Guten Tag!
Ich habe ein Problem mit dem Poroton-Stein SX-11 und der durch meinen Bauunternehmer an den Tag gelegten Ausführungsweise. So habe ich mehrfach Stellen im Mauerwerk, an denen Fugen von mind. 5 Millimetern und mehr vorhanden sind. Diese wurden dann mit Leichtmauermörtel zugeworfen (nicht direkt beim Vermauern, sondern erst später, als weitere Steinreihen hergestellt wurden. Zudem wurden die Steine auf einer großen Steinsäge zugeschnitten und dann vermauert. Hier wurden dann die Schnittkanten zur Nut gestellt, damit die Fensteröffnungen nicht durch die unschönen Schnittkanten „verschandelt“ wurden.
Außerdem wurden die Steine derart ungenau zugeschnitten, dass es häufig zu großen Fugen im Mauerwerk kam, die dann mit Mauermörtel zugeworfen wurden. Muss denn der Mörtel nicht vollflächig und vollfugig – über die ganzen 36,5 cm - eingebracht werden?. Weiterhin wurde ein Auslegergerüst verwendet, so dass es auch hier immer wieder zu großen Fehlstellungen im Mauerwerk gekommen ist.
Welche Maßtoleranzen hat denn der SX11? (Laut Werksangabe wird der Stein auf Millimeter gefertigt). So kommt es zu einem großen Versatz wenn zwei Steine nebeneinander betrachtet werden. Auch bei vertikaler Betrachtung zweier übereinander gestellter Steine kann man Ungenauigkeiten im Stein bemerken. Jetzt habe ich den Verdacht, dass hier ggf. B-Ware verarbeitet wurde. Wie kann ich das erkennen?
Konkret hätte ich folgende Fragen, über deren Beantwortung ich mich riesig freuen würde:
- Wie breit darf bei diesem „Wärmedämmstein“ (verwendet wurde 36,5cm SX11) eine Fuge maximal sein?
- Muss denn nicht immer die Schnittkante nach außen zeigen, und immer die Nut- und Federverbindung eingehalten werden?
- Darf man bei diesem Mauerwerk überhaupt ein Auslegergerüst verwenden?
- Wie kann ich so genannte B-Ware erkennen? Sind denn nicht alle Steine in einer Folie verpackt, auf der der Hersteller zu erkennen ist? Bei mir kamen die Steine auf der Baustelle schon teilweise beschädigt an, d.h. in dem Moment, in dem man die –nicht beschriftete Folie- abmachte, fielen die ersten bereits auseinander.
- Was soll ich weiter tun, einen Gutachter einschalten, oder sind meine Bedenken hinsichtlich der Dämmwirkung bzw. in Punkto Kältebrücken unbegründet?
Vielen herzlichen Dank