Maulkorb

Hallo Leute,
mein Schäferhund hatte im vergangenen Jahr eine Beisserei mit einem anderen Hund. Der Besitzer des geschädigten Hundes zeigte uns auf dem Ordnungsamt an und ohne auch nur die Gründe für die Beisserei zu hinterfragen, bekam mein Hund einen Maulkorb verpasst. Trotz Anwalt, Gutachten usw gibt es keine Chance für meinen Hund, der vorher und auch hinterher niemals einen Menschen oder Hund angefallen hat, dieses Ding wieder los zu werden. Bedingt durch diese " Behinderung " verliert er zunehmend an Sozialkontakt und macht in den vergangenen Wochen eine Wesensänderung durch. Wer hat Erfahrung mit dieser Ungerechtigkeit und/oder einen Tip, wie ich meinem Hund diese Tortour erleichtern kann.
Gruß
Merlene

Hi
Kauf einen Stoff «Maulkorb», den streifst Du über, wenn Leute oder fremde Hunde anwesend sind.
Bist Du mit bekannten Menschen oder Hunden unterwegs, lass ihn weg (er hält am Halsband).
Dein Hund sollte einen Apell haben, d.h. er muss auf Deinen Befehl zu Dir kommen (Fuss). Mit Training gelingt es den Hund abzurufen und ihm dann den «Maulkorb» überzustreifen.
Dies hat sich in unserem Verein sehr bewährt.
Die rechtliche Seite: bei Maulkorbzwang - Maulkorb oder Ausweichen mit spazieren.
Gruss JC

Liebe Merlene

Den Ratschlag von Jean Claude Dina würde ich nicht befolgen, denn wenn Dein Hund mit diesem „Pseudomaulkorb“ eine Auseinandersetzung hat, dann bist Du dafür verantwortlich, da den vorherrschenden Auflagen der Gemeinde nicht entsprochen wurde.
Tip:

  • Wenn Du in einem privaten, umzäunten Grundstück Deinen Hund mit Dir bekannten Hunden, die sicher keinen Stress mit Deinem Hund haben, zusammen lässt, dann kann er wenigstens hier mit anderen Hunden zusammentreffen und seine Spannungen abbauen.
    Beim Spaziergehen solltest Du darauf achten, dass kein freilaufender Hund Deinem Hund mit Maulkorb Aggressionen entgegenbringen kann. Also den Besitzer rechtzeitig bitten, seinen Hund anzuleinen, damit Dein Hund sich bei Dir mit seinem Maulkorb sicher fühlen kann.
  • Intensive Arbeit mit Deinem Hund, bei der Du ihm Aufgaben stellst, die er lösen muss, dazu gehört nicht nur Gassi gehen und Stöckchen oder Bälle werfen, sondern wirklichen Denksport für Deinen Hund. Er ist dann ausgelastet und die Beschäftigung mit Dir gibt ihm wieder Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. (Z. B Fährten suchen oder richtiges Apportieren von festgelegten Gegenständen)
  • Evtl. Hilfe bei einem wirklichen Fachmann(ist nicht so leicht zu finden) suchen, um eine Verbesserung des ?Hundeverhaltens? zu erreichen. Hier ist natürlich wieder die Frage, wo sind die Probleme der Aggression gewesen in der Beisserei.

So ohne weiteres kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Hund, der nur „einmal“ auffällig wurde sofort einen lebenslangen Maulkorbzwang (mit oder ohne Leine?) verordnet bekommt. Mit welcher Begründung?
Was ist passiert? Hat er einen anderen Hund getötet und einen Menschen dabei verletzt?
Wer hat das Gutachten geschrieben? Ein vereidigter Gutachter oder ein Trainer?
Wie ist dieses Gutachten in der Beurteilung ausgefallen? Wurde ein Gegengutachten durch die Gemeinde oder den anderen Besitzer erstellt? Wie gut kennt sich Dein Anwalt mit dieser Gesetzgebung aus?
Warum hat die Gemeinde hier so hart entschieden und warum sind nicht evtl. Auflagen, wie Gehorsamsausbildung und nach einiger Zeit eine weitere Begutachtung im Sinne des Tierschutzes gemacht worden?
In welchem Bundesland lebst Du, denn die Gesetze über die Handhabung des Aggressionsverhaltens bei Hunden sind sehr unterschiedlich.
Wie Du siehst sind viele Fragen offen um einen Ratschlag zur evtl. Auflösung des Maulkorbzwangs überhaupt geben zu können.

Vielleicht hast Du Lust die ganzen Fragen zu beantworten, ansonsten
Herzliche Grüsse
Gila

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