Mauer mit Unterbau verbinden

Ich möchte eine kleine Mauer, 300 cm lang X  70 cm hoch x 11,5 cm dick am Terrassen Ende mit Vormauersteinen 24 X 11,5 x 5,2 mauern? Weitere Info: Die Mauer soll als Abschluss, auf dem äußersten Rand auf der Terrasse stehen. (gerade Mauer)
Untergrundaufbau: Streifenbeton, Terrassenplatte, 6 cm Estrich und Bodenfließen.
(20 Jahre alt)
Wie bekomme ich eine feste Verbindung zwischen Mauer und Untergrund, so daß diese nicht umfällt?
Sollten dort, wo die Mauer stehen soll, die Bodenfließen entfernt werden?
Vielleicht auch den Estrich entfernen?
Oder was würdest Du mir raten?
Danke Armin

Zunächst mal muss auch für eine 11.5 er Wand ein Frostfreies Fundament ( 80 cm ) erstellt werden. Meiner meinung nach ist eine 11.5 er Wand 3,00 X 0,70 nicht geeignet für den freien stand. Man könnte bei der erstellung des Fundamentes kleine Doppel-T Träger Senkrecht mit einbetonieren. 1,20 lang, die Träger müssen so breit sein das der 11,5er Stein dort hinein gemauert werden kann. Ich denke 3 oder 4 Träger sollten reichen.

Thomas Kallen

Falls ein Kleber für das Mauern der Steine verwendet wird brauch nichts entfernt werden.
Ich empfehle Dübel, wie an der Wand, hier in den Boden einbohren und Kleineisen bzw. Bleche zur Armierung und Verbindung, zwischen den Fugen der ersten Steinreihe verwenden.
Da die Mauer für ihre Größe sehr dünn ist sehe ich es als ratsamer Pfeiler aus Holz oder Eisen in Abständen am Fußboden anzuschrauben und die Zwischenräume ausmauern oder anderweitig (Geländerartig) ausfüllen.

Danke, ich werde Moniereisen in den Untergrund senkrecht einbringen und mit vermauern.

Hallo Armin,

loggin2 gab ja schon eine gute Auskunft. Wenn also ein Streifenfundament vorhanden ist, ist das schon mal sehr gut. Eigentlich müßte ja beim Aufmauern der Wand eine Sperrlage gegen aufsteigende Feuchtigkeit eingebaut werden. In diesem Sinne ist es aber erst recht möglich bei diesem geringen Querschnitt, das die Mauer kippen kann, locker wird. Vorteilhafter ist es, gleich Sperrmörtel zu verwenden. Mauern und Fugen in „eigenem Saft“
Auch die Verbindung mit dem Untergrund ist wichtig. Da muß nichts entfernt werden. Das Gefälle der Terrasse ist wichtig, wohin fließt das Wasser. Sollte es vor der neuen Mauer sich sammeln, muß ein Durchlaß oder mehrere geschaffen werden (z.B. Schlitze in Stoßfugen oder Kunststoffrohre als Abschnitte d=16mm,um anfallendes Wasser weiter weg abzuführen). Weiterhin ist es überlegenswert, an den Mauerenden 24er Pfeiler, vielleicht auch mittig, zur Verstärkung einzubauen. Damit ist auch gewährleistet, den Druck einer späteren Belastung durch Blumenkübel/-kästen o.ä. auszuhalten.

Viel Spaß dabei   und frohe Ostern

Manni

hi,

Auf den Fiesen hält es nicht, zu glatt für einen so großen Hebel.
Auf den Estrich würde ich es auch nicht setzen, der könnte auf Trennlage oder einer Abdichtung liegen.

Wobei wir auch beim Thema sind: achte auf das Wasser. Eine so lange Mauer könnte da etwas im Weg stehen und eventuell gelangt dann plötzlich Wasser an Stellen, wo bisher alles abfließen konnte. Wasser ist unterm und im Estrich auch im Randbereich nicht immer problemlos.

Wenn die Terrasse irgendwo an ein Haus grenzt, ist da drauf zu achten und zu überlegen, wo die damaligen Erbauer Sperrschichten vorgesehen hatten und ob man diese jetz beschädigt oder ausgehebelt hat.

grüße
lipi