Mauer verputzen

Habe eine alte Mauer im Garten wo der Putz bröckelt.
Möchte sie gerne neu verputzen, bin Amateur. Wie muss ich die Mauer vorbereiten bzw, womit neu verputzen?

Hallo,

eine Mauer zu verputzen ist an und für sich einfach. Untergrund trocken, frei von Staub und losen Putzresten, keine Risse oder sonstige Setzungen bzw. Steinfehler. Alter Verputz sollte komplett entfernt sein.
Doch zuerst kommen die ganzen Fragen:

  1. Ist die Mauer auf einem Fundament erbaut? Wenn ja: 2) Wurde eine Feuchtigkeitssperre (Bitumenbahn) zwischen Fundament und Mauer eingezogen? Wenn ja - diesen Streifen nicht mit überputzen, da sonst Feuchtigkeit wieder in die Mauer und den Putz einzieht. Wenn nein - einen Abstand zwischen Verputz und umgebendes Erdreich lassen, damit nicht zuviel Feuchtigkeit in den Putz einziehen kann. Ein Kiesbett um die Mauer kann da schon weiter helfen.
  2. Ist es eine einfache Ziermauer, die nur zur Deko aufgebaut wurde (also ohne Fundament und Feuchtigkeitsbarriere)? Dann wird eine Verputzaktion schon bald wiederholt werden müssen - weil die Feuchtigkeit dem Bauwerk schadet.
    Wenn die Maueroberseite ein leichtes seitliches Gefälle hat, trägt das zur Haltbarkeit des Bauwerks bei - Wasser kann abfließen, Tauwasser/Eis-Bildung hat geringere Schadwirkung.
    Verputzen: Wir gehen von einer soliden wie unter 1) u. 2) beschriebenen Mauer aus: Untergrund s.o. bearbeiten bzw. vorbereiten. Risse vorab mit Mauermörtel zuputzen, Lose Steine komplett entnehmen und mit Mauermörtel neu einbauen und die Anschlüsse sauber verputzen.
    Haftvermittler (Haftgrund für Außen) auftragen und einziehen lassen. Zementmörtel, Putzmörtel, Fassadenmörtel (€! s.u.) bzw. Mauermörtel zum Aufziehen anrühren und mit einer Traufel von unten nach oben auf die Mauer aufziehen und mit der Kelle glatt streichen. Je nach vorliegender Oberfläche kann der Putz 0,3 - 1 cm dick sein, je exakter die Mauer, desto dünner der Verputz.
    Nach Wartezeit von ca. 1/2 - 1 h (hängt von Nässe des verarbeiteten Putzes und Saugfähigkeit der Mauer ab) mit einer nassen Filzscheibe die Oberfläche in einem Zug mit kreisenden Bewegungen (hängt wiederum von der gewünschten Optik ab) glätten bzw. zu einer glatten Gesamtfläche verstreichen. (Filzscheibe immer gut nass halten und ggf. Putzmaterial auswaschen bzw. mit Kelle von der Filzscheibe abstreifen.
    Die Verwendung von Putzkanten (im Außenbereich Edelstahl/Alu oder Kunststoff) vereinfacht ein exaktes Putzergebnis - dürfte aber für den hier beschriebenen Zweck eher übertrieben genau sein bzw. ohne Übung einen zu hohen Aufwand bedeuten.
    Alternativen:
    Man kann einen farbigen Fassadenputz aus dem Eimer verwenden, der allerdings hochpreisig ist und als Übungsmaterial für den ungeübten engagierten Laien eigentlich zu teuer.
    Man kann auch Zementmörtelputz bzw. Putzmörtel nach dem Trocknen in einer Wunschfassadenfarbe streichen - sollte aber auf atmungsaktives und ggf. mit Lotuseffekt
    ausgerüstetes Material für den Außenbereich achten.

Viel Spaß - und Übung macht den Meister

Hallo,

Besten Dank für den guten Tip, der hat mir weitergeholfen.