Heute hat mir jemand erzählt, dass mal eine Frau aus über 1.000 Metern Höhe aus einem Flugzeug gesprungen ist, der Fallschirm sicht nicht geöffnet hat und sie trotzdem überlebt hat, da sie das ganze Gewicht auf den Boden übertragen hat. Unmöglich habe ich gedacht. Man müsste ja eine Geschwindigkeit von 1.000 kmh oder mehr schnell sein, so ein Aufprall wäre doch auf jeden Fall tödlich. Mein Kollege hatt mir das so erklärt, dass irgendwann die maximale Fallgeschwindigkeit erreicht wäre und man halt mit dieser speziellen Technig die Energie auf den Boden übertragen könnte. Auch wenn ich es nicht ganz glaube, würde es mich trotzdem interessieren, ab wann die maximale Fallgeschwindigkeit erreicht ist? Also wenn ich z.B. aus 1.000m Höhe aus einem Helikopter springe, bin ich dann am Ende langsamer als wenn ich aus 10.000 Metern springe? Ab welcher Beschleunigung hört man also auf sich zu beschleunigen?
Heute hat mir jemand erzählt, dass mal eine Frau aus über
1.000 Metern Höhe aus einem Flugzeug gesprungen ist, der
Fallschirm sicht nicht geöffnet hat und sie trotzdem überlebt
hat, da sie das ganze Gewicht auf den Boden übertragen hat.
Ich versteh nicht ganz was damit gemeint ist „das ganze Gewicht auf den Boden übertragen“.
Unmöglich habe ich gedacht. Man müsste ja eine Geschwindigkeit
von 1.000 kmh oder mehr schnell sein, so ein Aufprall wäre
doch auf jeden Fall tödlich.
Wir haben das in Physik mal durchgerechnet. Ich glaube wir kamen auf eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 220km/h und und 360km/h (je nach Haltung). Darauf aber keine Garantie.
Mein Kollege hatt mir das so
erklärt, dass irgendwann die maximale Fallgeschwindigkeit
erreicht wäre
Stimmt. Irgendwann ist der Luftwiderstand so groß, dass er genau der Fallbeschleunigung entgegenwirkt.
und man halt mit dieser speziellen Technig die
Energie auf den Boden übertragen könnte.
Keine Ahnung
Auch wenn ich es
nicht ganz glaube, würde es mich trotzdem interessieren, ab
wann die maximale Fallgeschwindigkeit erreicht ist? Also wenn
ich z.B. aus 1.000m Höhe aus einem Helikopter springe, bin ich
dann am Ende langsamer als wenn ich aus 10.000 Metern springe?
Weiß ich leider nichtmehr, und bin grade auch zu faul um zu versuchen es nachzurechnen.
Ab welcher Beschleunigung hört man also auf sich zu
beschleunigen?
Man beschleunigt solange, bis man die Höchstgeschwindigkeit erreicht hat.
CU
Xabbu
Wir haben das in Physik mal durchgerechnet. Ich glaube wir
kamen auf eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 220km/h und und
360km/h (je nach Haltung). Darauf aber keine Garantie.
Ich denke, die Geschwindigkeit liegt deutlich höher. Zumindest will sich morgen ein Franzose aus nem Ballon von 40km Höhe stürzen und die Schallgeschwindigkeit überbschreiten. Und irgendein Kittinger hat schon mal 1100 km/h erreicht.
Als Ansatz würd ich ja m*g*h=0.5*m*v^2+cw*A*0.5*rho*v^2*h nehmen, wobei der letzte Term für die Windkraft multipliziert mit der Höhe steht.
Und für rho, die Luftdichte, die barometrische Höhenformel: rho(h1)=rho(h0)*e^(-delta(h)/hs) (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Barometrische_H%C3%B6he…)
Aber irgendwo ist da wohl noch n Fehler, zumindest erhalte ich zu kleine Werte.
Aber irgendwo ist da wohl noch n Fehler, zumindest erhalte ich
zu kleine Werte.
Was sind denn für dich zu kleine Werte?
In bodennähe erhalte ich für einen Menschen mit maximaler Luftangriffsfläche
m= 75kg
A= 1,80m \* 0,5m (Windangriffsfläche, wenn man "liegend" fällt)
cw= 0,78 für "stehenden Menschen" (wenn der Wind von vorn kommt)
rho= 1kg/m^3 (am Boden ist es bei 20Grad mehr, also wird das irgendwo drüber sein :wink:
g= 10m/s^2
Man erhällt nun mit
Erdanziehungskraft = Luftwiderstand (Das ist der Punkt den wir suchen)
m\*g = A \* cw \* 1/2 \* rho \* v^2
=\> v = sqrt((2\*m\*g) / (A\*cw\*rho))
v= sqrt(1500 kg\*m/s^2) / (0,702 kg/m))
v=46,... m/s = 166 km/h
Das ist so ungefähr die Größenordnung vom Langsamsten, was möglich ist. Wenn man allerdings schneller sein möchte, dann sollte man recht hoch hinaus, damit die Luft dünner wird, außerdem müsste man eine möglichst tropfenförmige Gestalt annehmen (cw=0,05 statt 0,78) und die Widerstandsfläche möglichst klein halten, also Kopf voran.
Das wäre mein grober Überschlag.
CU
Xabbu
also Kopf voran. … grober Überschlag.
Schoen formuliert.
Gruss Helmut
Hallo, Patrick
ich glaube mich erinnern zu können, daß die ungefähre Fallgeschwindigkeit ohne Fallschirm bei ca. 200- 250 km/h liegt.
Es gibt auch keine Technik, mit der mann die Fallenergie des Körpers auf den Boden übertragen könnte. Bei dem Aufschlag auf den Boden wird der Körper auf ganz kurzer Strecke abgebremst. Der körper schlägt (je nach Untergrund) nur eine relativ kleine „Kuhle“ in den Boden. Diese hohen Abbremskräfte überlebt kein Mensch.
Bei einer Fallgeschwindigkeit von ca. 200 km/h und einer Bremsstrecke von ca 40 cm (Kuhle) entstehen beim Aufprall ca. 380g Beschleunigung.
Ein ca. 70 kg schwerer Fallschirmspringer „wiegt“ dann urplötzlich ca.26 Tonnen.
Das kann keiner überleben. Es ist also eine Mär, hier von einer Überlebenstechnik zu sprechen.
Gruß:
Manni
Moin,
Ich denke, die Geschwindigkeit liegt deutlich höher. Zumindest
will sich morgen ein Franzose aus nem Ballon von 40km Höhe
stürzen und die Schallgeschwindigkeit überbschreiten. Und
irgendein Kittinger hat schon mal 1100 km/h erreicht.
Im freien Fall mit Reibung wird grundsätzlich keine Überschallgeschwindigkeit erreicht.
200 km/h ist 'ne gute Hausnummer.
Gruß,
Ingo
Moin,
guck mal hier: http://www2.t-online.ch/c/52/71/22/5271228.html
In wie weit das alles verifiziert ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen.
bye
Rolf
… dass mal eine Frau aus über
1.000 Metern Höhe aus einem Flugzeug gesprungen ist, der
Fallschirm sicht nicht geöffnet hat und sie trotzdem überlebt
hat…
Ich hab mal gehört, dass jemand überlebt hat, bei dem sich der Fallschirm nicht richtig geöffnet hat, also er zwar rausgekommen ist, sich dann aber nicht richtig entfaltet hat. Derjenige wird dann aber dadurch trotzdem gebremst, so dass ich mir vorstellen könnte, dass er mit viel (sehr sehr viel) Glück und einer weichen Landemöglichkeit den Aufprall irgendwie überleben könnte.
Hallo,
inzwischen besteht wohl Einigkeit darüber, dass man in Bodennähe 200 - 300 km/h erreicht (in grosser Höhe ist das anders, Kittinger sprang schon fast im luftleeren Raum, im echten Vakuum gäbe es keine Grenze). Überlebensstrategien gibt es nicht wirklich, aber mögliche Zufälle: Abbremsen durch Bewuchs (ich habe gelernt, man solle sich möglichst Nadelbäume aussuchen, keine deutschen Eichen), durch weichen Boden (Sumpf - Wasser geht nicht. Ein ehemaliger Kompaniechef von mir hat einen fast kompletten Absturz in einem Sumpfloch mit 70 Knochenbrüchen überlebt), oder ein sehr steiler Hang, Prinzip Skispringen. Nur die letzte Möglichkeit ist planbar. Allerdings hat bisher jeder, der das versuchen wollte, zurückgezogen. Kann ich verstehen.
Was möglich ist, zeigt der letzte Unfall in der Formel 1: Schutz durch ein Kohlefaser-Gehäuse, Aufprall mit mehr als 200, Bremsung durch einen Reifenstapel = etwas Kopfschmerzen.
Also mehrere Schichten Reifen aufschichten, sich in einen Formel1-Wagen setzen und von einem Hubschrauber abwerfen lassen (und die Reifen treffen!). Wer meldet sich?
Gruss Reinhard
Moin,
Ich hab mal gehört, dass jemand überlebt hat, bei dem sich der
Fallschirm nicht richtig geöffnet hat, also er zwar
rausgekommen ist, sich dann aber nicht richtig entfaltet hat.
die Sinkrate bei ordnungsgemäß geöffneter Rundkappe liegt bei etwa 5 m/s, im Falle der Fehlöffnung, wo eine Leine über dem Schirm liegt (Brötchen genannt) bei 15 m/s. Ohne Verletzung geht es selten ab, aber immerhin. Solche Fehlöffnungen sind gar nicht so selten.
Gruß Ralf
Hallo,
Also mehrere Schichten Reifen aufschichten, sich in einen
Formel 1-Wagen setzen und von einem Hubschrauber abwerfen
lassen (und die Reifen treffen!). Wer meldet sich?Gruss Reinhard
Hallo, Reinhard
Du!
Gruß:
Manni
Hallo,
…, oder ein sehr steiler Hang, Prinzip
Skispringen. Nur die letzte Möglichkeit ist planbar.
Was möglich ist, zeigt der letzte Unfall in der Formel 1:
Schutz durch ein Kohlefaser-Gehäuse, Aufprall mit mehr als
200, Bremsung durch einen Reifenstapel = etwas Kopfschmerzen.
Naja, mehr als 200 waren?
Aber der ist jedenfalls nach Prinzip „steiler Hang“ vorgegangen.
Sonst wäre er nicht paar mal an den Banden hin und her geprellert.
Die Methode ist also tatsächlich gut erprobt 
Also mehrere Schichten Reifen aufschichten, sich in einen
Formel1-Wagen setzen und von einem Hubschrauber abwerfen
lassen (und die Reifen treffen!). Wer meldet sich?
Das wird dann wohl doch nicht reichen.
Ein frontaler Einschlag mit 200 Sachen kommt wohl auch
in der Formel 1 kaum vor, weil die entweder im spitzen Winkel
gegen die Bande brettern oder über die langen Auslaufzonen
und Kiesbetten doch schon ordentlich abgebremst werden.
Auf so’n bischen Reifenstapel würde ich mich also nicht verlassen.
Dann doch lieber steiler Hang, notfalls auch ohne Reifenstapel,
dafür mit Fallschirm.
Groß Uwi