Hallo Experten,
ich stehe vor der Qual der Wahl eine neue Matratze kaufen zu müssen. Das Bett ist am Kopf- und Fußende unten geschlossen und unter dem Bett befindet sich ein Schubkasten mit einem Gästebett. Es kommt also nicht viel Luft von unten an die Matratze. In den Geschäften rät man mir deshalb von einer Latexmatratze ab, da sie bei zu wenig Luftzufuhr von unten zu Schimmelbildung neigen könnte. Die Verkäufer betonen stark, dass man bei so einem Bett die Matratze täglich drehen müsse … Da werden dann Taschenfederkernmatratzen und Kaltschaummatratzen als Alternativen angeboten.
Wer hat denn Erfahrung mit einem ähnlichen Bett? Stimmt das mit der Schimmelbildung wirklich? Welche Matratzenart haltet ihr für besser?
… Das Bett ist am Kopf- und Fußende unten geschlossen
und unter dem Bett befindet sich ein Schubkasten mit einem
Gästebett. Es kommt also nicht viel Luft von unten an die
Matratze.
Ich kenne das oben beschriebene System nicht, selbst habe ich Betten mit Lattenrosten die man aufklappen kann und unter den Matratzen sind Stauräume für z.B. Decken usw. Also Frischluft kommt nicht an die Unterseiten der Matratzen.
In den Geschäften rät man mir deshalb von einer
Latexmatratze ab, da sie bei zu wenig Luftzufuhr von unten zu
Schimmelbildung neigen könnte. Die Verkäufer betonen stark,
dass man bei so einem Bett die Matratze täglich drehen müsse
Seit etwa 10 Jahren habe ich ganz schwere/harte Latexmatratzen. Darauf schläft es sich herrlich. Von Schimmel keine Spur, auch Umdrehen braucht man nicht.
… Da werden dann Taschenfederkernmatratzen und
Kaltschaummatratzen als Alternativen angeboten.
Wer hat denn Erfahrung mit einem ähnlichen Bett? Stimmt das
mit der Schimmelbildung wirklich? Welche Matratzenart haltet
ihr für besser?
Einen Nachteil will ich Dir nicht verschweigen, so eine Matratze ist sehr schwer (Gewicht) und das Beziehen mit dem Spannlaken ist gar nicht einfach. Früher hatte ich Federkernmatratzen, da ging das „Bettenmachen“ leichter. Trotzdem möchte ich auf meine Latex-Schlafunterlage nicht verzichten, man liegt herrlich darauf. Wenn Du also den Rat der Bettenverkäufer befolgen willst und die Matratze täglich wenden willst, steht Dir viel Arbeit bevor.
Hallo Rudolf,
danke für deine ausführliche Antwort. Unser Bett ist durchaus mit deinem System zu vergleichen. Dann werde ich mir wohl doch die Latexmatratzen zulegen können, ohne gleich Schimmel befürchten zu müssen. Mir kam das auch wirklich etwas schleierhaft vor. Ich denke, dass das Drehen in sinnvollen Abständen mit Sicherheit sinnvoll ist (aber nicht jeden Tag *g ).
Ich würde dir auch zu einer Latex-Matratze raten da ich selbst eine haben und darauf sehr gut schlafen kann.
Was du dir nicht kaufen solltest sind diese Mehr-Zonen-Matratzen, die sind dort weich wo die Hüfte und die Schultern sind, an den anderen Stellen härter.
Diese Art der Matratzen sorgen aber für Rückenprobleme!
Ich hatte dieses Jahr (im Winter) eine Federkermatratze auf der ich geschlafen habe.
Ich hatte oben ein dickes Oberbett und unten eben nur die Federkern-Matratze.
Mir ist quasi der Rücken eingefroren da sie kein bisschen gedämmt hat, daher musste ich zwei Decken runter legen damit ich nicht erfriere.
Schimmel hat man nur wenn man die Luftfeuchtigkeit im Raum stark ansteigen lässt. Dann schimmelt es aber nicht oben auf der Matratze, sondern unten da der Boden die Luft abkühlen lässt und die Luftfeuchtigkeit sich dann einfach überall absetzt, egal ob es eine Wand, der Boden oder die Matratze ist.
Mein Schlafzimmer wird jeden Tag wenigstens ein/zwei mal durchgelüftet (meist aber früh und am Abend, gerade im Winter) und dann bildet sich auch kein Schimmel in der Wohnung.
(Wenn die Wohnung schlecht isoliert ist dann kondensiert das Wasser an jeder kalten Stelle wie zum Beispiel an der Wand, dem Boden oder den Fenstern.)