Maximaler Energieumsatz auf einmal?

Hallo zusammen!

ich habe mal im TV oder sonstwo (also erstmal theoretisch keine besonders seriöse Quelle auf jeden Fall) folgendes zu hören bekommen, was ich an einem einfachen Beispiel erklären will.

Nehmen wir an, eine Person wurde sich so ernähren, dass ihre Ernährungsweise genau ihrem Engergieumsatz entspräche, sie also weder zu noch abnimmt. Nun isst diese Person drei Tafeln Schokolade zusätzlich. Bei einem Szenario ist sie alle drei Tafel hintereinander weg in kurzer Zeit, beim zweiten Szenario teilt sie sich die Tafeln über eine Woche ein, und isst immer wieder mal nur ein-zwei Stückchen. Laut dem, was ich gehört habe, würde die Person im zweiten Szenario eher/mehr zu nehmen, als wenn sie es wie im ersten Szenario handhaben würde.
Erklärt wurde das irgendwie so, dass der Körper drei Tafeln auf einmal nicht so gut umsetzen könnte, wie wenn er immer nur mit einem Stückchen auf einmal konfrontiert wäre. Also dass beim ersten Szenario quasi ein größerer Teil der Schokolade ungenutzt wieder ausgeschieden würde.
Ist leider schon etwas länger her, so genau habe ich die Erklärung nicht mehr parat.

Ist da was dran? Wenn ja, womit hängt das zusammen? Ist der (untrainierte) Verdauungsapparat dann schlicht überfordert weil zB für die Verweildauer der Nahrung nicht ausreichend Enzyme zur Verfügung stehen, um die Energie aufzunehmen? Oder ist das kompletter Humbug?

Lieben Gruß und vielen Dank schonmal
Aj

hiezu empfehle ich dir
das buch „arbeitswissenschaft“ von Christopher M. Schlick, Holger Luczak, Ralph Bruder -
vor allem die artikeln im teil „arbeitsformen“ befassen sich explizid mit dem maximalen energieumsatz;
buch wurde 2008 oder 2009 herausgegeben.
da nur einige artikel für dich von interesse sind - versuche dir das buch ev. zu leihen.

Hmm…danke für die Leseempfehlung…
Kannst du nicht vielleicht trotzdem schon mal was zur Frage sagen? Wirklich schlauer bin ich jetzt ja nicht…

Moin, atrox,

das klingt einleuchtend: Was der Körper nicht umsetzen kann, scheidet er wieder aus. Ob da Enzyme mitspielen, wage ich zu bezweifeln, eher spielt da wohl die Transportgeschwindigkeit des Darms eine Rolle.

Nicht ganz einleuchtend fände ich den Selbstversuch: Schokolade hineinzufressen (verzeih den Ausdruck) in der Hoffnung, dass nicht allzuviel davon aufträgt. Unter kontrollierten Bedingungen möchte ich das auch nicht machen, schließlich müsste man für ein Ergebnis von Wert so viel Schokolade hineinstopfen, dass einem der Genuss für den Rest des Lebens verginge.

Gruß Ralf

Hallo

das klingt einleuchtend: Was der Körper nicht umsetzen kann,
scheidet er wieder aus.

Vermutlich schützt sich der Körper bei 3 Tafeln durch erbrechen :smile:

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Da kennst du mich nicht *hüstel*

Mein Rekord liegt bei 5 Tafeln an einem Abend (so 4 Stunden). Davon ist wirklich nicht viel hängen geblieben…aber ich mutmaße, das liegt dann eher an dem Trennkosteffekt (denn viel anderes habe ich dann nebenbei auch nicht mehr gegessen).
Generell bin ich auch eher ein Typ, der zwei Tafeln auf einmal isst, als sich eine Tafel über Tage einzuteilen (bitte??! eine angebrochene Tafel nicht aufessen? Das geht?). Dafür habe ich dann aber ein paar Tage Ruhe, bis der Appetit auf Schoki wieder kommt.
Ich habe nicht das Gefühl, dass sich dieses Verhalten jetzt besonders auf die Figur legt bei mir… wirklich eher, wenn ich anhaltend viel Schokolade oder anderes Süßes esse, dann lege ich auch zu.
Deswegen kam mir der Bericht neulich wieder in den Sinn, und das Interesse, ob da was dran ist.

lieben Gruß
Aj

Guten Abend zusammen!

Eigentlich finde ich das Ganze doch recht einleuchtend:

Der Körper kann in einem gewissen Zeitraum eben nur eine bestimmte Menge an Nährstoffen (Fett, Kohlehydrate, Protein) verarbeiten. Alles, was darüber hinaus geht, stellt für den Körper sozusagen ein Überangeobt dar, mit dem er aber nichts anfangen kann.

Isst man täglich einen Teil der Schokolade, so kann der Körper die ihm gebotenen Nährstoffe sehr wahrscheinlich verwerten und „einbauen“ (in Form von Körperfett).

Isst man dagegen alle 3 Tafeln auf Einmal, führt man dem Körper eine enorme Menge an Nährstoffen zu, die er aber nicht auf Einmal aufnehmen bzw. verarbeiten kann - also scheidet er die Menge an Nährstoffen, die „zu viel“ ist, einfach wieder aus.

Würde man die 3 Tafeln über den ganzen Tag verteilt essen, würde die Sache wahrscheinlich auch wieder anders aussehen.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen, auch wenn es nur eine These von mir ist.

Liebe Grüße
Alex

Huhu!

ich danke dir für deine Gedanken dazu.
Mich würde halt auch der physiologische Hintergrund dazu interessieren…woran würde denn (wenn wir mal davon ausgehen, dass es wirklich so abläuft) die Aufnahme von Energie über einen bestimmten Punkt hinaus in den Körper tatsächlich scheitern? Nicht vielleicht doch die Menge an Enzymen?
Ganz vereinfacht gesagt, man hat meinetwegen 5 Enzyme, die zum umwandeln von 5 Nahrungsbausteinen eine halbe Stunde brauchen. Nun kommen 20 Nahrungsbestandteile in den Verdauungstrakt, und verweilen dort eine Stunde… also schaffen dei Enzyme quasi die Hälfte umzusetzen, für den Rest reicht die Kapazität schlicht nicht aus.
Passt dieser grobe Gedankengang? Oder ist das Schwachsinn?

lieben gruß
Aj

Da bin ich leider auch überfragt, aber das mit den Enzymen könnte durchaus hinkommen. Vielleicht liegt es aber auch daran, das irgendwelche Rezeptoren oder sonstiges melden „zu viel Nährstoffe, bitte zum Hinterausgang ausschleusen“ und der Körper dann auf die übermäßige Menge mit Ausscheiden reagiert.

Ich selbst kann dieses Phänomen übrigens bestätigen, ich liebe nämlich wochenendliche Fress-Orgien mit richtig viel Pizza, Schoki, Chips und Allem was dazu gehört. Das alleine würde die These ja noch nicht bestätigen, sondern der Umstand, das ich an solchen Tagen mehrmals Stuhlgang habe, was ich ansonsten nur alle paar Tage habe.

Nun denn, vielleicht findet sich ja noch ein kompetenter Biologe oder Physiologe, der die wirkliche Antwort kennt.

In diesem Sinne
Her mit der Schoki!

Alex