mein Sohn(2) wird seit kurzen in einer Elterninitiative betreut. Dort gibt es Eltern, die ihre Kinder nur aus Bequemlichkeit - nicht wegen des Jobs - fast jeden Tag 9 Stunden dort abgeben. Wie ich finde, wesentlich zu lange für 2-jährige. Gibt es eigentlich Richtwerte, Artikel o.ä. zu dem Thema, die diese Eltern mal zum Nachdenken bringen? Oder bin ich mit meiner Meinung alleine?
ich verstehe bei Deiner Frage nicht die Differenzierung zwischen Eltern, die arbeiten und welchen, die nicht arbeiten? Was hat das mit der maximalen Betreuungszeit zu tun?
Ich würde meine Tochter (2J) gerne Vollzeit in die Kindergrippe/garten bringen. Leider kann ich mir nur Donnerstags und Freitag -halben Tag leisten.
Da kommt eine Betreuerin auf 6 Kinder. Es gibt Farm- und Haustiere. Grosse Spielflächen. Ein Unterhaltungsprogram. Gutes Essen. Schlafzeiten…etc…
Für mich persönlich ist sie jetzt mit 2 Jahren durchaus gut aufgebehoben dort. Es gibt Eltern, die Ihre Babies da schon nach 3 Monaten Vollzeit hinbringen, was ich nicht so toll finde.
Wenn die Kinder zu Hause bleiben, dann bräuchten sie dort eine motivierte Mutter oder Vater, der sich Vollzeit um sie kümmert, Abwechslung bring, spielt, singt und trallala…
Bis 2 Jahre nimmt die Kuschelbedürftigkeit rapide ab und aufgrund ihres Verhaltens sehe ich, dass meine Tochter glücklich in dieser Kindergrippe ist.
Es kommt also darauf an…und ich kann durchaus auch einen Sinn erkennen, bei Elternteilen, die zu Hause leben (und sich das leisten können).
Eben, es kommt darauf an. Ich möchte mein Kind auch nicht jeden Tag zu Hause betreuen, er braucht auch andere Kinder und fühlt sich ganz wohl dort.
Aber bei den Kindern ist das eben nicht so. Trotzdem werden sie so lange wie nur möglich dort gelassen - auch wenn sie krank sind. Und das eigentlich ohne Grund (wollte ich doch mit dem „Jobbedingt“ nur sagen)
Hallo,
die Gründe ein Kind in den Kindergarten zu bringen bevor es drei
Jahre alt ist, sind doch unterschiedlich. Die Beweggründe der Mütter
von denen du schreibst kennst du anscheinend nicht. Frag sie doch
einfach - vielleicht erklärt das einiges. Mit zwei Jahren ist ein
Kind bereits daran interessiert mit anderen kleinen Leuten
zusammenzusein und wenn es keine Geschwister gibt bietet der
Kindergarten eine gute Möglichkeit das Sozialverhalten aufzubauen.
Wenn ich dich aber richtig verstanden habe, handelt es sich um Mütter
die ihre Kinder „abzuschieben“ scheinen, sie machen sich einen
schönen Tag, ohne Kinder und ohne Arbeit. Egal welche Gründe
dahinterstecken (es ist ja nicht immer ein Job, der einen zwingt ein
Kind in Betreuung zu geben) - es sollte immer im Interesse und Wohl
des Kindes sein. Solltest du Bedenken haben, dass die Kinder zu Hause
nicht gut betreut werden oder vernachlässigt werden, dann sprich mit
den Erziehern darüber (es wundert mich, dass sie kranke Kinder
überhaupt annehmen, allein schon wegen Ansteckung).
Viele Grüße
es gibt jede Menge Leute, die eine Betreuung von Kindern ausserhalb der Wohnung für schlecht halten, es gibt sicher auch jede Menge Artikel dazu. Es gibt sicher auch Unmengen Artikel zur gegenteiligen Meinung.
Als Westdeutsche, inzwischen im Osten, kenne ich beide Möglichkeiten aus eigener Anschauung. In meinem Bekanntenkreis gehen die meisten Kinder spätestens mit einem Jahr in die Krippe, oftmals ganztags.
Es gibt sehr gute Gründe, Kinder früh außer Haus zu betreuen, und de meisten Nationen haben ein viel unverkrampfteres Verhältnis dazu. In manchen Ländern gelten nicht die Eltern als Rabeneltern, die ihre Kinder „weggeben“ sondern jene, die ihnen diese wichtige Möglichkeit des sozialen Lernens vorenthalten.
Meine Tochter ist mit einem halben Jahr in die Krippe gekommen, und es ist ihr super bekommen. Nicht auszudenken, wenn ich mit ihr noch zu Hause wäre, wie jene Eltern, die ich im Westen kenne.
Ich denke, (West-) Deutschland vergibt sich sehr viel mit der spät einsetzenden Regelbetreuung außer Haus. Gerade für Kinder, deren Eltern nicht arbeiten und aus unteren sozialen Schichten kommen, vielleicht kein Deutsch sprechen, könnte eine frühe Betreuung sehr nützlich sein. Ich habe sogar mal gehört, dass gut ausgebildete Erzieherinnen durch intensive Elternarbeit auch zu einer Verbesserung einer mangelhaften Eltern-Bindung beitragen können. Leider kenne ich dazu keine Studie.
Wenn die Eltern die Kinder wirklich dorthin „abschieben“, sind die Kinder dort wahrscheinlich besser aufgehoben.