Maultaschengedicht von Heinz E. Schramm

Hallo, Edith,

es ist schon hart, dass man seiner Lebtag eine Reigschmeckte bleiben muss, gell?

Das Gedicht ist ziemlich schlecht eingegeben worden. Ich bin mir nicht bei allem sicher.

Das „w“ bei „gschwend“ hab ich schon selber eingeflickt

Das war wohl getan!

aus einem „die Fleischwolf“ ein „de F.“ gemacht.

Besser wäre „dr“.

„Grad für d’Nudelböd g’richt;“ - das hinkt rhythmisch irgendwie.

Ich würde ich lesen: „Grad für d´ Nudelböde g´richt“ und das hieße: „Genau richtig für die Nudelboden“, also für den ausgewellten Nudelteig, auf den die Fleischbrätmasse gestrichen wird.

Und was soll das heißen: „maih ond ‚ditte,“?

Maih = mehr; ditte = auf etwas deuten, hingedeutet, so dass diese Passage in etwa bedeutet: "Also, nicht lange gefackelt, mehr noch (getan) und schau nur da hinein in die Brühe …

So heißt also meine emendierte :wink: Fassung:

Maultasche

Hackfloisch, Zwieble, Peitschestecke,
Wassergwoichte Doppelwecke,
Peterleng, Spinat ond Brät,
Älles durch dr Fleischwolf dreht,
Oier drüber, Salz ond Pfeffer,
Geit a Toigle, geit en Treffer,
Grad für d’Nudelböde g’richt;
Und schao kriagt dui Sach a Gsicht!
Drufgschmiert, zuadeckt, toilt ond gschnitte.
Net lang gfacklet, maih ond ‚ditte,
Nei end Brüah ond ufkocht gschwend! –
Selber schuld, wer’s Maul verbrennt!

Heinz Eugen Schramm

www.schwaebische-kuechenschaetze.de/anekdoten.htm

Aber jetzt bin ich gespannt, ob jemand den Urtext vorlegen kann, denn mich würde nun auch interessieren, wie das Gedicht wirklich geht.:smile:

Fritz