Maximale Bergsteighöhe ohne Sauerstoff

Hallo!

Ich möchte gerne wissen wie hoch man maximal ohne technische Hilfsmittel wie Sauerstoffdreingabe und Zelt steigen kann. Ist bis 4000 Meter möglich?

danke

Hi Reiner,

sogar der Mount Everest ist ohne Sauerstoff bestiegen worden. Bis 4.000 Meter ist grundsätzlich kein Problem wobei darauf hingewiesen sei dass solche Touren meist eine gehörige Portion Kondition erfordern. Auch kann bei dieser Höhe schon mal ein Schwindel- oder Schwächegefühl auftreten, verursacht durch die dünne Luft.

Gewöhnung ist also angesagt. Langsame Anreise, gemütliches Aufsteigen, eventuell mit Zwischenübernachtungen.

Wo willst Du denn hin?

bye
Rolf

p.s. Aus Tibet werden regelmässig höhenkranke Touris ausgeflogen die für einen zwei- dreitages Trip aus Indien eingereist sind. Von fast Meereshöhe auf 3.700 Meter per Flug in ein paar Stunden, das packen viele nicht.

Hallo!

Also ich war schon mal knapp über 4000m ohne Sauerstoff (Khunjerab Pass am Karakorum Highway, an der Grenze Pakistan/China). Bin zwar mit dem Bus gefahren und nicht gegangen, aber das geht schon, auch wenn die Luft etwas dünner ist.

Ab 3000m muss man allerdings aufpassen wegen der Höhenkrankheit, ich glaube man sollte nicht mehr als 100m pro Tag höher schlafen. Man kann aber höher hinaufgehen und wieder heruntergehen. Aber das wissen vielleicht Bergsteigerexperten besser als ich, da bin ich kein Experte.

Gruß
Tom

es geht ab nach Chile, da kann man fast auf 7000 hoch. muss natürlich nicht sein, aber ich würde gern so hoch wie möglich.

danke

Re^3: Geht alles :smile:
Hi,

es geht ab nach Chile, da kann man fast auf 7000 hoch. muss
natürlich nicht sein, aber ich würde gern so hoch wie möglich.

Ich hab mal nachgeschaut, es gibt organisierte Touren, die von der argentinischen Seite hochkommen (soll angeblich technisch einfacher sein):
http://www.giroguies.com/aconcagua/es1aconcagua.htm

Ich weiß nicht, wie fit du bist, allerdings ist der Aconcagua aufgrund der schnell wechselnden Wetterbedingungen einer der tückischten Berge, dort sterben regelmäßig auch sehr erfahrene Bergsteiger.

Gruß

Sancho

Hallo Rainer,

Ich möchte gerne wissen wie hoch man maximal ohne technische
Hilfsmittel wie Sauerstoffdreingabe und Zelt steigen kann. Ist
bis 4000 Meter möglich?

im Prinzip ja.
Aber wenn Du Probleme mit dem Kreislauf hast oder Astmatiker, dann wäre ich vorsichtig.
Bist Du hingegen einigermaßen gesund und hast eine halbwegs ordentliche Kondition, seh ich bei 4000 m keine Probleme. Ein wenig mehr schnaufen als auf Meereshöhe wirst Du trotzdem :wink:

Gandalf

das is doch mal ein wort, danke. also bis 2500 hab ich noch nix gemerkt. ich versuchs einfach, bis 4000, reicht ja auch :wink:.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

das kommt wohl auf Deine Zeit und deine Kondition an. Wie schon erwähnt - auch der Mount Everest ist ohne Sauerstoffgerät bestiegen worden - ob das für jeden möglich ist - da hab ich immense Zweifel.

Grüße

Wendy

Hallo Rainer!

Ich möchte gerne wissen wie hoch man maximal ohne technische
Hilfsmittel wie Sauerstoffdreingabe und Zelt steigen kann. Ist
bis 4000 Meter möglich?

In dieser Höhe liegt zB die bolivianische Metropole La Paz.
Hinsichtlich erforderlicher Gesundheit und Kondition wurde schon geantwortet. Empfehlenswert ist freilich, diese Höhe stufenweise zu erreichen. Erst einmal auf etwa 2000 m, das entspricht auch ungefähr dem Kabinendruck in den Flugzeugen. Und so alle zwei, drei Tage dann in 1000er-Schritten weiter.

Man muß dann viel mehr atmen, und besser schon zu schnaufen anfangen bevor (!) man sich bewegt, sonst holt man die Sauerstoffschuld nicht mehr ein.

Was dazu noch enorm wichtig ist: Flüssigkeit!!!
Normal soll man ja schon pro Tag mindestens zwei Liter Wasser trinken. Pro 1000 m Höhe ist ein Liter zusätzlich empfehlenswert! Die Luft da oben ist nicht nur dünner, sie enthält ganz zwangsläufig auch weniger Feuchtigkeit.

Gruß
Barney

Warnung: Höhenkrankheit = Lebensgefahr
Hi Rolf,

Bis 4.000 Meter ist grundsätzlich kein Problem wobei darauf

Das timmt ganz und gar nicht. Ödeme können bereits in dieser Höhe auftreten und tödlich sein. Meine Freundin kam letztes Jahr auf der Adlersruhe (http://www.bergfuehrer.info/bergtouren106.html) an, als gerade die Leiche eines Touristen abtransportiert wurde, der in der Nacht verstarb. Am Abend zuvor hatte er nach den Erzählungen noch über Kopfschmerzen geklagt, in der Nacht verstarb er dann ganz still, nicht einmal sein Bettnachbar hat es bemerkt.

hingewiesen sei dass solche Touren meist eine gehörige Portion
Kondition erfordern. Auch kann bei dieser Höhe schon mal ein
Schwindel- oder Schwächegefühl auftreten, verursacht durch die
dünne Luft.

Als weitere Nebenwirkung kann auch der Tod eintreten … und das schon unter 4000 m.
http://www.m-ww.de/reisemedizin/hoehenkrankheit.html
Symptome der Höhenkrankheit sind ein Signal sofort abzusteigen, da der Krankheitsverlauf tödlich sein kann.

Gewöhnung ist also angesagt. Langsame Anreise, gemütliches
Aufsteigen, eventuell mit Zwischenübernachtungen.

Das ist richtig. Allerdings sollte man „Höhenreisende“ auch auf die Gefahren und die richtige Verhaltensweise im Falle eines Falles aufmerksam machen.

p.s. Aus Tibet werden regelmässig höhenkranke Touris
ausgeflogen die für einen zwei- dreitages Trip aus Indien
eingereist sind. Von fast Meereshöhe auf 3.700 Meter per Flug
in ein paar Stunden, das packen viele nicht.

Die „packen“ es nur nicht, es besteht akute Lebensgefahr.

Nix für ungut
R.

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Hallo,

In gößeren Höhen stellt die Höhenkrankheit eine ernstzunehmende Gefahr dar.

Ich habe Dir ein paar Links zusammengestellt
Wichtig ist zunächst folgendes:
"Meistens beginnen die Störungen in einer Höhe um 3.000 bis 4.500 m, wobei je nach Aufstiegsgeschwindigkeit und anderen Umständen bereits ab 2.500 m Symptome auftreten können. " (http://gin.uibk.ac.at/thema/hoehenkrankheit/)
Kurz: Höhenprobleme können - je nach Anpassung - bereits bei moderaten Höhen auftreten (und nicht erst ab 4000 m, wie einigen meinen)

Falls Du planst, Dich in größerer Höhe aufzuhalten, solltest Du Dich mit den Symptomen der Höhenkrankheit vertraut machen, damit Du notfalls richtig reagierst:
http://www.reisemed.at/h%C3%B6henkrank.html

http://reisemedizin.wetteronline.de/Spezialreisen/be…

http://www.medizin-links.de/ziegler/fachinformatione…

Die offiziellen Seiten des AA:
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/g…
(Wer hat da von wem abgeschrieben?)

Von Doping (z.B. vorbeugende Einnahme von Diamox) möchte ich abraten. Statt in die Reiseapotheke zu greifen, sollte auf richtiges höhentaktische Verhalten geachtet werden. Dann bleibt mit dem Medikament noch eine Sicherheitsmarge, die sonst bereits verschenkt ist.
Dazu auch: "Echte Warnsignale sind Kopfschmerzen, die über längere Zeit (länger als 24 Std.) anhalten, »rasende« Kopfschmerzen oder Kopfschmerzen, die mit Aspirin nicht zu behandeln sind.
Noch kritischer wird es, wenn weitere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Sehschwierigkeiten und Benommenheit hinzukommen.
Diese Beschwerden dürfen dann nicht mit weiteren Medikamenten maskiert werden, sondern die Therapie muss in einem Abstieg von 300 bis 500 Höhenmeter bestehen. "
http://gin.uibk.ac.at/thema/hoehenkrankheit/

Wenn Du auf Deiner Reise in größere Höhen willst, ist es am besten, wenn Du Dich bereits vor der Reise informierst, wo Du im Reiseland ggfs. medizinische Hilfe bekommst. Ansprechpartner ist hier z.B. der Deutsche Alpenverein.

Ciao R.