Hallo,
Wenn Du hier schon mit Definitionen kommst, dann achte bitte
auf Deinen Satzbau. Den kann man so verstehen, wie Du ihn
erklärst, den kann mn aber auch anders verstehen, nämlich:
„Man kann z.B. verdoppeln, (und) das nennt sich (dann)
interpolieren.“
Ok, darum ging es ja primär auch gar nicht.
Du hast offensichtlich gemeint: „Es gibt etwas, das nennt sich
interpolieren, und darunter fällt z.B. verdoppeln.“
Aber gut. Mißverständnisse entstehen.
Kann passieren.
Ja. Und immer wird ein Rechenalgorithmus bestimmen, was ich
hinterher sehe. Ein Programm bestimmt die Informationen, die
dazugerechnet werden.
Logisch, wer sollte es sonst machen?
Allerdings ist eine einfache lineare Interpolation kein Hexenwerk.
[…]
Das Bild wird objektiv schlechter.
So lange Du senkrechte, waagerechte oder 45°-Linien ansiehst,
mag das alles noch einigermaßen klappen.
Treppeneffekte an jeglichen geraden Kanten (egal welcher Winkel)
sind eine Sache.
Auch ein Kreis wird mit 64 Pixeln im Umfang wird besser aussehen,
als bloß mit 16 Pixeln.
Bei Strukturen, die eh nicht scharf begrenzt sind, wird die
Interpolation regelmäßig eine sichtbare Verbesserung bringen
(z.B. Gesichter)
Es sieht auch nicht mehr sehr gut aus, wenn ein Auge nur aus
3…4 Pixeln besteht. Dagegen sind 12…16 Pixel schon eine
Verbesserung .
Aber, wie Du ja sagtest: Eine Bildinformation entsteht auch
aus Unterschieden zwischen Pixeln.
Ja, bloß das Auge nimmt diese eher als störend wahr.
Der Mensch ist mehr oder weniger auf analoge Verläufe geeicht.
Eine leichte Unschärfe ist meist nicht so kritisch (wird ja
oft sogar als künstlerische Mittel eingesetzt).
Wenn ich also eine dunklen und eine helle Bereich in einem
Bild direkt mit einer scharfen Kante nebeneinander habe
interpoliert mein Grafikprogramm beim Vergrößern dazwischen
Pixel, die weder hell noch dunkel sind, sondern wählt
Zwischentöne. Also… ach, Du wisst ja eh, was ich sagen
will…
Klar, so ist es. Ist doch gut so.
Andererseits werden weiche/runde Übergänge in einem pixeligen Bild
zu scharfen Kanten/treppen. Da kann eine Interpolation sogar den
originalen Zustand rel. weit rekonstruieren.
Zweitens impliziert „ansehnlicher machen“ einen subjektiven
Eindruck.Nur darum geht es letztlich.
Äh ja. Auch. Siehe unten.
Wenn Du wirklich nur verdoppelst und der oben von mir
beschrieben Effekt nicht auftritt, weil quasi im ganzen Bild
nur alle Pixel um eins nach rechts und eins nach unten
verdoppelt wurden - dann sind immerhin alle Linie doppelt so
dick wie vorher. Also nicht mehr so fein gezeichnet.
Nein, da nachher z.B. vier Pixel genau die gleiche Fläche einnehmen,
wie vorher ein Pixel, wird nix dicker. Die Relationen zum
Gesamtbild ändern sich durch das Interpolieren so nicht.
Ich würde das auf alle Fälle probieren - also aus 1024x768
ein Bild mit 2048x1536 Pixeln machen.
Das ist der gleiche Effekt, wie den DPI-Wert vor dem Ausdruck
zu halbieren - nur das bei Verändern des DPI-Wertes nicht
an den Pixeln im Bild gerechnet wird.
Ich weiß nicht, was du immer mit dem DPI-Wert hast. Dieser
Parameter sorgt bei solchen Diskussionen regelmäßig für Verwirrung,
weil er eben von 2 weiteren Parametern abhängig ist.
DPI-Wert halbieren sagt zu wenig darüber aus, was da gerade passiert.
Man kann das Bild bei gleicher Pixelzahl vergrößern (dann passiert
der Bildinformation tatsächlich nix) oder man erhöht bei konst.
Größe die Pixelzahl (dann muß sehr wohl Interpoliert werden!).
Das ist übrigens etwas, was ich in der ersten Antwort
vorsichtig (quasi zum Ausprobieren) vorschlug.
Zitat:
Denn jede Vergrößerung würde bedeuten, dass Du Pixel hinzurechnen
musst, wo keine sind. Also Bildinformationen, wo keine sind.
Das geht auf jeden Fall auf Kosten der Qualität, das Bild wirkt
dann unscharf.
- Vergrößerung bedeutet nicht zwingend Pixel hinzurechnen!
- Beim Interpolieren wird Informationen gewonnen (Diff. zw. Pixeln).
- Etwas Unschärfe statt pixeligem Bild ist oft subj. Verbesserung.
- Interpolieren geht nicht „auf jeden Fall auf Kosten der Qualität“
Nein, keine Pixelphobie. Nur die jahrelange Erfahrung, dass
Menschen mit z.B. Bildern aus dem Internet zu mir kommen und
die gerne gestochen scharf und mindestens Din A 4-gross
ausgedruckt haben möchten.
Das ist aber eine ganz andere Problemstellung. Es war nicht davon
die Rede aus 100kPixel gleich 10MPixel zu machen.
Vermutlich haben sie die Vorstellung aus dem Kino oder aus dem
Fernsehen, wo wir ja alle quasi täglich lernen, dass der
Computer alles kann.
Ja, ist sicher richtig. Aber die Fragestellerin machte gar nicht
den Eindruck, so unbeleckt zu sein.
Es ging auch nicht darum, z.B. einen Menschen aus 6 Pixeln zu
rekonstruieren.
Und deswegen habe ich mir angewöhnt, erst einmal die Tatsachen
und die Grenzen der Programme aufzuzeigen. Dann kann man immer
noch gerne herumprobieren und schauen, ob das Ergebnis nicht
vielleicht doch reicht.
Eben, hörte sich aber doch erstmal ganz anders an.
Nix andere habe ich vorgeschlagen.
…- und ich habe oft
genug erlebt, dass den Menschen das vorher nicht klar war,
weil „ich ja was mit Grafik mache“ und „das dann doch können
muss.“
Machbares kann man dann aber trotzdem machen.
Vielleicht kann uns unser beruflicher Hintergrund da nicht
einer Meinung werden lassen,
Der hat damit kaum was zu tun.
vielleicht ist es etwas anderes,
aber ich denke nicht, dass das hier noch irgendwen
weiterbringt. Vor allem nicht den ursprünglichen
Fragensteller.
Wenn du meinst ?
Gruß Uwi