@ Max. Eyth: Windkraftanlagen

Hallo Max,

das mit dem Eigenverbrauch der Windkraftanlagen hat mir keine Ruhe gelassen :smile:)
Ich habe eine Anfrage an Enercon gestellt und bekam folgende Antwort:

**…
Die Windnachführung und die Rotorverstellung beziehen nur in der
Anlaufphase der Windenergieanlage Strom. Diesr ist jedoch sehr minimal.
Zum Starten der Windenergeianlagen wird Strom benötigt.

Die Motoren für die Rotor- und Gondelverstellung haben einen Leistung von 2 x 3,0 KW.

Der Eigenverbrauch unserer Windenergieanlagen beträgt 1 - 3 O/oo vom
Jahresenergieertrag der Windenergieanlage.

Nur sehr kleine Windenergieanlagen benötigen zum starten kein Strom. Dieses
sind Windenergieanlagen die eine Windfahne haben. Nähere Informationen
hierzu finden Sie auf den Internet Seiten des Bundesverbandes Windenergie
unter http://www.wind-energie.de
…**

Also zwei 3kW-Motoren für die Verstellung halte ich nicht für sehr hoch. Und auch 1-3 Promille Eigenenergiebedarf ist nicht der Rede wert. Leider habe ich nicht die Werte für AKWs. Die dürften aber auf Grund des hohen Energiebedarfs der Kühlmittelpumpen höher sein (vom sonstigen notwendigen Energieverbrauch für Uranminen, Transport, Anreicherung, Entsorgung ganz zu schweigen).

Gruss, Niels

Die Windnachführung und die Rotorverstellung beziehen nur in
der
Anlaufphase der Windenergieanlage Strom. Diesr ist jedoch sehr
minimal.

Was erwartest Du als Auskunft vom Hersteller? Man behauptet bis heute auch, dass Atomkraftwerke sooo billig im Betrieb sind, weil sie keine Kohle und keinen flüssigen Kraftstoff brauchen. Dass man dann für die Entsorgung und Lagerstätten mehrere Kohlekraftwerke über Jahre betreiben kann, sagt niemand.

Zum Starten der Windenergeianlagen wird Strom benötigt.

Die Motoren für die Rotor- und Gondelverstellung haben einen
Leistung von 2 x 3,0 KW.

Also zwei 3kW-Motoren für die Verstellung halte ich nicht für
sehr hoch.

Kommt doch nicht nur auf die Leistung an, sondern auch und vor allen Dingen darauf, wie oft sie benötigt werden. Und bei umherschweifenden Winden sehr oft.

Und auch 1-3 Promille Eigenenergiebedarf ist nicht

der Rede wert. Leider habe ich nicht die Werte für AKWs. Die
dürften aber auf Grund des hohen Energiebedarfs der
Kühlmittelpumpen höher sein (vom sonstigen notwendigen
Energieverbrauch für Uranminen, Transport, Anreicherung,
Entsorgung ganz zu schweigen).

Möglich, wir vergleichen hier aber doch keine Kraftwerke miteinander.

Du mußt aber auch die Lebensdauer dabei nicht vergessen. Kohlekraftwerke werden Jahrzehnte alt, ein Windkraftwerk so um die 10 - 15 Jahre.

Gruß max

Lebensdauer von Kraftwerken
Hallo,
so eine Aussage mit angeblichen 80 Jahren für Kohlekraftwerke
habe ich hier auch schon mal in einer anderen Diskusion gelesen.
Solche Zahlen scheinen mir aber grob falsch.
Gerade hier im Osten wurde alles stillgelegt,was kleiner als 500MW
ist, und diese recht großen Blöcke wurden erst ganz am Ende der
60-iger und Anfang der 70-iger gebaut.
Die etwas eher gebauten Kraftwerke ca 40 Jahre sind längst
abgeschaltet und wurden teilweise schon weggesprengt.
Dabei ist auch nicht ganz klar, ob die jetzt noch neu gebauten
800MW-Blöche so lange stehen bleiben. Wenn nämlich die Braunkohle
im weiteren Umkreis des Kraftwerkes alle wird, ist der Weiterbetrieb
auch unwirtschaftlich.
Ganz abgesehen davon werden in einem Kraftwerk außer der Bauhülle
im Laufe der Jahre ne Menge Teile mal ausgewechselt (Kessel,
Saugzüge, Bandanlagen, Filter usw. von Steuerungen und Elektronik
ganz zu schweigen).
Da ist nach 30 Jahren auch schon lange nicht mehr alles original.
Gruß Uwi

Du mußt aber auch die Lebensdauer dabei nicht vergessen.
Kohlekraftwerke werden Jahrzehnte alt, ein Windkraftwerk so
um die 10 - 15 Jahre.

Gruß max

Hallo Max,

tu mir einen Gefallen. Nenne Zahlen und Fakten, wenn du schon meine Quellen anzweifelst. Etwas wie „was erwartest du von XY“ ist als Argument soviel Wert wie eine Mark anno 1923.

Gruss, Niels

PS: Windkraftanlagen werden iA für eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren ausgelegt.