können. Es geht um Strategien, beliebige Aufgaben lösen zu können (s.o.). Die Aufgaben, die sich später ‚in freier Wildbahn‘ stellen, stehen oft nicht im Lehrbuch.
- Ich habe jetzt eine Nachhilfeschülerin in Mathe, 9.Klasse.
Das trainiert ja auch. Jetzt muss ich mich zum Beispiel mit
Parabeln auseinandersetzen, obwohl ich das gar nicht im
Unterricht habe.
Übung macht den Meister. Und hier übst Du genau das, was Du nachher brauchst. Bravo!
Ich gebs zu: Ich war in der Schule gar nicht gut. Ich bin
sogar mal sitzengeblieben- nein, nicht wegen mathe, wegen drei
anderen Fächern.
Meine Theorie: wenn jemand Klassenrüpel war (was ich Dir nicht unterstelle) kann er sich wenigstens durchsetzen und hat genügend Selbstsicherheit, um sich auch später vor einer Schulklasse ‚produzieren‘ zu können. Wenn jemand Schwierigkeiten bei einer Matheaufgabe hatte, diese aber überwindet, kann er es anderen am Besten erklären. Denn er weiß, wo die Probleme liegen können. Derjenige, der alles sofort kann, sieht diese Probleme gar nicht und kann sich meist nicht in die ‚schlechteren‘ Schüler hineinversetzen. Nur Mut!
Gruß
Axel