Hallo!
Ich trage seit vielen Jahren ein Goldinlay im Backenzahnbereich. Nun müsste dieses bald ausgewechselt werden. Da Gold nicht schön aussieht, möchte ich als nächstes gerne ein Keramikinlay haben. Aus diesem Grunde habe ich mich auch schon ein wenig schlau gemacht und Keramik scheint ja glücklicherweise in funktioneller Hinsicht Gold nicht weit unterlegen zu sein (vll. sogar überlegen?).
Nur zu einer Sache konnte ich keine Informationen finden - hoffentlich könnt ihr mir da weiterhelfen:
Sind Keramikinlays in ihrer Größe beschränkt? Mein altes Goldinlay erstreckt sich über zwei Backenzähne. Kann man dies problemlos durch ein Keramikinlay ersetzen? (Gold wird ja zementiert und Keramik geklebt?!)
Vielen Dank,
Mac
Hallo!
Ich trage seit vielen Jahren ein Goldinlay im
Backenzahnbereich. Nun müsste dieses bald ausgewechselt
werden. Da Gold nicht schön aussieht, möchte ich als nächstes
gerne ein Keramikinlay haben. Aus diesem Grunde habe ich mich
auch schon ein wenig schlau gemacht und Keramik scheint ja
glücklicherweise in funktioneller Hinsicht Gold nicht weit
unterlegen zu sein (vll. sogar überlegen?).
Nur zu einer Sache konnte ich keine Informationen finden -
hoffentlich könnt ihr mir da weiterhelfen:
Sind Keramikinlays in ihrer Größe beschränkt?
Nein.
Mein altes
Goldinlay erstreckt sich über zwei Backenzähne.
Hallo Mac
Das wäre sehr ungewöhnlich. Viel wahrscheinlicher ist, daß hier zwei Goldinlays direkt aneinander liegen. Ein Inlay ist immer eine Einzelzahnversorgung. Eine Verblockung von 2 Zähnen durch ein übergreifendes Inlay entspräche kaum mitteleuropäischem zahnärztlichem Standard.
Kann man dies
problemlos durch ein Keramikinlay ersetzen? (Gold wird ja
zementiert und Keramik geklebt?!)
Mir fällt spontan kein Grund ein, der gegen eine Versorgung mit einem Keramikinlay spricht (es sei denn, der Defekt im Zahn ist so groß, daß grundsätzlich kein Inlay mehr verwendet werden kann)
Gruß
Gero
Hallo Gero,
Das wäre sehr ungewöhnlich. Viel wahrscheinlicher ist, daß
hier zwei Goldinlays direkt aneinander liegen. Ein Inlay ist
immer eine Einzelzahnversorgung. Eine Verblockung von 2 Zähnen
durch ein übergreifendes Inlay entspräche kaum
mitteleuropäischem zahnärztlichem Standard.
Evt. habe ich das auch falsch in Erinnerung. 
Mir fällt spontan kein Grund ein, der gegen eine Versorgung
mit einem Keramikinlay spricht (es sei denn, der Defekt im
Zahn ist so groß, daß grundsätzlich kein Inlay mehr verwendet
werden kann)
In diese Richtung zielte auch meine Frage ab. Solange also ein Goldinlay passt, passt auch ein Keramikinlay?
Gruß,
Mac
Hallo Mac
In diese Richtung zielte auch meine Frage ab. Solange also ein
Goldinlay passt, passt auch ein Keramikinlay?
Grundsätzlich ist dies keine Frage der Passung sondern eine Frage der Größe des „Loches“ im Zahn. Die Entscheidung ob Gold oder Keramik ist eher eine weltanschauliche Frage. Für beide Varianten gibt es gute Gründe, Argumente gegen eine der beiden Varianten gibt es kaum.
Gruß Gero
Servus Gero,
erst einmal das bisher unterlassene Willkommen im Zahni-Brett von w-w-w! Wir sollten uns rechtzeitig absprechen, wer in den Weihnachtsferien hier Dienst macht
)
Ich hätte Bedenken, ein Keramikinlay einem Goldinlay folgen zu lassen, wenn die Vorgängerversion mit Scheibenschliff präpariert worden ist.
https://online.meduni-graz.at/mug_online/edit.getVol… 10551 -
http://www.zahnwissen.de/frameset_lexi.htm?lexikon_s…
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/zzmk/cms/files/2…
Die dünn auslaufenden-, fast lamellenartigen ‚Flügel‘ im Approximalbereich kann man natürlich in Keramik nicht verwirklichen. Wollte man eine Kavitätenform herstellen, die die werkstoffkundlichen Erfordernisse der Keramik abdeckt, kommt man IMO zu unglücklichen Ergebnissen.
Fazit: lieber gleich für eine Teilkrone präparieren, (bei der der Nachbehandler einer verunglückten Inlayform später ohnehin landen würde) als aus einer Goldgußkavität eine für ein Keramikinlay machen zu wollen.
Gruß
Kai
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Servus Gero,
erst einmal das bisher unterlassene Willkommen im Zahni-Brett
von w-w-w! Wir sollten uns rechtzeitig absprechen, wer in den
Weihnachtsferien hier Dienst macht
)
Ich hätte Bedenken, ein Keramikinlay einem Goldinlay folgen zu
lassen, wenn die Vorgängerversion mit Scheibenschliff
präpariert worden ist.
https://online.meduni-graz.at/mug_online/edit.getVol…
10551 -
http://www.zahnwissen.de/frameset_lexi.htm?lexikon_s…
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/zzmk/cms/files/2…
Die dünn auslaufenden-, fast lamellenartigen ‚Flügel‘ im
Approximalbereich kann man natürlich in Keramik nicht
verwirklichen. Wollte man eine Kavitätenform herstellen, die
die werkstoffkundlichen Erfordernisse der Keramik abdeckt,
kommt man IMO zu unglücklichen Ergebnissen.
Fazit: lieber gleich für eine Teilkrone präparieren, (bei der
der Nachbehandler einer verunglückten Inlayform später ohnehin
landen würde) als aus einer Goldgußkavität eine für ein
Keramikinlay machen zu wollen.
Gruß
Kai
Hallo Kai,
selbstverständlich gibt es im Einzelfall Indikationen für die eine oder andere Versorgungsform und ich bin absolut Deiner Meinung, daß wahrscheinlich eine Teilkrone sinnvoller sein wird als ein erneutes Inlay. Da wir beide dies aber aus der Distanz nicht beurteilen können, wollte ich den Patienten nicht zusätzlich verunsichern, indem ich weitere Unwägbarkeiten ins Spiel bringe. Ein akademischer Disput über die Theorie verschiedener Präparationsformen würde nach meinem Dafürhalten die zahnmedizinisch vorgebildeten Leser unserer Statements bestenfalls langweilen und schlimmstenfalls davon abhalten, dieses Forum in Zukunft aufzusuchen. In jedem Spezialgebiet haben 2 Fachleute 3 verschiedene Meinungen.
Trotzdem bin ich Dir natürlich dankbar für Deinen Hinweis und werde mich bemühen in Zukunft noch differenzierter zu antworten.
Mit freundlichem kollegialem Gruß
Gero
Hallo Kai,
Ich hätte Bedenken, ein Keramikinlay einem Goldinlay folgen zu
lassen, wenn die Vorgängerversion mit Scheibenschliff
präpariert worden ist.
nun bin ich doch ein bisschen verunsichert. Könntest Du denn bitte eine Aussage darüber machen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass mein alter ZA mir diesen Scheibenschliff im Backenzahnbereich „verpasst“ hat? Kann es sein, dass es sich dabei um eine veraltete Technik handelt?
Am Freitag habe ich den ersten Termin bei meinem neuen ZA. Den werde ich gleich mal darauf ansprechen. Kann der denn sofort sehen, welchen Schliff ich habe (oder geht das nur mit Röntgen)?
Vielen Dank & Gruß,
Mac